25.9.10

Meine erste Motivtorte. Oder: wie man einen Nervenzusammenbruch vermeidet, wenn die Kollegin heiratet und man sie mit einer Torte in Firmenlogo-Form beglücken will.

So. Das musste jetzt raus. Weiste Bescheid, Schätzelein. Heiratest ja auch nur einmal (will ich hoffen). Kollegin D. hat am Freitag geheiratet, und als herzallerliebste Kollegen wollten wir uns natürlich nicht lumpen lassen und sie überraschen. Mit Torte in Logo-Form. Warum lasse ich mich eigentlich immer zu solchen Experimenten überreden? Weils dir doch Spaß macht. Stimmt.

Also ran ans Werk. Schnell noch roten Fondant bestellt (auf selber Einfärben hatte ich definitiv keine Lust), und ans Werk. Kollege P., seines Zeichens Reinzeichner, war so nett und vergrösserte mir unser Logo auf Maß. Ausgeschnitten, Schablone angefertigt. Dann einen Schoko-Biskuit auf dem Backbleck gebacken.
Schablone aufgelegt und ausgeschnitten - soll ja schliesslich was hermachen, das Schätzchen.


So weit, so gut. Schablone passte, und auch zweimal ausschneiden kam gerade so eben hin. Glück gehabt.


Buttercreme fabriziert: Pudding gekocht, Butter mit Zucker schaumig geschlagen, Pudding zugegeben. Fertig. Aufgestrichen. Fertig. Aber dann. Dann kommt die Hölle. Ehrlich. Was hab ich geflucht. Fondant und ovale Schnullerformen vertragen sich nicht. Jedenfalls nicht bei mir. Vielleicht sollte ich mehr Yoga machen. Jedenfalls wollte der Fondant nicht so wie ich. Gerissen, geklebt, geheult. Gott sei Dank hat Andreas dann noch ein Weihnachts-Geschenkband irgendwo gefunden - so konnte ich zumindestens die gröbsten Mängel kaschieren. Frau weiss sich ja zu helfen. Und das Ergebnis konnte sich dann doch sehen lassen:


Kollege P. zollte dann auch anerkennend Beifall, als er das Schätzchen bei mir abholte - ich hoffe, sie hat den Transport heil überstanden, aber ich habe bislang nichts Gegenteiliges gehört. Und die Braut soll sich gefreut haben. So sagte man mir zumindest. Also: Ende gut, alles gut.

Wer auch immer in Zukunft Motivtorten backen will: sorgt dafür, dass ihr bei einer Firma mit einem eckigen oder runden Logo arbeitet. Das erspart euch auf jeden Fall mindestens drei graue Haare.



Rezept für Schokoladenbiskuit


Zutaten

6 Eier
200g Zucker
100g Mehl
100g Speisestärke
25g Kakaopulver
1 TL Backpulver



Zubereitung
  1. Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  2. Eier trennen. Eiweiss steif schlagen, Zucker nach und nach einrieseln lassen.
  3. Eigelbe unterrühren.
  4. Mehl mit Speisestärke, Kakao- und Backpulver mischen und darübersieben.
  5. Vorsichtig unterheben.
  6. In Springform (26er) oder aufs Backblech streichen. Vorher mit Backpapier auslegen.
  7. Ca. 30 Minuten backen.



Guten Appetit! Enjoy your meal! Bon Appétit!

22.9.10

Blickfang auf dem Markt

Heute auf dem Markt entdeckt: bunter Blumenkohl. In lila und orange. Absoluter Hingucker.


Die Farbe wird direkt "reingezüchtet", kann man also ganz unbedenklich verspeisen. Schmeckt auch genauso wie der normale, weisse Blumenkohl - sieht eben nur besser aus. Wie violette Kartoffeln. Wird bei nächster Gelegenheit auf jeden Fall ausprobiert, auch wenn ein Blumenkohl für 4.90 Euro nun wirklich kein Schnäppchen ist. Aber man gönnt sich ja sonst nichts. Entdeckt auf dem Düsseldorfer Carlsplatz - falls ihr den bunten Blumenkohl also auch mal ausprobieren wollt, nichts wie hin.

21.9.10

Mini-Kirsch-Käsekuchen

Andreas als bekennender Käsekuchenfan hatte bei einer großen Kaffeekette (die mit "W" anfängt) einen neuen Favoriten entdeckt: den Käsekuchen mit Kirschen.Und kam natürlich prompt auf die Idee, dass ich das doch mindestens genausogut, wenn nicht sogar besser könnte. Er kennt mich mittlerweile einfach zu gut - so eine Herausforderung lasse ich mir dann natürlich nicht entgehen.

Fest und saftig sollte er sein, der Käsekuchen, eher amerikanisch was die Konsistenz angeht, und auf jeden Fall mit Kirschen. Alles klar. Die 20er-Springform rausgesucht - ideal zum Backen für 2 Personen. Mürbeteig gemacht, Form damit ausgekleidet. Easy. Aber jetzt. Die Füllung. Fest soll sie sein, und vanillig. Ein Paket Magerquark, Zucker, ein Ei, Puddingpulver für die Festigkeit und einen Schluck Milch. So müsste es passen.  Ab in den Ofen, geduldig warten, bis fertig gebacken - et voilá:


Optisch schon mal gelungen. Aber die viel interessantere Frage ist ja: wie sind seine inneren Werte? Ist er fest und saftig, und was ist mit den Kirschen passiert? Sind sie im schlimmsten Fall einfach auf den Boden gesunken, oder total vermatscht? Die Spannung steigt. Und siehe da -Experiment geglückt:


Superkrosser Boden, toller Rand. Nicht eingerissen oder zusammengefallen. Feste Füllung, angenehm vanillig, aber nicht zu süß. Kirschen mittig und fest. Grosses W, du kannst einpacken - ich habe gewonnen.



Rezept für Mini-Kirsch-Käsekuchen (20er Springform)


Zutaten

150g Mehl
100g Butter
50g Zucker
1 Ei
500g Magerquark
1,5 Päckchen Puddingpulver Vanille
100g Zucker
1 Ei
1 kleines Glas Kirschen, abgetropft
ein Schuss Milch


Zubereitung
  1. Mehl mit Butter, Zucker und dem Ei so lange verkneten, bis ein geschmeidiger Teig entsteht. Am besten von Hand.
  2. Eine 20er Springform am Boden mit Backpapier auslegen. Den Ofen of 175° Ober/Unterhitze einstellen.
  3. Teig mit den Fingern in der Form verteilen, dabei 2-3 cm Rand hochziehen.
  4. Für die Füllung Quark, zweites Ei, Zucker und Puddingpulver verrühren. Dann so viel Milch dazugeben, dass ein dickflüssiger Teig entsteht - nicht zu viel! Ein Schluck sollte reichen.
  5. Die Hälte der Füllung auf den vorbereiteten Boden gießen.
  6. Die Kirschen darauf verteilen.
  7. Mit der restlichen Füllung bedecken.
  8. Ca. 70 Minuten auf der zweiten Schiene von unten backen. Falls der Kuchen droht zu dunkel zu werden, einfach mit Alufolie abdecken.
  9. Wenn fertig gebacken, Ofen ausschalten, den Kuchen aber noch 5 Minuten drinlassen.
  10. Dann erst aus dem Ofen nehmen, und in der Form auf dem Rost auskühlen lassen.
  11. Schmeckt am besten gut gekühlt aus dem Kühlschrank!


Guten Appetit! Enjoy your meal! Bon Appétit!

19.9.10

Krimi-Dinner mit Ralph Neubauer im Restaurant Elendts - Nachlese.

Vom Restaurant Elendts in Düsseldorf habe ich ja hier schon zu diversen Gelegenheiten berichtet. Mittlerweile spricht sich der kleine Laden wirklich rum - Antenne Düsseldorf hat sie gerade mit Lob überschüttet, und auch der Marcellino´s Düsseldorf hat Julia und Joschik gerade auf Platz 1 in der Kategorie "Sexy Food" gehievt. Respekt. Und Glückwunsch.

Für gestern abend hatten sich Julia und Joschik was Besonderes einfallen lassen - ein Krimi-Dinner. Mit dem Autor Ralph Neubauer, der aus seinen zwei Büchern vorlas, und einem zur Handlung in den Büchern passenden 4-Gang-Menü unter der Überschrift "Südtirol". Inklusive passender Weine, versteht sich. Kostenpunkt: 50 Euro fürs Menü, nochmal 25 Euro für die Weinbegleitung.

Beim Essen kann ich mich den aktuellen Lobeshymnen leider nur bedingt anschliessen. Es gab definitiv Licht und Schatten dieses Mal. Aber macht euch selber ein Bild. Zum Start gab es einen Veneziano als Aperitif, Aperol mit Prosecco und Orange. Gruss aus der Küche kam dann auch prompt und lecker.

Kartoffel-Blutwurst-Strudel 
mit Apfel-Zwiebel-Confit

Der Strudel knackig und heiss, Füllung nicht zu dominant nach Blutwurst, dazu da frische Apfel-Zwiebel-Confit. Ein guter Start. Darauf folgte ein Süppchen:

Kürbiscremesuppe mit steirischem Kernöl
~ 2009 Pinot Bianco De Silva, Kaltern, Südtirol

Leider war die Suppe noch so heiss, dass man sich erstmal ordentlich den Gaumen verbrannt hat. Geschmacklich war sie aber sehr gut: würzig nach Kürbis, mit dem Kernöl akzentuiert, gefällige Konsistenz.
Der Weisswein dazu war frisch und vollmundig, eine schöne Ergänzung.

Dann  folgte der erste Lesungsteil: der Autor las aus seinem ersten Werk, "Rache ist honigsüß". Die Handlung spielt in Südtirol, dass er durch ausgiebige Besuche sehr gut kennt und dementsprechend wirklichkeitsgetreu abbildet. Sprich, wenn im Buch jemand in der Dorfschänke einen Gamsbraten mit Thymian-Graupen bestellt, dann könnte man tatsächlich in eben diese Dorfschänke gehen und genau dieses Gericht bestellen. Spannende Vorstellung. Die Hauptfigur im Roman ist Commissario Fameo, der aus Rom nach Bozen strafversetzt wird und es gleich mit einem mysteriösen Fall zu tun bekommt. Erinnerte mich stellenweise sehr an die Donna Leon-Krimis. Spannend, interessante Verstrickungen der einzelnen Charaktere, die einen wirklich bis zum Ende des Romans im Dunkeln tappen lassen ob des tatsächlichen Täters.

Dann kam der Zwischengang. Stichwort Licht und Schatten.

Saltimbocca vom Kalb auf Rotweinrisotto
~2006 Pinot Nero, Meran, Südtirol
Das Kalb war wirklich hervorragend gelungen, rosa und zart. Aber das Rotweinrisotto ging ehrlich gesagt überhaupt nicht. Keine Ahnung, was da schiefgegangen ist - zu viel Rotwein zu lange einreduziert vielleicht, auf jeden Fall war das Risotto so bitter, dass ich es nicht essen konnte/wollte. Und der Blick auf die Nachbartische bestätigte mich, da ist einiges unangetastet zurückgegangen. Wirklich schade. Und sollte eigentlich gerade bei so einer aussergewöhnlichen Veranstaltung nicht passieren. Aber der Wein im Glas war zumindestens lecker.

Der nächste Lesungsteil war dann aus dem zweiten Buch des Autors, "Liebe macht zornesblind". Ralph Neubauer beschreibt mit großer Liebe zum Detail Szenerien, Personen und ihre Befindlichkeiten. Da hat man sofort ein Bild vor Augen, und entschwindet in seine eigene kleine Welt. Beide Bücher sind in sich abgeschlossen, man muss sie also nicht zwingend in der Erscheinungsreihenfolge lesen. Angenehm.

Zum Hauptgang kam dann folgendes auf den Teller:

Rehrücken unter der Feigenkruste 
mit Serviettenknödel
~2008 Lagrein Baron Carl Eyrl, Bozen, Südtirol

Auch hier, ähnlich wie beim Kalb, Licht und Schatten. Der Rehrücken war hervorragend, á point gegart, die Feigenkruste süß, aber nicht zu süß, ein toller Kontrast zum Wildaroma. Aber die Serviettenknödel überzeugten uns nicht: trocken und in der Pfanne nachgebacken. Dafür war die Jus wieder ein Knaller: aromatisch, leicht süßlich, absolut lecker.

Der letzte Teil der Lesung verging auch wieder viel zu schnell, der Autor war mittlerweile richtig schön warmgelaufen und las mit viel Enthusiasmus und Freude vor. Was wiederum eine Freude für die Zuhörer war.
An dieser Stelle einen herzlichen Dank an Ralph Neubauer. Die Lesungstermine findet ihr auf Ralph Neubauers Homepage:       www.südtirolkrimi.de
Schaut doch mal da vorbei, falls ihr neugierig geworden seid.

Den Abschluss bildete dann das Dessert:

Topfenpalatschinken
~Rote Rose, Nals, Südtirol
Der Topfenpalatschinken wurde hier nicht klassisch interpretiert, sondern als eine Art Auflauf hergerichtet: Palatschinken ausgebacken und dann mit Quarkmasse in der Auflaufform geschichtet und gebacken. Wie ein Käsekuchen. Lecker, allerdings sehr kompakt. Dafür hätte ich den Zwetschgenröster auch direkt aus dem Topf gegessen - karamellisierte Zwetschgen mit Rotwein und Portwein reduziert, mit braunem Zucker aromatisiert, bisschen Zimt - wer kann da noch widerstehen? Ich jedenfalls nicht. Und der Dessertwein war die Offenbarung des Abends: gar nicht so süß, frisch, spritzig, leicht bitter. Ein wirklich toller Wein. Den kauf ich bestimmt auch nochmal für den Privatgebrauch.

Fazit: wir haben im Elendts einen schönen Abend mit Freunden verbracht, allerdings waren wir diesmal nicht so überzeugt wie bei den letzten Besuchen. Wir bleiben gespannt, wie es in Zukunft weitergeht.

18.9.10

Red Prawn Curry - Gaeng Phed Ghoong

An anderer Stelle habe ich euch ja schon von unserer Vorliebe für thailändische Curry-Gerichte erzählt. Das Green Chicken Curry , einen unserer Favoriten, habe ich hier ebenfalls schon vorgestellt - jetzt folgt der kleine Bruder, das Red Prawn Curry - Gaeng Phed Ghoong.


Die Zubereitung ist sehr ähnlich, unterscheidet sich nur in drei Kleinigkeiten:

1. hier wird keine feste Kokosmilch verwendet;
2. die rote Currypaste wird zusätzlich im Wok in heissem Erdnussöl angeröstet; und
3. wird nicht mit Thai-Basilikum abgeschmeckt, sondern mit Koriander.

Ansonsten bleibt aber alles gleich - Gemüse nach Wahl, auch die Garnelen lassen sich problemlos durch Rind, Schwein oder Pute ersetzen. Da dürft ihr eurer Fantasie ruhig ihren Lauf und euren Vorlieben die Vorherrschaft lassen.

Traditionell zum Curry auch hier Basmatireis - zum Soße aufsaugen. Lohnt sich. Ich habe diesmal an Gemüse Kartoffeln, Paprika und Zucchini verwendet. Könnte mir hier aber auch rote Paprika und Ananas vorstellen, oder Tomate, Gurke und Mango. Es bleibt also spannend. Die Möglichkeiten, mit thailändischen Curries zu zaubern, sind aber auch wirklich unendlich. Viel Spaß beim Ausprobieren.



Rezept für Red Prawn Curry - Gaeng Phed Ghoong


Zutaten

2 EL rote Currypaste
1 EL Erdnussöl
250g Garnelen, geputzt
500ml Kokosmilch
Gemüse nach Belieben (Zucchini, Zwiebeln, Kartoffeln)
1 EL Palmzucker
2-3 EL Fischsauce
Chili nach Belieben
Spritzer Limettensaft
Korianderblätter, frisch gehackt


Zubereitung


  1. Den Wok erhitzen. Erdnußöl hineingeben.
  2. Rote Currypaste darin kurz anrösten, bis es duftet.
  3. Garnelen und die Hälfte der Kokosmilch zufügen, ca. 10 Minuten kochen.
  4. Dann das vorbereitete Gemüse und Chili zugeben, ca. 5 Minuten köcheln lassen.
  5. Mit Fischsauce, Limettensaft und Palmzucker abschmecken.
  6. Mit frisch gehacktem Koriander bestreuen.
  7. Mit Reis servieren. 


Guten Appetit! Enjoy your meal! Bon Appétit!

15.9.10

Abendessen im ChaCha, Düsseldorf

Mittlerweile leider ziemlich versteckt durch eine der vielen Baustellen in Düsseldorf liegt das ChaCha auf der Kasernenstraße. Durch Zufall landet hier garantiert niemand - was wirklich schade ist, was ich euch im Folgenden gerne zeigen möchte.

Wir wollten mal wieder spontan abends was essen gehen, und erinnerten uns an das ChaCha. Eine Querstraße vom Carlsplatz entfernt, also in Steinwurfweite von meiner Arbeit. Ideal. Also ab dafür.
Das Personal ist sehr freundlich, und alles Essbare kommt schnell und heiss auf den Tisch. Es gibt Vorspeisen, Hauptspeisen und Desserts, dazu Cocktails und Healthy Drinks, und auch noch einige Kleinigkeiten, die man zu den Hauptspeisen dazu bestellen kann. Also für jeden was dabei. Wir starteten mit einer Vorspeise:

Saté-Spieße vom Huhn, 4,90 Euro

Die 4 Spieße waren heiss und lecker, der Erdnussdip angenehm cremig und ausgewogen abgeschmeckt. Nicht zu süß, nicht zu salzig. Der Gurken-Ananas-Salat war überraschend scharf, aber lecker.

Als Hauptspeise entschied Andreas sich für das Gelbe Curry von der monatlich wechselnden Aktionskarte. Die gibt es nämlich auch noch, zusätzlich zur normalen Karte. Auswahl über Auswahl.

Gelbes Curry mit Huhn, Kartoffeln, Gemüse 
und dreierlei Thai-Basilikum

Das Huhn saftig, die Kartoffeln schön weich, das Gemüse mit Biss. Portionsgröße mehr als ausreichend. Und mit 7,90 Euro fair gepreist. Ich entschied mich für die thailändischen Reisbandnudeln mit Ananas, Tomate, Apfel und Tamarindensoße.

Reisbandnudeln mit Ananas, Tomate und Apfel

Die Apfelstücke fand ich persönlich zu groß und zu ungeschält, und geschmacklich haben sie das Gericht auch nicht nach vorne gebracht - auf die könnte man also ruhig verzichten. Aber die Tamarindensoße reisst das ganze dann wieder raus. Mit 7,40 Euro auch hier ein fairer Preis, denn die Portion ist definitiv größer, als sie auf dem Bild wirkt.

Dann sollte noch ein Dessert her. Es standen zur Auswahl: Mango-Mousse und Kokos-Tiramisu. Da Andreas ein entschiedener Kokos-Gegner ist, war die Entscheidung schnell gefällt.


Mango-Mousse mit Brownie und Vanillecreme

Und er hat sie nicht bereut. Das Mango-Mousse entpuppte sich als schickes Dessert im Glas, drei Schichten: Brownie, getränkt mit Mangosaft - Vanillecreme - Mangomousse. Sehr lecker. Und aufmerksamerweise glücklicherweise vom Service direkt mit zwei Löffeln gebracht :)

Fazit: ein schön eingerichtetes Restaurant mit adäquatem Service und guter Auswahl. Dazu noch mit fairen Preisen. Ideal auch für die schnelle Mittagspause. Nicht von der Baustelle vor der Tür abschrecken lassen.


Restaurant ChaCha
Kasernenstr. 18
40213 Düsseldorf
Fon: 0211-8632960

14.9.10

Green Chicken Curry - Gaeng Kiau Wahn Gai

Aus dem Thailand-Urlaub letzten Dezember haben wir viele schöne Erinnerungen mitgebracht - und so einiges an leckeren Zutaten, wie z.B. grüne Currypaste.Damit man mit Hilfe von nachgekochtem SoulFood nochmal in die Urlaubserinnerungen abtauchen kann. Gaeng Khiew Wan Gai, das klassische thailändische grüne Hühner-Curry, ist dafür einfach ideal, besonders, wenn es draussen nass, kalt und dunkel ist.


Und die Zubereitung ist denkbar einfach. Die grüne Currypaste kann man auch selber herstellen: einfach Knoblauch, Thai-Schalotten, Garnelenpaste, grünen Pfeffer, Kaffirlimette, Chilischote, Koriander (Wurzel und Grün), Zitronengras, Galgant und etwas Wasser im Mörser vermahlen. Lässt sich auch gut auf Vorrat zubereiten und dann einfrieren. Kann man aber auch im Asia-Shop seines Vertrauens kaufen.

Wichtig: die Kokosmilch NICHT SCHÜTTELN, bevor man den Tetrapack oder die Dose aufmacht. Denn für dieses Rezept braucht man die feste Kokosmilch, die sich absetzt, und die flüssige. Die feste wird im Wok mit der Currypaste erhitzt, so entsteht ein tolles Aroma. Die flüssige kommt dann später dazu, und man kann genau so viel nehmen, wie man möchte - je nachdem, wie flüssig oder fest man sein Curry mag. Auch beim Gemüse kann man variieren - jeder so, wie er gerne möchte. Ich werde in Zukunft auf Auberginen verzichten, und stattdessen lieber Zucchini verwenden, aber das ist nur meine persönliche Vorliebe.

Zum Curry serviert man immer Reis - und immer separat. Der wird dann ins Curry gelöffelt, um möglichst viel Soße mitnehmen zu können. Also immer separat anrichten, damit niemand die Schüssel auslecken muss.



Rezept für Green Chicken Curry


Zutaten

2 EL grüne Currypaste
250g Hühnerbrust
500ml Kokosmilch
Gemüse nach Belieben (Möhren, Aubergine, Zucchini, Pilze, Kartoffeln)
1 EL Palmzucker
2-3 EL Fischsauce
Chili nach Belieben
Spritzer Limettensaft
1 handvoll Thai-Basilikum


Zubereitung
  1. Von der Kokosmilch den festen oberen Teil abschöpfen.
  2. Den Wok auf mittlere Hitze stellen.
  3. Kokospaste darin 2 Minuten rühren. Nicht kochen lassen!
  4. Grüne Currypaste zugeben und so lange weiterrühren, bis es anfängt, zu duften.
  5. Hühnerfleisch und die Hälfte der Kokosmilch zufügen, ca. 10 Minuten kochen.
  6. Dann das vorbereitete Gemüse und Chili zugeben, ca. 5 Minuten köcheln lassen.
  7. Mit Fischsauce, Limettensaft und Palmzucker abschmecken.
  8. Kurz vor dem Servieren die Thai-Basilikum-Blätter unterrühren.
  9. Mit Reis servieren.


Guten Appetit! Enjoy your meal! Bon Appétit!

13.9.10

Tour de Menu Gusto 2010 - Restaurant Christen in Düsseldorf

Es ist wieder soweit - die Tour de Menu Gusto läuft auch dieses Jahr wieder. 47 Restaurants aus Düsseldorf und Umgebung nehmen teil, und kredenzen der geneigten Kundschaft vom 10. September bis zum 03. Oktober ein spezielles Menü aus einer der vier Kategorien: "Austern, Muscheln und Co.", "Mediterrane Leichtigkeit", "Regional, Saisonal - Lecker" und "Trüffel - exklusiv und fein". Auch mit dabei: das Restaurant Christen, mit dem mich ja seit "Unter Volldampf" so einiges verbindet. Also nichts wie hin.

Das Christen nimmt teil in der Kategorie "Regional, saisonal - lecker". Und der Name ist Programm. Aber das seht ihr gleich. Sehr aufmerksam: die Platzkarten sind bei vorheriger Reservierung mit Namen beschriftet. I like. Die Currycreme zum Brotkorb, der sofort kommt, ist hausgemacht und kann auch käuflich erworben werden - und ist definitiv eine Sünde wert.

Zweierlei Brot mit hausgemachter 
Currycreme und Salzbutter

Zur Feier des Tages mal gleich einen Aperitiv. Nils, der Restaurantleiter, bringt uns einen Aperol Sprizz, einen Prosecco mit einem Schuss Aperol. Süffig und gut.

Aperol Sprizz

Und dann geht es auch gleich los. Mit der Vorspeise: Spanferkel und Speckpflaume. Kai Donnert, der Küchenchef im Christen, ist bekannt für sein geniales Spanferkel, vor allem für die Kruste. Und wir werden nicht enttäuscht. Superknusprig, knackig lecker. Dazu das weiche Speckpfläumchen, und ein leckerer Senf-Dip. Scharf, aber nicht zu scharf - genau richtig.

Knuspriges Spanferkel und Speckpflaume 
mit Senfdip, Salat im Maiskörbchen

Es folgt ein Süppchen: Latte Macchiato vom Muskatkürbis. Kräftig, aromatisch, mit Kürbiskernöl verfeinert und mit gerösteten Kürbiskernen getoppt.

Latte Macchiato vom Muskatkürbis 
mit gerösteten Kernen

Und dann kommt der - zumindest von Andreas - sehnlichst erwartete Hauptgang: der Sonntagsbraten vom Rind. Lange haben wir vorher gerätselt, was denn wohl Waffelkartoffeln sind. Ich hatte auch in Gitterform geschnittene, frittierte Kartoffeln getippt - und lag voll daneben. Da hat der Kai sich wieder was einfallen lassen. Die Waffelkartoffeln sind tatsächlich Waffeln. Normaler Waffelteig mit gemuster Kartoffel und Kräuterquark. So werden sie schön fluffig. Sollte man definitiv mal nachmachen - muss ich mir nur noch ein Waffeleisen anschaffen.

Sonntagsbraten vom Rind mit Steinpilzsoße, 
Waffelkartoffeln und Rosmarin-Möhrchen

Die Möhren dezent mit Rosmarin aromatisiert, butterweich und lecker. Fleisch zart. Soße lecker. Aber das Beste kommt ja bekanntlich zum Schluss - so auch in diesem Fall. Das Dessert. Viererlei von der Williams-Birne. Erstmal nur gucken - das alleine macht schon glücklich.

Williamsbirne in 4 Stationen: 
Schnaps, Sorbet, Mousse und Tarte

Und Essen macht dann noch glücklicher. Ich schwöre, von dem Birnensorbet könnte ich LEBEN. Der Schnaps kommt mit Birnenstücken. Die Mousse ist locker-leicht, und mit Ferrari-Pferdchen dekoriert. Die Tarte aus Blätterteig, knusprig. Einfach rundum gelungen. Mehr davon.

Fazit: einfach super. Service aufmerksam, freundlich, zuvorkommend, so wie es ein soll - danke an Nils und sein Service-Team. Essen toll - danke an Kai und die Crew. Ihr schafft es immer wieder, uns glücklich zu machen. Also, nichts wie hin - die Tour läuft noch bis zum 03.10., und für 34,90 Euro sollte sich das niemand entgehen lassen.


Restaurant Christen im Haus Litzbrück
Bahnhofstraße 33
40489 Düsseldorf-Angermund
Fon: 0203 - 99 79 60

12.9.10

Koriander-Thunfisch-Steak mit Mango-Salsa

Den Thunfisch in Sushi-Qualität für den Cooking Cup hatte ich etwas großzügig bemessen. Bei so nem Wettbewerb hat man ja auch lieber zu viel Material als zu wenig - hätte ja auch irgendwas schiefgehen können. Und so ein tolles Stück Thunfisch kann man schliesslich immer gebrauchen, oder?

Also den Rest zurück in die Kühltasche befördert und wieder sicher nach Hause transportiert. Frisch inspiriert von den anderen Teilnehmern war mir schnell klar, wofür ich ihn gebrauchen wollte:

Koriander-Thunfisch-Steak mit Mango-Salsa und Basmati-Reis

Einfach, aber sooooo lecker! Die Marinade wird im Mörser angerührt: einfach frischen Koriander mit Knoblauch, Chili, Ingwer und Olivenöl vermahlen, bis eine Paste entsteht. Diese großzügig auf den Thunfischsteaks verteilen, und in Ruhe einziehen lassen. Mindestens eine Stunde, lieber (oder besser) zwei.

Dann in einer heißen (!) Pfanne scharf anbraten - nicht länger als 3 Minuten pro Seite, damit es innen noch schön rot bleibt. Dazu eine frische Mango-Salsa, und neutraler Basmati-Reis. Großartig. Ein perfektes Sommeressen, auch wenn der Sommer ja anscheinend schon wieder vorbei ist. Macht auf jeden Fall gute Laune, und taugt garantiert auch als "ich-stimm-mich-auf-den-Urlaub-ein"-Essen.



Rezept für Koriander-Thunfisch-Steak mit Mango-Salsa


Zutaten

1 Chili, rot
2 Zehen Knoblauch
2 EL Olivenöl
handvoll Koriander
Prise Salz
2 Thunfischsteaks
Erdnussöl für die Pfanne
1 reife Mango
1 Zwiebel
handvoll Koriander
1 Chili, rot
1 Limette, Saft davon
125g Basmati-Reis


Zubereitung
  1. Chili, Knoblauch, Olivenöl, Salz und Koriander im Mörser zu einer Paste verarbeiten.
  2. Auf die Thunfischsteaks streichen und mindestens eine Stunde im Kühlschrank ziehen lassen.
  3. Mango schälen und würfeln.
  4. Zwiebel fein würfeln.
  5. Chili entkernen und in Ringe schneiden.
  6. Koriander hacken.
  7. Limette auspressen, Saft auffangen.
  8. Alles mischen und im Kühlschrank 20-30 Minuten ziehen lassen.
  9. Reis nach Packungsanleitung kochen.
  10. Thunfischsteak in der heissen Pfanne auf jeder Seite 2-3 Minuten braten.
  11. Auf einen Teller geben, mit der Mango-Salsa überziehen, den Reis daneben platzieren.

Guten Appetit! Enjoy your meal! Bon Appétit!

11.9.10

Cooking Cup - das Ergebnis.

Danke an alle fürs Daumen drücken gestern. Das Ergebnis habe ich ja schon via Facebook verkündet, möchte das jetzt aber natürlich auch nochmal hier - quasi an offizieller Stelle - tun.

Der Cooking Cup war wieder ein spannendes Ereignis, und hat allen Beteiligten viel Spaß gemacht. Uns jedenfalls auf jeden Fall. Nach 58:40 Minuten war unser Teller angerichtet und der Arbeitsplatz aufgeräumt - tschakka! Und das war auf dem Teller für die Herren Juroren:


Thunfischtartar auf Kartoffelchip (links)
Melonen-Chili-Kaltschale mit Thunfisch-Spieß (Mitte)
Gebackenes Sushi mit Soya-Mayonnaise (rechts)

Damit haben wir uns den Dritten Platz erkochen können. Danke an Sandra fürs Mitkochen, an Andreas und Olaf für die seelisch-moralische Unterstützung vor Ort, und an alle, die uns die Daumen gedrückt haben!

Die Konkurrenz war wirklich stark - hier das Gericht vom Team, das den zweiten Platz erkochte:


Erbsen-Minz-Püree mit Jacobsmuschel im Speckmantel
Süßkartoffelcremesuppe mit Scampo 
Thunfischtartar mit Ananas

Und last but not least der Gewinner-Teller, der richtig auffuhr, inklusive Räuchern des Heilbutts (!):

Frittierte Artischocke mit Sauce Chauron (oben links)
Teigtasche mit Hummer-Spinat-Füllung und Meerettich-Soße (oben rechts)
Geräucherter Heilbott mit Jus (unten)

Herzlichen Glückwunsch den Gewinnern, und nochmal danke an den Veranstalter - hat wie gesagt wieder viel Spaß gemacht. Auch wenn ich mir die Finger im Frittierfett verbrannt habe - aber wie hat mein Vater schon immer so schön gesagt? "Das ist ungeschicktes Fleisch, das muss weg." In diesem Sinne - bis zum nächsten Jahr. Wenn das Thema nicht völlig aus der Bahn schlägt, sind wir bestimmt wieder dabei!

10.9.10

Cooking Cup, ich komme!

So, ihr Lieben, heute ist der große Tag - es geht zur Regionalausscheidung des Cooking Cups nach Herzogenrath. Gerade schon den Thunfisch, Leinenfang, Gelbflosse, aus der Metro geangelt. Der reist gleich mit mir gut verpackt und gekühlt. Und Andreas nehm ich auch mit :)


Um 16h gehts los - teamweise wird nacheinander gegeneinander gekocht, und eine Jury entscheidet, wer zum Halbfinale wiederkommen darf. Also, Daumen drücken. Es wird garantiert spannend.

8.9.10

Hup Hup Holland. Lekker.

Was bietet sich an einem sonnigen Samstag mit entsprechendem Unternehmungsgeist an? Noch dazu, wenn man in Düsseldorf wohnt? Richtig, ein spontanter Ausflug ins holländische Venlo. Das ist nämlich auch nur ca. 45 Minuten von Düsseldorf entfernt, also gar nicht weiter als z.B. Oberhausen. Dafür aber netter, und vor allem für Liebhaber holländischer Leckerbissen definitiv eine Reise wert.

Als Kind bin ich mit meinen Eltern öfter nach Holland gefahren, und dabei sind mir drei Dinge überaus ans Herz gewachsen: Ontbijtkoek, ein holländischer Frühstückskuchen. De Ruijters Hagelslaag. Und den nur auf Boerenwit Tigerbroot. Man sieht, ich habe sehr genaue Vorstellungen von meinen Lieblings-Leckerbissen.


Den Frühstückskuchen habe ich original, sprich pur, und als Honig-Karamel-Variante eingepackt. Das Original bleibt immer noch das Beste, die Honig-Karamel-Variante ist mir dann doch ein bisschen zu süß. Aber beide gehören auf jeden Fall mit salziger Butter bestrichen - ein toller Kontrast. Egal ob zum Frühstück oder zum Nachmittagskaffee.


Das Tigerbrot ist genau so ein Klassiker. Weiss, pappig, saftig. Wenn man das zusammendrückt, schrumpt es original auf ein Drittel seiner Grösse. Dazu De Ruijters Hagelslaag. Einmal in der Variante "Frucht", einmal die schwarz-weissen Schokolocken. Ein MUSS für jeden Frühstückstisch, ehrlich.


Auch hier gehört das Tigerbrot schön mit Butter bestrichen, damit die Streusel auch ordentlich anpappen. Sonst gibt es eine ordentliche Sauerei beim Essen.


Fazit: Venlo ist immer eine Reise wert. Aber Achtung, die Geschäfte schliessen grösstenteils schon um 17h - hier gilt also: der frühe Vogel fängt den Wurm.

7.9.10

Frühstück im Café Balthasar, Düsseldorf

Sonne, Sekt und Milchkaffee. Kann es einen besseren Start in den Tag geben? Ich denke nicht.


Das Café Balthasar hatte uns ja zum Abendessen schon gut gefallen. Der Blick auf die Frühstückskarte war auch vielversprechend, also bei der nächstbesten Gelegenheit in Angriff genommen.Die Sonne schien, wir also draußen in der Sonne Platz genommen. Uns gehts schon gut, schiesst es einem da mal kurz durch den Kopf. Der Service ist aufmerksam und freundlich, bringt erstmal Getränke, während wir die Frühstückskarte studieren.

Wir entscheiden uns beide für das Balthasar-Frühstück mit Prosecco zu 8,90€. Man gönnt sich ja sonst nichts. Die beiden gekochten Eier tauschen wir gegen jeweils eine kleine Portion Rührei - kein Problem. Pluspunkt fürs Balthasar. Der Prosecco kommt sofort, das Frühstück wenig später. Und passte gerade so eben auf den Tisch:


Brot, Brötchen, Croissant, Honig, Konfitüre, Nutella, Obst, Schinken, Käse, Wurst, Salami, Leberwurst, Lachs, Rührei (passte nicht mehr aufs Bild). Alles frisch und lecker. Nur ein bisschen viel, aber darüber will ich mich jetzt wirklich nicht beschweren.

Fazit: Preis-Leistungs-Verhältnis sehr gut, Service freundlich und flott. Auf jeden Fall empfehlenswert!

6.9.10

Mitbringsel aus dem KaDeWe, Berlin

Beim letzten Geschäftstermin in Berlin ergab sich die Möglichkeit, noch einen Abstecher ins KaDeWe, das Kaufhaus des Westens, zu machen. Da sagt man als Schnuppschnüss wie ich natürlich nicht Nein. Die Gourmetabteilung im sechsten Stock ist einfach sagenhaft. Hier gibt es von der Spreewaldgurke in der Dose über den Cannabis-Eistee bis zur feinsten Confiserie wirklich alles, was man sich so vorstellen kann. Von der Austern-, Käse- und Champagnerauswahl mal ganz zu schweigen. Noch eine Etage drüber befindet sich übrigens ein Restaurant, dass zwar auch gesalzene Preise aufruft (13,25€ für Pasta mit Pfifferlingen), dafür aber natürlich mit dem Blick auf den Ku´Damm punkten kann.


Diese süssen Herzen sind aus gestreiftem Pastateig. Gabs auch noch in mexikanischer Hutform. Allerdings mit 7,90€ pro 100g auch nicht wirklich preiswert, aber gut, was tut man nicht alles für einen Hingucker. Noch besser gefiel mir aber dieses Fundstück aus der Pralinenabteilung:


"Die grüne Stunde" Absinth Pralinen. Alleine der Verpackung wegen mussten die schon mit. Die Trüffel selber waren dann ok, aber irgendwie doch nicht der Knaller. Hätte man nicht gewusst, dass Absinth drin ist, hätte man sie auch für reguläre Schokoladentrüffel halten können. Aber das Auge is(s)t eben auch mit.

3.9.10

Abendessen in der Flurklinik, Düsseldorf

In der Flurklinik waren wir schonmal durch Zufall zum Frühstücken gelandet. Glücklicher Zufall, muss man sagen. Denn nicht nur, dass das Frühstück wirklich gut war, auch die Mittags- und die Abendkarte lasen sich vielversprechend. So wanderte die Flurklinik auf die "da-müssen-wir-bei-der-nächsten-Gelegenheit-auf-jeden-Fall-mal-abends-hin"-Liste. Gesagt, getan.


Neben der süßen Eckterrasse ist es drinnen sehr geräumig, und geschmackvoll eingerichet. Stylische Mischung aus old-fashioned und rustikal. Der gesamte Laden ist ein Raucherclub, zartbesaitete Nichtraucher sind hier also falsch. Die Theke schmeisst der Zwillingsbruder von Udo Walz, jedenfalls dem Brillengestell und der Statur nach zu urteilen. Und das ist definitiv als Kompliment gemeint!

Der Service ist flott und freundlich. Die Tageskarte bietet für jeden Geschmack etwas, vom Salat mit gegrilltem Ziegenkäse über ein Pfifferlingsrisotto bis hin zum Rumpsteak mit Bratkartoffeln. Preise zwischen 7 und 18 Euro. Andreas entschied sich für die Penne mit Rinderfilet in Rotwein-Senf-Sosse für 10,20 Euro.


Ordentliche Portion, vor allem aber: heiss, frisch und sehr lecker. Pasta al dente, Fleisch schön saftig, Soße ein Traum. Ich hatte das Pfifferlingsrisotto mit Rucola bestellt, was sich wie folgt präsentierte:


Für 8,50 Euro a) eine ordentliche Portion und b) lecker.Die Kirschtomaten-Deko hätte ich jetzt nicht gebraucht, aber das ist ja Geschmackssache. Das Risotto jedenfalls hatte noch Biss, war gut abgeschmeckt, und mit den frischen Pfifferlingen war der Koch Gott sei Dank auch nicht kniepig. Sehr schön.

Fazit: die Flurklinik kann nicht zur zum Frühstück was, sondern auch zum Abendessen. Und das zu wirklich fairen Preisen und in einem wirklich sehr anheimelndem Ambiente. Auf jeden Fall ausprobieren.


Flurklinik
Flurstraße 14
40235 Düsseldorf
Fon: 0211-58002360

2.9.10

Espresso-Brownies

Was gibt es besseres als Schokolade? Richtig, Kaffee UND Schokolade. Am besten noch in super-saftiger Brownieform. Euch läuft das Wasser im Mund zusammen, allein bei der Vorstellung? Mir auch. Also ran an den Rührbesen und ab dafür. Hier ist das super-saftige und ratz-fatz verputzte Ergebnis.

Espresso-Brownie

Gebacken in einer 22x22cm Kastenform, die ich extra mal zum Brownie-Backen käuflich erworben habe. Und diese Anschaffung lohnt sich, ich sags euch. Denn auch die Brownievarianten sind endlos, und unglaublich lecker. Aber die Kaffee-Variante hat mir wirklich ausgesprochen gut gefallen.

Das herbe Kaffeearoma, gepaart mit der süßen Zartbitter-Schokolade, macht tatsächlich süchtig. Ehrlich. Das Kaffee-Aroma kommt durch lösliches Espressopulver - bitte kein billiges kaufen, das ist definitiv Sparen am falschen Ende! Puristen können auch echten Espresso verwenden, wenn ihnen die Verwendung von Pulver das Herz brechen sollte. Aber das Pulver tut es de facto auch. Chocaholics können die Brownies auch noch mit Schokoguss überziehen - den dann auf jeden Fall mit einem weiteren Esslöffel Espressopulver aromatisieren. Das ist dann wirklich die volle Dröhnung. Puderzucker tut es aber - wie in meinem Fall - auch.



Rezept für Espresso-Brownies


Zutaten

150g Kuvertüre, zartbitter
4 Eier
1 Prise Salz
125g Butter
125g Zucker
100g Mandeln, gemahlen
50g Mehl
2 TL Espressopulver (instant)


Zubereitung
  1. Backblech (22x22cm) mit Backpapier auslegen.
  2. Backofen auf 170° Ober-/Unterhitze vorheizen.
  3. Kuvertüre hacken und im Wasserbad schmelzen.
  4. Eier trennen, Eiweiss mit der Prise Salz zu Schnee schlagen.
  5. Butter, Zucker und Eigelb schaumig schlagen.
  6. Geschmolzene Schokolade unterrühren.
  7. Eischnee, Mandeln, Mehl und Espressopulver unterheben.
  8. Gleichmäßig auf dem Blech verteilen.
  9. Auf der mittleren Schiene ca. 20 Minuten backen.
  10. Auskühlen lassen, vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben.



Guten Appetit! Enjoy your meal! Bon Appétit!