30.8.10

Abendessen im Au Quai, Hamburg

Für den Hamburg-Besuch hatte ich mir im Vorfeld schon das Au Quai ausgeguckt, um schön essen zu gehen. Direkt am Hamburger Hafen, über dem Wasser gelegen, ist das mit Sicherheit einer der schönsten Plätze, um den Sonnenuntergang zu geniessen - und dabei noch wirklich gut zu essen. Aber seht selbst.

Die Reservierung hatte ich online vorgenommen, alles problemlos. Tisch direkt am Wasser bekommen, super. Also auf ins Vergnügen. Es gibt die normale Karte, und ein Menü, dass man sich selber zusammenstellen kann. Man wählt einfach die Vorspeise, Hauptgang und Dessert aus einer Reihe von Möglichkeiten. Kostenpunkt: 36 Euro. Fein. Und jeder bekommt das, was er möchte.

Der Service war prompt und sehr freundlich. Zuerst kam der Gruss aus der Küche, eine Gurken-Joghurt-Kaltschale. Schön erfrischend, mit Dill abgeschmeckt. Dazu zwei Sorten Brot mit einer Oliven-Tapenade.

Gurken-Joghurt-Kaltschale

Als Vorspeise hatte ich gewählt: Entenleber, Kirsche, Cognac, Pfeffer. Denn die Gerichte werden immer nur mit den Schlagworten umschrieben. Spannend. Ich mag Überraschungen beim Essen.

Entenstopfleber mit Pfefferkirschen und Cognac-Gelee

Serviert auf dem Schieferbrett. Stimmig. Die Entenstopfleber einen Tick zu fettig für meinen Geschmack, aber das empfindet ja jeder anders. Andreas hatte sich für Thunfisch, Wachtel, Balsamico, Bohne entschieden, und bekam ein sehr stimmiges Thunfisch-Carpaccio mit pochiertem Wachtelei.

Thunfisch-Carpaccio mit Wachtelei

Meine Wahl zum Hauptgang: Seeteufel, Vanille, Nektarine, Tomate.Ich bekam: Seeteufelmedaillon, Vanille-Nektarinen, Tomaten-Pinienkern-Concasse, Thaispargel und Sauerrahmschaum. Ja, es hat so gut geschmeckt wie es aussieht.

Seeteufel, Vanille-Nektarinen, Tomaten, Sauerrahmschaum

Andreas hatte gewählt: Kalb, Mais, buntes Gemüse. Er bekam ein unglaublich zartes Kalbsbäckchen, ein Stück aus dem Bug, dazu cremige Polenta mit violetten Kartoffelchips und tourniertes Gemüse.

Kalb mit Polenta und Gemüse

Das Dessert war dann der krönende Abschluss des Abends, so wie es sein soll. Andreas hatte sich entschieden für: Holunder, Prosecco, Honig. Und bekam ein Holunderblütentörtchen, dazu ein Prosecco-Eis.

Holunderblütentörtchen mit Prosecco-Eis

Ich wählte die zweite Möglichkeit - man will ja möglichst viele unterschiedliche Dinge probieren. Meine Kombination: Früchte, Sauerampfer, Melasse. Ergo: Fruchttartelette mit Creme Patissiere und Melasse, dazu ein Sauerampfereis. Grandios. Nur leider mit Gabel und Löffel ein bisschen schwierig zu essen.

 Früchte-Tartelette mit Sauerampfereis

Fazit: ein sehr stimmiger Abend mit sehr gutem Preis-Leistungsverhältnis. Da hat alles gestimmt, von der Auswahl bis zum Service, vom Ambiente ganz zu schweigen. Jederzeit gerne wieder.


Grosse Elbstraße 145 B-D
22767 Hamburg
Fon: 040-380 377 30
hier online Tisch reservieren

29.8.10

Mitbringsel aus Hamburg

Wer eine Reise tut, hat bekanntlich was zu erzählen - und ich gucke natürlich immer, dass ich was Essbares mit zurückbringe. Möglichst ausgefallen, versteht sich. Beim Wochenendtrip nach Hamburg neulich wurde ich auch gleich fündig. Einmal in einer Einkaufspassage an einem kleinen, niedlichen, süßen Süßwarenstand. Denn dort gab es Chokladbollar. Schoko-Karamell-Bonbons, auch noch herzallerliebst verpackt in einer roten Fackeltüte. Die mussten natürlich mit.


Und dann ins Alsterhaus, 4te Etage, Delikatessen. Hier gibt es eine Depandance von Oschätzchen. Wer auch nur einen Hauch von Liebe zum Essen entwickelt hat, wähnt sich hier im Paradies. Egal ob süß, sauer oder salzig, hier gibt es alles, was das Herz begehrt. In meinem Falle: I [heart] Hamburg-Tee, Schwarztee mit Vanille. Riecht schon sensationell.


Und auch die Schokolade mit Sauerkirsch-Koriander-Füllung konnte ich beim besten Willen nicht ihrem Schicksal im Regal überlassen. Auch die musste mit. Kostenpunkt: 5.90 Euro.


Dicht gefolgt von der Entdeckung des Tages: Pralinencreme in der Zahnpastatube. Alu, gebürstet, unglaublich edel. Und das Tasting ergab: unglaublich lecker, wie flüssige Praline eben. Da ignorierte ich dann auch das Preisschild von 9.90 Euro - man muss sich ja auch mal was gönnen, gell?


Ein wirklich schönes Wochenende in Hamburg, und auch noch tolle Leckereien erwischt. Ziemlich perfekt, wenn ihr mich fragt. Essen waren wir dann im Au Quai - sensationell. Bilder und Bericht morgen an dieser Stelle. Dranbleiben lohnt sich also :)

27.8.10

Orangen-Risotto mit Scampi

Andreas verlangte nach Scampi. Hört, hört. Solche Gelegenheiten lasse ich mir natürlich nicht entgehen - Feste soll man ja bekanntlich auch feiern, wie sie fallen. Ich mag zu Fischigem gerne etwas fruchtig-frisches. Also Vorräte gecheckt, Rest Risotto-Reis gefunden, und die Route war klar: Orangen-Risotto mit Scampi sollte es werden. Eine gelbe Paprika flehte mich auch noch um Verwendung an, also ab dafür.


Orangen-Risotto geht einfacher, als es klingt - nämlich wie jedes andere Risotto auch. Zwiebel anschwitzen, Reis dazugeben bis er glasig ist, mit Weißwein ablöschen. Gewürfelte Paprika zugeben. Dann einfach immer abwechselnd Wein und frisch gepressten Orangensaft zugeben und solange köcheln, bis das Risotto bissfest ist. Frisch geriebenen Parmesan dazu et voilá - fertig ist das flotte Abendessen. Dauert nämlich insgesamt auch nur 30 Minuten. Perfekt.



Rezept für Orangen-Risotto mit Scampi


Zutaten

Scampi nach Belieben
Zitrone
200g Risotto-Reis
1 Zwiebel
400ml Weißwein
400ml Orangensaft
1 gelbe Paprika
40g Parmesan
Olivenöl
Salz und Pfeffer


Zubereitung
  1. Zwiebel würfeln. In Olivenöl anschwitzen.
  2. Reis zugeben und solange mitschwitzen, bis der Reis glasig ist.
  3. Mit Weißwein ablöschen.
  4. Paprika würfeln und zugeben.
  5. Abwechselnd Weißwein und Orangensaft angießen.
  6. Auf kleiner Flamme köcheln, bis der Reis gar ist. 
  7. Salzen und pfeffern.
  8. Pfanne erhitzen.
  9. Scampi säubern, säuern, salzen.
  10. Auf jeder Seite 1 Minute braten.
  11. Parmesan unters Risotto ziehen.
  12. Mittig auf dem Teller anrichten, Scampi auflegen.



Guten Appetit! Enjoy your meal! Bon Appétit!

24.8.10

Mittagessen im Schlösser Quartier Boheme

Nachdem wir ja vom Brunch im Schlösser Quartier Boheme einigermaßen begeistert waren, mussten wir das ganze doch auch mal gleich für ein Mittagessen testen. Als wir um 13h eintrafen, war ganz schön was los, aber es war nicht übervoll. Angenehm. Dezente Musik, nicht zu aufdringlich, angenehmer Klangteppich. Der Service war aufmerksam und freundlich - die gleiche nette Kellnerin wie beim Brunch im Sonntag. Konstantes Personal ist immer ein gutes Zeichen.

Es gibt eine Mittagskarte, die jeden Tag zwei Gerichte offeriert. Mittwoch ist zusätzlich Schnitzeltag - Schnitzel mit Pommes und wahlweise Jäger- oder Champignonrahmsoße für 8,50 Euro. Da konnte Andreas natürlich nicht nein sagen. Große Portion, lecker-saftiges Schnitzel, gute Soße. Passt.

Schnitzel mit Champignonrahmsoße und Pommes

Ich entschied mich für die Bavette von der Tageskarte. Offeriert mit Pute und Oliven in Kräuterrahm. Die Oliven habe ich abbestellt (sind einfach nicht mein Ding). War überhaupt kein Problem. Und ist gleichzeitig das beste Indiz dafür, dass die Gerichte wirklich frisch gemacht sind - denn Oliven rauspulen geht nicht, ohne Olivengeschmack zu hinterlassen. Dafür also Daumen hoch. Und mit rund 9 Euro war auch dieses Gericht preislich echt in Ordnung. Geschmacklich ebenfalls - Nudeln al dente, Pute schön saftig, Soße angenehm cremig ohne zu schwer zu sein.

Bavette mit Pute und Kräuterrahm

Fazit: Insgesamt ein wirklich stimmiger Mittagstisch. Preislich nicht konkurrenzlos günstig, dafür aber super Qualität. Wir werden bestimmt wieder hingehen. Und das solltet ihr auch mal tun.


Schlösser Quartier Boheme
Ratinger Straße 25
40213 Düsseldorf
Fon: 0211-15976150

20.8.10

Pfirsichkuchen Deluxe - mit Schuss

Für mein CookingCup-Probekochen hatte ich Pfirsiche gekauft, aber natürlich nur 2 von 8 tatsächlich gebraucht. Wie das immer so ist. Nun näherten sich die restlichen Pfirsiche der Vergärung. Was also damit tun? Andreas hatte sowieso Lust auf Kuchen - also nix wie ran an die Rührschüssel. Meine Mutter war wirklich keine große Bäckerin, aber ihr Apfelkuchen durfte auf keiner Familienfeier fehlen. Warum also nicht einfach die Äpfel gegen meine vollreifen Pfirsiche austauschen?


Gesagt, getan. Da ich ehrlich gesagt zu faul war um die Pfirsiche zu häuten, habe ich sie einfach gewürfelt und unter den Teig gezogen. Ergebnis: ein wunderbar saftiger, trotdem lockerer Kuchen. Lauwarm direkt aus dem Ofen himmlisch, vor allem die Pfirsichstücke! Das Besondere: ein Schuss Kirschwasser im Kuchenteig hebt den Pfirsichgeschmack nochmal um Längen. Ausprobieren, es lohnt sich, versprochen.

Der Teig ist ruckzuck zusammengerührt und unendlich variabel - ob Äpfel, Pfirsiche oder anderes Obst als Belag drauf- oder reinkommt ist ihm völlig egal. Ich denke, auch Schokotropfen würde einem der Teig nicht übel nehmen. Und auch bei mir wird ein Kuchen mal einen Tick zu dunkel - aber dagegeben hilft die Allzweckwaffe Puderzucker.


Dem Geschmack haben die zusätzlichen Röstaromen jedenfalls keinen Abbruch getan. Und wer sich richtig verwöhnen will, der serviert zum lauwarmen Kuchen noch eine Kugel Vanilleeis - zum dahinschmelzen. Im wahrsten Sinne des Wortes.



Rezept für Pfirsichkuchen Deluxe mit Schuss


Zutaten

125g Butter
185g Zucker
250g Mehl
2 Eier, getrennt
1/2 Päckchen Backpulver
125ml Milch
5 vollreife Pfirsiche
Kirschwasser nach Belieben


Zubereitung
  1. Ofen auf 180° Ober- und Unterhitze vorheizen.
  2. Springform fetten und mit Paniermehl ausstreuen.
  3. Butter schaumig rühren.
  4. Eigelbe und Zucker zugeben.
  5. Mehl und Backpulver mischen und sieben.
  6. Abwechselnd mit der Milch zugeben.
  7. Den steifgeschlagenen Eischnee unterziehen.
  8. Pfirsiche würfeln, zu guter letzt mit dem Kirschwasser zugeben und nur kurz verrühren.
  9. Teig in die Form geben und ca. 50 Minuten backen.
  10. Auf einem Rost auskühlen lassen.
  11. Vor dem Servieren mit Puderzucker bestreuen. 
  12. Für maximalen Genuß mit einer Kugel Vanilleeis pimpen.


Guten Appetit! Enjoy your meal! Bon Appétit!

18.8.10

Abendessen im Vapiano Düsseldorf

Über unseren letzten Besuch im Vapiano hatte ich an dieser Stelle ja schon berichtet. Und wir sind zu Wiederholungstätern geworden, diesmal aber mit Bildbeweis.

Salat mit Rinderfiletstreifen und Rucola-Senf-Dressing

Rinderfiletstreifen super gebraten, Dressing sehr lecker. Und mit 6 Euro durchaus günstig. Andreas wählte seine Lieblingspizza: Thunfisch und Zwiebeln. Gelegentlich ordert er auch noch Paprika, diesmal aber nicht.

Pizza mit Thunfisch und Zwiebeln

Boden dünn und knusprig, ordentlich belegt, mit 7,90 Euro nicht ganz billig, aber völlig im Rahmen. Ich bleibe dabei - für ein Quick Dinner oder einen Quick Lunch ist das Vapiano eine super Sache. Wer einen gemütlichen Abend verbringen will, ist sicher woanders besser aufgehoben. Aber die Einrichtung ist nett, der Geräuaschpegel nicht zu hoch, und das Personal wirklich nett. Wir sind bestimmt nicht zum letzten Mal da gewesen - mich locken vor allem immer die monatlichen Specials. Pasta mit grünem Spargel und Erdbeeren zum Beispiel. Lecker.


Vapiano Düsseldorf
Martin-Luther-Platz 28 (ShadowArkaden)
40212 Düsseldorf
Fon: 0211-6173366

17.8.10

Blitzkuchen für Notfälle

Manchmal muss es einfach schnell gehen. So wie in diesem Notfall. Der Lieblingskollege H. war dran mit Backen für unseren Backclub, wurde aber plötzlich krank. Am Donnerstag abend um 21.35h war dann klar, dass er nicht würde kommen können - ich also nochmal schnell in die Klamotten gesprungen, Eier und Butter kaufen geflitzt und diesen Blitzkuchen zusammengerührt. Sowas mache ich aber auch nur für den Lieblingskollegen, dass das klar ist.


Kuvertüre-Chips hatte ich ja Gott sei Dank noch en masse über von der Hochzeitstorte. Also schnell alles zusammengerührt - die Zutatenliste ist ja übersichtlich. Butter, Zucker, Eier, Mehl, Backpulver, Schoko-Chips. Fertig. Bei 175° ca. 60 Minuten backen, et voilá. Rettung naht.

Noch einen Schoko-Guss und ein paar Pistazien drauf für die Optik, und alles wird gut. Dem Lieblingskollegen H. an dieser Stelle nochmal gute Besserung - der Kuchen war ratzfatz verputzt.

Und alle, die Backnotfälle haben, oder bei denen sich abends um 21h für den nächsten Tag die Schwiegermutter ankündigt - dieses Rezept ist geling- und idiotensicher, also keine Panik.



Rezept für Blitzkuchen


Zutaten

250g Butter
200g Zucker
5 Eier
250g Mehl
1 TL Backpulver
Schokodrops nach Geschmack


Zubereitung
  1. Backofen auf 175° Ober- und Unterhitze vorheizen.
  2. Eine Springform mit Rohrboden fetten - alternativ geht auch eine Guglhupfform.
  3. Butter und Zucker in der Küchenmaschine schaumig rühren.
  4. Eier einzeln zugeben und gut unterrühren.
  5. Mehl und Backpulver mischen, sieben und esslöffelweise zugeben.
  6. Schoko-Chips zum Schluss von Hand unterziehen.
  7. Teig in die vorbereitete Form geben und auf mittlerer Schiene ca. 60 Minuten backen. Stäbchenprobe!
  8. Auf einem Rost auskühlen lassen.
  9. Wenn der Kuchen erkaltet ist, mit Schokoladenglasur überziehen und mit Pistazien oder Mandeln bestreuen.


Guten Appetit! Enjoy your meal! Bon Appétit!

16.8.10

Abendessen im Cafe de France, Düsseldorf

Zur Abwechslung haben wir die Tage mal einen abendlichen Ausflug nach Oberkassel gemacht. Der poshe Stadtteil auf der anderen Rheinseite erfreut sich ja anhaltend großer Beliebtheit, und die Dichte an Restaurants ist schon bemerkenswert. Wir blieben am Cafe de France hängen - der Laden sah einfach zu urig und gemütlich aus, um daran vorbei zu gehen.


Klassische franzözische Bistro-Einrichtung, liebevoll dekoriert, dezente klassische Musik als Klangteppich. Savoir Vivre eben. Die Karte klein und übersichtlich, aber ebenfalls liebevoll gemacht: Fischsuppe, Quiche Lorraine, Baguettes. Kleinigkeiten eben. Alles hausgemacht, nachmittags gibt es auch Kuchen. In der französischen Stimmung entschied ich mich für Quiche Lorraine, den Klassiker: herzhafter Kuchen mit Lauch, Speck und Käse. Der kam dampfend heiss an den Tisch und war wirklich sehr lecker. Das Dressing vom Salat hatte allerdings leider ein bisschen zu viel Balsamico abbekommen.

Quiche Lorraine, 5.90€

Andreas, noch gehandicapt mit verletztem Arm, entschied sich für das einhändig essbare ofenfrische Baguette mit Thunfisch. Den Salat hat er dann aber auch noch mit Messer und Gabel bezwungen. Das Baguette schön knackig und frisch, reichlich belegt mit Thunfisch, Ei, Tomaten und allem, was sonst noch so dazu gehört.

Thunfisch-Baguette, 4.90€

Lecker war auch die Rhabarberschorle mit Minze, die ich auf einer Schiefertafel über der Theke entdeckt hatte. Und mit 2,60€ auch nicht zu teuer, dafür aber herrlich erfrischend und ein Deja Vu an den Sommer.

Rhabarberschorle mit Minze

Fazit: herrlich romantischer und schnuckeliger Laden, kleine aber feine Karte. Bestimmt auch toll zum endlosen Kaffeetrinken am Nachmittag. Toll: alles kann auch mitgenommen werden - selbst die Fischsuppe wird zum Mitnehmen eingepackt, wenn man das möchte.


Cafe de France
Luegallee 7
40545 Düsseldorf
Fon: 0211-55020528

15.8.10

Brunch im Quartier Boheme Düsseldorf

Sonntags-Brunch ist für mich immer das höchste der Gefühle. Ausschlafen, fertigmachen, und dann ganz in Ruhe stundenlang am Buffet entlanghangeln und lauter leckere Sachen kosten können - perfekt.
Den Brunch Bohéme im Schlösser Quartier Boheme hatten wir schon seit längerem im Auge, diesen Sonntag hat es dann endlich mal geklappt.

Brunchzeit ist von 11h bis 15h, wir waren um 12h da. Nicht zu voll, nicht zu leer, und ein meterlanges Buffet: von Brot über Würstchen und Speck, kalte Vorspeisen, Rührei- und Waffelstation, Lachs, Crepe-Röllchen, warme Gerichte bis hin zum Dessert alles da, was das Herz begehrt. Im Preis von 19.90 Euro pro Person sind Kaffee, Tee und Säfte sogar schon inklusive - auch die stehen auf dem Buffet. Besonders cool: die wechselnde Beleuchtung der Haupttheke. Hier müssen wir auf jeden Fall abends mal hingehen - denn am Wochenende wird ab 22h aus dem Restaurant in Club, und es kann gefeiert werden. Definitiv einen Versuch wert.


Aber zurück zum eigentlichen Brunch: das selbstgebackene Brot ist eine Wucht. Sensationelle Kruste, die Krume weich und elastisch. Vollkorn-, Mischbrot, mit und ohne Körner, Baguette, Brötchen in allen Varianten. Laugenbrezeln, Croissants und süße Teilchen. Obstsalat, Vanillequark, mehrere Sorten Müsli. Selbstgemachte Marmeladen: Waldfrucht mit Vanille und Birne mit Ingwer. Beide unglaublich lecker. Rührei-Station mit frischen (!) Pfifferlingen, Schinken, Champignons, Tomaten. Waffeln mit Puderzucker und/oder heißen Kirschen. Käse, Wurst, Lachs, Steakhüfte mit Remoulade. Krautsalat, Tomate-Mozarella, Kartoffelsalat mit Frikadelle. Tartar mit Gewürzgurke. Rindersalat mit Pfifferlingen. Crepe mit Lachs, Crepe mit grünem Spargel, Wurstsalat.


Und ist nur die erste Hälfte vom Buffet. Hauptspeisen: Reis, Drillinge, Prager Schinken. Dicke Bohnen (sehr lecker!), asiatische Putenpfanne. Und als Desserts: rote Grütze mit Vanillesoße, Schoko-Mandelkuchen und Panna Cotta mit Erdbeer-Rhabarber-Grütze.


Wem da noch was fehlt, der ist selber Schuld. Den Prosecco für 4 Euro das Glas haben wir uns dann auch noch gegönnt. Wenn schon, denn schon. Aber Achtung: für danach auf jeden Fall einen Verdauungsspaziergang einplanen - sonst hat man das Gefühl, man müsste nach hause rollen.

Fazit: 100% empfehlenswert. Supernetter Service, vom Koch über den Plattenserver bis hin zur Kellnerin. Tolles Ambiente, leise Wohlfühlmusik, angenehm loungig-lässig. Und eine Wahnsinns-Auswahl.


Schlösser Quartier Boheme
Ratinger Straße 25
40213 Düsseldorf
Fon: 0211-15976150

14.8.10

Duett vom Thunfisch - gebackenes Sushi und Pfirsich-Gazpacho

Wie der ein oder andere vielleicht hier schon gelesen hat, sind Sandra und ich dieses Jahr wieder dabei beim Cooking Cup. Das Thema dieses Jahr ist "Maritime Küche" - dazu haben wir uns eine Trilogie vom Thunfisch überlegt. Eine Kaltschale mit kurzgebratenem Thunfischsteak, ein Tartar auf Kartoffelchip und gebackenes Sushi mit Soja-Majonnaise. Zwei der drei Komponenten habe ich heute zwecks Finetuning präpariert.

Pfirsich-Gazpacho mit kurzgebratenem Thunfischsteak

Die Pfirsich-Gazpacho ist schön erfrischend, bestehend aus gelber Paprika, Gurke, Pfirsich, Chili, Limette und Orange. Mit dem Chili war ich etwas zu forsch, hätte etwas weniger sein können. Durch den Klecks saure Sahne bekommt sie den letzten Pfiff. Alternativ ist noch eine Melonen-Chili-Kaltschale "in der Pipeline" - zu der tendiere ich ehrlich gesagt. Ist irgendwie noch frischer, und der Kontrast zum gebackenen Sushi gefällt mir besser. Das sieht so aus:

Gebackenes Sushi mit Soja-Majonnaise

Der Clou hieran: der Thunfisch wird in Streifen geschnitten, in Nori-Blätter eingerollt, durch Eiweiß gezogen und dann mit Panko-Mehl paniert. Panko-Mehl ist ein japanisches Paniermehl aus Weizen und Hefe, das wunderbar knusprig wird, viel interessanter als jedes deutsche Paniermehl. Gabs dummerweise auch nur im 3kg-Beutel, falls also jemand Bedarf hat, einfach Bescheid sagen

Der Thunfisch in Sashimi-Qualität, den ich in der Metro gekauft habe, war sensationell - und mit 19,90 Euro/Kilo gar nicht mal sooooo teuer. Auf jeden Fall jeden Cent wert. Die Rote-Bete-Sprossen für die Deko sehen zwar toll aus, aber mir persönlich schmecken sie nicht. Naja, egal, sind ja eh nur fürs Auge.

Die Rezepte halte ich noch unter Verschluss - wer weiss, wer von der Konkurrenz hier rumspioniert ;) Aber sobald alles vorbei ist, rücke ich sie raus, versprochen.

11.8.10

Abendessen in der Löffelbar

Momentan steht "auswärts essen" ganz oben auf unserer Aktivitäten-Liste. Gestern entschieden wir uns spontan für die Löffelbar in Düsseldorf-Derendorf. Wie der Name schon suggeriert, sind hier Suppen und Eintöpfe das, was den größten Teil der Speisekarte ausmacht. Es gibt aber auch Salate und Sandwiches, eigentlich also für jeden Geschmack was dabei. Die Suppen gibt es in "klein" und "Standard".

Ich entschied mich für Chili con Carne. Nett anzusehen mit den Nachos. Die Kresse hätte ich nicht gebraucht, aber das ist ja Geschmackssache. Lecker, portionsmäßig mehr als ausreichend und mit 5,90 Euro auch preislich völlig ok.

Chili con Carne "Standard"

Andreas entschied sich - trotz Gipsarm - für Salat. Selbst schuld. Wobei der Salat wirklich lecker war. Mit Tandoori-Hähnchen und Curry-Dip. Würzig, nicht zu scharf, zartes Fleisch. Leider ein bisschen viel Dressing. Merke: immer separat bestellen. Preis: 8,90 Euro. Ergo wirklich gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Salat mit Tandoori-Huhn und Curry-Dip

Das Personal war flott und freundlich. Sehr angenehm. Es gibt auch eine kleine Tageskarte, die auf jeden Fall einen Blick wert ist.

Fazit: gute Auswahl, leckeres Essen, faire Preise. Gehen wir bestimmt wieder hin. Und: die Diele ist gleich gegenüber :)



Löffelbar
Tußmannstr. 3
40477 Düsseldorf
Fon: 0211-4403278

9.8.10

Abendessen im SCHWAN im Stilwerk

Mein Privatleben hat mich die letzten Tage ganz schön auf Trab gehalten, daher war es hier ein bisschen ruhig. Jetzt läuft aber alles wieder in geordneten Bahnen, und wir starten durch. Mit einem Abendessen im SCHWAN im Stilwerk. Den SCHWAN gibt es auch am Burgplatz und im Medienhafen. Also quasi eine Mini-Kette. Die beiden anderen Schwäne hatten wir schonmal besucht und waren zufrieden gewesen, also musste auch die neue Location getestet werden.

Diese befindet sich im Stilwerk - bis vor kurzem war dort noch das Olives ansässig. Innen sehr schön und großzügig eingerichtet, mit Terasse draussen. Wir nahmen draussen Platz. Das Service-Personal war leider durchgängig ziemlich überfordert, schön im Wechsel mit sich selber und den digitalen Order-Geräten. Schade.

Positiv: im SCHWAN im Stilwerk kann man von 8.30h bis Küchenschluß (!) frühstücken. Auf jeden Fall merken. Jetzt aber zurück zum Abendessen. Wir orderten Himmel und Ähd und Burger. Nach 5 Minuten kam der Kellner dann zurück und meldete, Himmel und Ähd sei aus. Schon wieder schade. Aber ich bin ja flexibel. Also ein Rührei mit Tomaten geordert. Das sah dann so aus:


Nennt mich naiv, aber ICH dachte, dass die Tomaten dann IN das Rührei kommen, nicht obendrauf. Aber das Rührei an sich war lecker, wenn auch nur äußerst sparsam gesalzen. Dazu gab es je eine Scheibe Früchte- und Roggenbrot, beide superfrisch und sehr lecker. Für 4,50 Euro ein wirklich günstiges Vergnügen. Und das Mehrkornbrötchen, dass ich vorsorglich extra bestellt hatte, erwies sich als überflüssig und wurde kulanterweise auch nicht berechnet. Sehr schön.

Andreas orderte wie gesagt den Burger, hier in Nahaufnahme:


Hinter den Pommes versteckt sich übrigens ein Karotten-Sellerie-Salat. Der wollte wohl nicht fotografiert werden. Portion wirklich stattlich, Burger ordentlich, Fritten ebenfalls. Und das für 7,90 Euro.

Fazit: ordentliche Küche zu fairen Preisen. Nichts besonderes, aber völlig ok. Definitiv einen Versuch wert fürs Frühstück! Und mittags gibt es eine günstige Tageskarte - für den Businesslunch mit Sicherheit empfehlenswert.



Schwan im Stilwerk
Grabenstraße 15
40212 Düsseldorf
Fon: 0211-8628280

1.8.10

Hochzeitstorte in Vollendung

Gestern war es dann endlich soweit - mein kleiner Bruder hat geheiratet! An dieser Stelle dem Brautpaar noch einmal alles Gute. Standesamtliche Trauung, Kaffeetrinken und abendliche Feier waren wunderschön, und ich bin sicher, die beiden werden sich noch lange und gerne dran erinnern.

Um 23.30h wurde dann auch die endlich fertige Hochzeitstorte angeschnitten. Et voilá:


Schleifenband aus der Geschenkwarenabteilung, Goldspray aus dem Karnevalsbedarf, Perlenstecker aus dem Deko-Laden und echte Blumen "on top". Unter dem Fondant verbirgt sich ein unglaublich saftiger Schokoladenkuchen - die genaue Anleitung mitsamt Rezept (auch für selbstgemachten Fondant) findet ihr online bei Brigitte.

Ich habe lediglich die Größen der Böden verändert. Meine sind 30cm, 26cm und 20cm im Durchmesser. Wenn ihr auch mit 30cm-Formen backen wollt, einfach das herkömmliche 26er-Rezept mal 1,3 rechnen, dann passt die Zutatenmenge.

Abschließend kann ich nur sagen: Hochzeitstorten sind wirklich unglaublich viel Arbeit, aber machen natürlich auch unheimlich viel Spaß - vor allem, wenn sie dann feierlich vom Brautpaar zerlegt werden. Also, wer demnächst eine Hochzeit im Bekannten- oder Verwandtenkreis hat, ruhig trauen. So schwierig ist es gar nicht, man muss bloss entsprechend Zeit einplanen.