Das Wochenende war voller schöner Überraschungen. Eine davon: das Sommerfest des FUB Weinhandels auf der Immermannstraße in Düsseldorf. Sind wir nur durch Zufall drüber gestolpert, eigentlich schon auf dem Heimweg. Man muss eben auch mal Glück haben im Leben.
Man beachte besonders das Preisschild: 1 Glas 1€. Sensationell. Und das bei richtig guten Weinen, die irgendwo zwischen 12 und 139 Euro pro Flasche kosten. Der Erlös ging zudem noch komplett an den Zirkus ZipZap in Kapstadt. Wein trinken und dabei noch was Gutes tun? Da muss man mich natürlich nicht zweimal fragen. Also ran an die Gläser. Diesen kleinen Weinladen gibt es übrigens schon ewig, aber ich bin zugegebenermaßen auch immer vorbeigegangen bzw. gefahren - die Immermannstraße ist ja eher bekannt für ihren japanischen Einschlag. Ein Fehler. Denn dieses kleine Juwel ist ausserordentlich gut sortiert, und man wird freundlich und kompetent beraten. Jederzeit einen Besuch wert.
Wir tranken Grauburgunder, Chardonnay und Merlot. Leider war der Allesverloren 2009er aus (kein Witz, der heisst wirklich so, deshalb hätte ich den WIRKLICH gerne probiert). Dafür war der Devon "S" Riesling eine echte Entdeckung - spritzig, frisch, mit angenehmer weil nicht zu dominanter Säure. Gleich ne Flasche mitgenommen. Und weil ich schonmal dabei war, hab ich auch noch eine Flasche Fabelhaft Tinto mitgenommen - davon hatte Anna bei unserem letzten Treffen so geschwärmt, dass er mir seitdem nicht mehr aus dem Kopf geht. Und jetzt freue ich mich aufs Probieren - muss ich mir nur noch überlegen, was ich dazu Feines kochen will. Vorschläge?
Fegers und Berts Weinhandelsgesellschaft
Immermannstraße 11
40210 Düsseldorf
Fon: 0211-133341
geöffent: Di-Fr 10-19h, Sa 10-18h
28.6.10
27.6.10
Frühstück für 2 im Café Florian, Düsseldorf
Wie sieht für euch der perfekte Sonntag aus? Ich jedenfalls habe eine recht klare Vorstellung vom idealen Zeitvertreib: ein bisschen Sport, ein ausgiebiges Frühstück und jede Menge Sonne. Erfreulicherweise traten alle drei Kriterien heute auf. Verspricht also, ein hervorragender Wochenendausklang zu werden.
Zum Frühstücken votierte Andreas für das Café Florian auf der Nordstraße in Derendorf. Frei nach dem Motto "Keine Experimente", denn da waren wir schonmal. Und auch diesmal wurden wir nicht enttäuscht. Wir ergatterten einen Tisch draussen, halb Sonne, halb Schatten. Perfekt. Das Servicepersonal war sofort da, und wir orderten schonmal Kaffee bzw. Latte Macchiato. Der kam prompt, allerdings im Vodka-Glas. Mich stört sowas ja nicht. Wobei ich auch bekennender Vodka-Fan bin, das muss ich zugeben.
Witzig finde ich es auf jeden Fall. Wir orderten das Florian´s Frühstück, und meldeten den Wunsch an, dieses zu teilen. Super: das Service-Personal bot direkt von sich aus an, einfach ALLES zu teilen, vom Müsli bis zu den Auswahlartikeln - normalerweise muss man sich entscheiden, ob man Lachs ODER Roastbeef möchte, und Kräuterquark ODER Obstquark. Wir bekamen beides. Super. Aber: leider kam das Frühstück kleckerweise. Keine Ahnung, wie die das in der Küche machen. Blöd. Denn vom Brotkorb (der kam als Erstes) bis zum Orangensaft (der kam erst nach Erinnerung durch uns) vergingen locker 20 Minuten.
Dafür ist das Preis-/Leistungsverhältnis wirklich super: für 14,90 Euro (nicht pro Person, insgesamt!) bekommt man Orangensaft oder Sekt, Müsli mit Milch, süßen Obstquark, Rührei mit Schnittlauch, Roastbeef mit Remoulade, Lachs mit Meerrettich, Pancakes mit Honig, Marmelade, Nutella, Honig, Butter, Schinken, Käse, Mortadella, Salami, Croissant, Stuten, Vollkornbrot, und ein Mehrkornbrötchen. Puh. Ich hoffe, ich hab nichts vergessen. Es passte jedenfalls auch nicht alles auf ein Bild, geschweige denn auf einen Tisch, daher einfach zwei Bilder.
Zum Frühstücken votierte Andreas für das Café Florian auf der Nordstraße in Derendorf. Frei nach dem Motto "Keine Experimente", denn da waren wir schonmal. Und auch diesmal wurden wir nicht enttäuscht. Wir ergatterten einen Tisch draussen, halb Sonne, halb Schatten. Perfekt. Das Servicepersonal war sofort da, und wir orderten schonmal Kaffee bzw. Latte Macchiato. Der kam prompt, allerdings im Vodka-Glas. Mich stört sowas ja nicht. Wobei ich auch bekennender Vodka-Fan bin, das muss ich zugeben.
Witzig finde ich es auf jeden Fall. Wir orderten das Florian´s Frühstück, und meldeten den Wunsch an, dieses zu teilen. Super: das Service-Personal bot direkt von sich aus an, einfach ALLES zu teilen, vom Müsli bis zu den Auswahlartikeln - normalerweise muss man sich entscheiden, ob man Lachs ODER Roastbeef möchte, und Kräuterquark ODER Obstquark. Wir bekamen beides. Super. Aber: leider kam das Frühstück kleckerweise. Keine Ahnung, wie die das in der Küche machen. Blöd. Denn vom Brotkorb (der kam als Erstes) bis zum Orangensaft (der kam erst nach Erinnerung durch uns) vergingen locker 20 Minuten.
Dafür ist das Preis-/Leistungsverhältnis wirklich super: für 14,90 Euro (nicht pro Person, insgesamt!) bekommt man Orangensaft oder Sekt, Müsli mit Milch, süßen Obstquark, Rührei mit Schnittlauch, Roastbeef mit Remoulade, Lachs mit Meerrettich, Pancakes mit Honig, Marmelade, Nutella, Honig, Butter, Schinken, Käse, Mortadella, Salami, Croissant, Stuten, Vollkornbrot, und ein Mehrkornbrötchen. Puh. Ich hoffe, ich hab nichts vergessen. Es passte jedenfalls auch nicht alles auf ein Bild, geschweige denn auf einen Tisch, daher einfach zwei Bilder.
Brotkorb, Müsli (Mitte), Aufschnitt (rechts), Pancakes (vor Andreas),
Rührei (links unten), Lachs und Roastbeef (links Mitte)
Obstquark und Aufschnitt
Auch am Nebentisch reichte der Abstellplatz nicht für die Fressalien - aber das Servicepersonal weiss sich zu helfen, und holt einfach ein paar Barhocker als zusätzliche Abstellfläche. Sympathisch.
Fazit: auf jeden Fall einen Besuch wert. Sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis und große Auswahl.
Nordstraße 56
40477 Düsseldorf
Fon: 0211 498980
25.6.10
Pizza und Pasta im Vapiano, Düsseldorf
Kennt ihr das? Manchmal entspinnt sich im Bekanntenkreis um ein und das gleiche Restaurant eine mitunter hitzige Debatte, ob man da nun hingehen sollte oder nicht. Führt bei mir eigentlich immer dazu, dass ich mir das Objekt der Diskussion auf jeden Fall mal selber angucken will. So auch in diesem Fall: dem Vapiano. Eine Kette italienischer Restaurants, die eindeutig auf dem Vormarsch ist. Jedenfalls schießen die Standorte gerade wie Pilze aus dem Boden. Muss ja also eigentlich was dran sein. Oder?
Wie gesagt, im Bekanntenkreis fanden sich Befürworter genauso wie Gegner. Wir also abends mal da vorbeigeschneit. Erster Eindruck: totale Verwirrung. Kein Ansprechpartner, alle wuseln durcheinander, und nirgendwo steht, wie der Ablauf funktioniert. Der ist nämlich so: man muss ZUERST an der Kasse eine Chipkarte holen. DANN muss mich sich entweder für Pizza, Pasta oder Salat anstellen. Das Essen wird dann auf die Karte gebucht, genauso wie etwaige Getränke. Die Karte wird dann beim Verlassen des Restaurants ausgelesen, und man zahlt.
Dieses Wissen muss man sich also erstmal selber erarbeiten. Nervig. Aber gut, beim nächsten Mal wissen wir Bescheid. Das Essen überzeugt nämlich. Die Nudeln sind alle frisch gemacht. Man kann aus 8 verschiedenen Sorten wählen, die dann vor den Augen zubereitet werden. Dazu wählt man seine Sauce. Auch hier wieder Riesenauswahl, unterteilt in vier Gruppen: A, B, C und D. A kostet 5,75 Euro, B 6,75 Euro und so weiter. Pizza funktioniert nach dem gleichen Prinzip. Zur Pasta gibt es sogar noch Ciabatta - locker, frisch und lecker.
Zusätzlich zur ständigen Karte gibt es zur Zeit WM-Specials, z.B. Ravioli schwarz-rot-gold. Schwarze Ravioli, gefüllt mit mit Safran aromatisierten Ricotta, dazu rote Paprika und Safransoße. Die musste ich probieren. Gut, die Paprika hatte ein paar mehr Röstaromen abbekommen als nötig gewesen wären, aber für 6,50 Euro waren Portion und Qualität mehr als angemessen. Andreas orderte Pizza mit Thunfisch, bekam einen Pieper und konnte schonmal einen Sitzplatz suchen, während seine Pizza im Ofen vor sich hin knusperte.
Und jetzt kommen eben die Kritikpunkte: wirkliches Wohlfühl-Feeling kommt nicht auf. Es ist eben doch Self-Service. Und wenn man nicht Sachen aus der gleichen Kategorie bestellt, hat man sein Essen eben nicht gleichzeitig, sondern nacheinander. Hmpf. Suboptimal.
Fazit: für einen schnellen Lunch- oder Dinnerstop alleine oder maximal zu zweit völlig in Ordnung. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist sehr gut. Nur für einen gemütlichen Abend mit Freunden würde ich es nicht empfehlen.
Wie gesagt, im Bekanntenkreis fanden sich Befürworter genauso wie Gegner. Wir also abends mal da vorbeigeschneit. Erster Eindruck: totale Verwirrung. Kein Ansprechpartner, alle wuseln durcheinander, und nirgendwo steht, wie der Ablauf funktioniert. Der ist nämlich so: man muss ZUERST an der Kasse eine Chipkarte holen. DANN muss mich sich entweder für Pizza, Pasta oder Salat anstellen. Das Essen wird dann auf die Karte gebucht, genauso wie etwaige Getränke. Die Karte wird dann beim Verlassen des Restaurants ausgelesen, und man zahlt.
Dieses Wissen muss man sich also erstmal selber erarbeiten. Nervig. Aber gut, beim nächsten Mal wissen wir Bescheid. Das Essen überzeugt nämlich. Die Nudeln sind alle frisch gemacht. Man kann aus 8 verschiedenen Sorten wählen, die dann vor den Augen zubereitet werden. Dazu wählt man seine Sauce. Auch hier wieder Riesenauswahl, unterteilt in vier Gruppen: A, B, C und D. A kostet 5,75 Euro, B 6,75 Euro und so weiter. Pizza funktioniert nach dem gleichen Prinzip. Zur Pasta gibt es sogar noch Ciabatta - locker, frisch und lecker.
Zusätzlich zur ständigen Karte gibt es zur Zeit WM-Specials, z.B. Ravioli schwarz-rot-gold. Schwarze Ravioli, gefüllt mit mit Safran aromatisierten Ricotta, dazu rote Paprika und Safransoße. Die musste ich probieren. Gut, die Paprika hatte ein paar mehr Röstaromen abbekommen als nötig gewesen wären, aber für 6,50 Euro waren Portion und Qualität mehr als angemessen. Andreas orderte Pizza mit Thunfisch, bekam einen Pieper und konnte schonmal einen Sitzplatz suchen, während seine Pizza im Ofen vor sich hin knusperte.
Und jetzt kommen eben die Kritikpunkte: wirkliches Wohlfühl-Feeling kommt nicht auf. Es ist eben doch Self-Service. Und wenn man nicht Sachen aus der gleichen Kategorie bestellt, hat man sein Essen eben nicht gleichzeitig, sondern nacheinander. Hmpf. Suboptimal.
Fazit: für einen schnellen Lunch- oder Dinnerstop alleine oder maximal zu zweit völlig in Ordnung. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist sehr gut. Nur für einen gemütlichen Abend mit Freunden würde ich es nicht empfehlen.
23.6.10
Kalbsrücken mit Gnocchi in Gorgonzola-Rahm und Pfifferlingen
Das Dinner im Elendts war mal wieder inspirierend. Wenn man gut gegessen hat, vergeht einem ja irgendwie die Lust auf Karo einfach, wie mein Vater jetzt sagen würde. Hier also der kreative Erguß der Woche:

Der Kalbsrücken habe ich nur scharf angebraten, und danach bei 100° im Ofen sanft garziehen lassen. Ergo war er butterweich. Im Supermarkt hatten mich Pfifferlinge angelacht - und Gorgonzolarahm steht eh schon lange auf der Muss-ich-bei-nächster-Gelegenheit-mal-ausprobieren Liste. Müsste passen, dachte ich. Tat es auch. Allerdings hat mir noch eine süßliche Komponente gefehlt. Ich denke, ich werde beim nächsten Mal die Gnocchi noch um ein paar angebratenen Birnenwürfel ergänzen. Dann wäre es perfekt gewesen. So war es nur "sehr lecker". Aber das ist ja auch schon mal was, oder?
Dazu gab es einen chilenischen Merlot, Jahrgang 2009. Kräftig genug, um es mit dem Gorgonzola aufzunehmen, aber nicht zu sauer.
Rezept für Kalbsrücken mit Gnocchi in Gorgonzola-Rahm
und Pfifferlingen
Zutaten
ca. 400g Kalbsrücken
Salz und Pfeffer
Erdnussöl
250g Gnocchi
100ml Sahne
50g Gorgonzola
Zitronensaft
200g Pfifferlinge
Zubereitung
- Kalbsrücken waschen, trockentupfen, salzen und pfeffern.
- Ofen auf 100° Umluft vorheizen.
- Kalbsrücken in Erdnussöl scharf anbraten, dann auf einem Rost in den Ofen geben.
- Ca. 15 Minuten fertig garen.
- Inzwischen Wasser für die Gnocchi aufsetzen.
- Pfifferlinge putzen und zerkleinern. In Butter anbraten. Auf Küchenkrepp zwischenlagern.
- In einer Sauteuse (Topf, der nach oben weiter wird -> verhindert Überkochen!) Sahne auf mittlere Hitze setzen.
- Gorgonzola würfeln und in die Sahne geben. Aufkochen, vom Feuer nehmen.
- Gnocchi nach Packungsanleitung kochen, abgiessen.
- Pfifferlinge wieder in die Pfanne geben, fertige Gnocchi und Gorgonzola-Rahm dazugeben.
- Durchschwenken, mittig auf dem Teller anrichten.
- Kalbsrücken aufschneiden und anlegen.
Guten Appetit! Enjoy your meal! Bon Appétit!
21.6.10
Zebra-Muffins mit Apfel
Zum Wochenendausklang habe ich auf Wunsch von Andreas mal wieder den Rührbesen geschwungen. Muffins sollten es sein - die Kirschmuffins mit Streuseln waren ja der Renner. Da ich aber unveränderte Wiederholung langweilig finde, habe ich ein bisschen rumexperimentiert - mit hervorragendem Ergebnis.
Warum nennt sie die Zebra-Muffins? mag sich der Eine oder die Andere fragen. Naja, wegen schwarz-weiss natürlich. OK, gestreift sind sie nicht, aber ich bin mit der Interpretation da immer ein bisschen großzügig. Den Teig habe ich mit ungesüßtem Kakaopulver verfeinert, und um ein paar schöne grobe Apfelstücke ergänzt. Und die Streusel haben jetzt endlich, nach einigem Hin- und Herprobieren, genau die richtige Konsistenz gehabt. Goldbraun, knackig, nicht zu bröselig. Und was ich am allerbesten finde: man kriegt wirklich GENAU 12 Muffins raus. Nicht 11,5 oder 12,8. Sehr praktisch.
Rezept für Zebra-Muffins mit Apfel
Zutaten für 12 Muffins
275g Mehl
1 TL Backpulver
20g ungesüßtes Kakaopulver
125ml Milch
2 Eier
150g Butter
1 Vanillezucker
150g Zucker
1 Apfel
Zubereitung
Guten Appetit! Enjoy your meal! Bon Appétit!
Warum nennt sie die Zebra-Muffins? mag sich der Eine oder die Andere fragen. Naja, wegen schwarz-weiss natürlich. OK, gestreift sind sie nicht, aber ich bin mit der Interpretation da immer ein bisschen großzügig. Den Teig habe ich mit ungesüßtem Kakaopulver verfeinert, und um ein paar schöne grobe Apfelstücke ergänzt. Und die Streusel haben jetzt endlich, nach einigem Hin- und Herprobieren, genau die richtige Konsistenz gehabt. Goldbraun, knackig, nicht zu bröselig. Und was ich am allerbesten finde: man kriegt wirklich GENAU 12 Muffins raus. Nicht 11,5 oder 12,8. Sehr praktisch.
Rezept für Zebra-Muffins mit Apfel
Zutaten für 12 Muffins
275g Mehl
1 TL Backpulver
20g ungesüßtes Kakaopulver
125ml Milch
2 Eier
150g Butter
1 Vanillezucker
150g Zucker
1 Apfel
Zubereitung
- Ofen auf 200° Ober- und Unterhitze vorheizen.
- 180g Mehl und 20g Kakao mischen und in eine Schüssel sieben.
- 100g Zucker und Backpulver zugeben, gut mischen.
- 100g Butter schmelzen, etwas abkühlen lassen.
- Mit den Eiern und der Milch verquirlen. Zu den trockenen Zutaten geben.
- Alles mit einem Kochlöffel grob zu einem Teig verrühren.
- Apfel schälen und würfeln, unterheben.
- Mit Hilfe eines Eisportionierers in die Muffinform füllen (vorher fetten oder mit Förmchen auslegen, wenn keine Silikonform verwendet wird).
- Für die Streusel die restlichen 75g Mehl, 50g Zucker, 50g Butter und den Vanillezucker mischen und zwischen den Händen zu Streuseln verreiben.
- Gleichmäßig auf den Muffins verteilen.
- Ca. 25 Minuten backen, bis die Streusel goldbraun sind.
- Kurz abkühlen lassen, aus der Form nehmen und auf einem Rost auskühlen lassen. Oder noch lauwarm verputzen :)
Guten Appetit! Enjoy your meal! Bon Appétit!
19.6.10
Überraschungsmenü, die Zweite. Im Elendts, wo sonst?
Nach den Reinfällen der näheren Vergangenheit gibt es heute endlich mal wieder Positives zu berichten. Von meinem letzten Besuch im Elendts hatte ich euch ja bereits an dieser Stelle berichtet. Und da war ja schon klar, dass das nicht mein letzter Besuch bleiben würde. Gesagt, getan, Terminkalender gezückt und den gestrigen Abend festgezurrt. Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude. Und die wurde auch nicht enttäuscht, um das an dieser Stelle mal vorwegzunehmen.
Der Gruß aus der Küche war sommerlich leicht: Rohkost mit Dip. Bäääh, sagen jetzt die einen, und die anderen denken Wie jetzt, ich denke, das ist ein besseres Restaurant?! Nicht so vorschnell, Freunde der gepflegten Esskultur.
Denn die Gemüsesticks waren in Öl mariniert und mit schwarzemSesam Hawaii-Salz verfeinert. Und der Dip war natürlich nicht irgendein Dip, sondern eine unter anderem mit Kräuterpesto, Knoblauch und Olivenöl verfeinerte Schmandbasis. Sehr lecker. Als Aperitif hatte Julia mir per Facebook schon einen Weißwein aus der Pfalz mit Rhabarbersaft und Erdbeeren versprochen - und sie hielt Wort. Als sie mir dann aber erzählte, dass sie für den Rhabarbersaft extra morgens noch nach Meerbusch musste, weil der natürlich justamente in Düsseldorf nicht mehr zu bekommen war, beschlich mich schon dezent ein schlechtes Gewissen. Aber das wischte sie beiseite. An dieser Stelle nochmal herzlichen Dank - denn das Gebräu war wirklich saulecker. Erfrischend, nicht zu süß, aber auch nicht zu sauer, und Erdbeeren aus Gläsern angelt hat ja immer schon Spaß gemacht.
Aber weiter im (Essens-)Text. Vorspeise: ein Potpourri aus Vorspeisen und Hauptspeisen aus der Karte. Sowas liebe ich ja. Bestehend aus: Salat im Knusperkörbchen, Entenbrust mit Pfefferkirschen und Linsenterrine.
Das Salatkörbchen herrlich knackig ausgebacken. Die Ente saftig, medium, mit einer FANTASTISCHEN Kruste, das kann ich wirklich nicht anders sagen. Keine Ahnung, wie Joschik das hingekriegt hat. Hut ab. Kirschsauce mit grünen Pfefferkörnern, süß und scharf, interessante Kombination. Vorsicht mit den Pfefferkörnern, beim Draufbeissen werden die ganz schön scharf.
Ganz anders die Linsenterrine: hergestellt aus Hummerlinsen (das sind die kleinen roten), mit Serrano-Schinken-Mantel. Herzhaft durch den Schinken, tolle Konsistenz durch die Linsen. Einfach richtig lecker.
Dazu eine Chardonnay Spätlese.
Und dann kam der Hauptgang. Festhalten.
Es gab nämlich Steinbutt- und Lachsforellenfilet mit Ofen-Tortilla und Gänseleberschaum.
Hatte ich schon erwähnt, dass dieses 3-Gang-Menü nur 35 Euro pro Nase kostet? Falls nicht, wisst ihr es jetzt. Wer diese Gelegenheit nicht nutzt, ist selber schuld.
Der Fisch war auf den Punkt, die Lachsforelle mit einer sensationell knusprigen Haut. Der Gänseleberschaum leicht und fluffig, ohne zu aufdringlich zu sein. Foie Gras, wie der Franzose sagt, ist ja nicht unbedingt jedermanns Sache. Andreas guckte auch leicht irritiert, als Julia annoncierte, als dann aber die erste Gabel im Mund war, waren alle Bedenken verflogen. Die Ofen-Tortilla war gut gemacht und schmackhaft: Kartoffeln mit Zucchini und Paprika, aufgegossen mit Eimasse und gratiniert. Plus tourniertes Gemüse.
Eigentlich war ich schon satt. Aber wer lässt sich schon ein Dessert wie dieses entgehen? Nämlich Schoko-Oliven-Mousse mit Erdbeer-Minz-Salat?
Ich jedenfalls nicht. Aber das war euch bestimmt schon klar. Frische Früchte, Soßenspiegel aus Mango und Erdbeerpüree, Schokomousse. Selbiges mit Olivenöl gemacht, dadurch sehr kompakt und schokoladig. Erdbeerminzsalat mariniert mit Grappa und Erdbeerlikör, für den gewissen *hicks*.
Zum krönenden Abschluss kam dann auch noch Joschik aus der Küche, und sagte Hallo. Sehr nett. Bisschen schüchtern, man merkt, dass er sich am Herd deutlich wohler fühlt als im Gastraum. Was ich sehr charmant finde. Für den Service gibt es ja schliesslich die bezaubernde Julia.
Zur Rechnung noch ein süßes Schmankerl: selbstgemachte Pralinen und selbstgekaufte Gummibärchen. Schön, wenn man so viel Spaß an seinem Job hat und dabei auch den Humor nicht vergisst.
Fazit: ein wirklich schöner Abend. Mit leckerem Essen und gutem Wein. Unbedingt einen Besuch wert.
Für das Wein-Menü am 09.07. sind noch einige Plätze frei - also nichts wie ran und reserviert! Ich werde auch da sein und freu mich schon drauf.
Der Gruß aus der Küche war sommerlich leicht: Rohkost mit Dip. Bäääh, sagen jetzt die einen, und die anderen denken Wie jetzt, ich denke, das ist ein besseres Restaurant?! Nicht so vorschnell, Freunde der gepflegten Esskultur.
Denn die Gemüsesticks waren in Öl mariniert und mit schwarzem
Aber weiter im (Essens-)Text. Vorspeise: ein Potpourri aus Vorspeisen und Hauptspeisen aus der Karte. Sowas liebe ich ja. Bestehend aus: Salat im Knusperkörbchen, Entenbrust mit Pfefferkirschen und Linsenterrine.
Das Salatkörbchen herrlich knackig ausgebacken. Die Ente saftig, medium, mit einer FANTASTISCHEN Kruste, das kann ich wirklich nicht anders sagen. Keine Ahnung, wie Joschik das hingekriegt hat. Hut ab. Kirschsauce mit grünen Pfefferkörnern, süß und scharf, interessante Kombination. Vorsicht mit den Pfefferkörnern, beim Draufbeissen werden die ganz schön scharf.
Ganz anders die Linsenterrine: hergestellt aus Hummerlinsen (das sind die kleinen roten), mit Serrano-Schinken-Mantel. Herzhaft durch den Schinken, tolle Konsistenz durch die Linsen. Einfach richtig lecker.
Dazu eine Chardonnay Spätlese.
Und dann kam der Hauptgang. Festhalten.
Es gab nämlich Steinbutt- und Lachsforellenfilet mit Ofen-Tortilla und Gänseleberschaum.
Hatte ich schon erwähnt, dass dieses 3-Gang-Menü nur 35 Euro pro Nase kostet? Falls nicht, wisst ihr es jetzt. Wer diese Gelegenheit nicht nutzt, ist selber schuld.
Der Fisch war auf den Punkt, die Lachsforelle mit einer sensationell knusprigen Haut. Der Gänseleberschaum leicht und fluffig, ohne zu aufdringlich zu sein. Foie Gras, wie der Franzose sagt, ist ja nicht unbedingt jedermanns Sache. Andreas guckte auch leicht irritiert, als Julia annoncierte, als dann aber die erste Gabel im Mund war, waren alle Bedenken verflogen. Die Ofen-Tortilla war gut gemacht und schmackhaft: Kartoffeln mit Zucchini und Paprika, aufgegossen mit Eimasse und gratiniert. Plus tourniertes Gemüse.
Eigentlich war ich schon satt. Aber wer lässt sich schon ein Dessert wie dieses entgehen? Nämlich Schoko-Oliven-Mousse mit Erdbeer-Minz-Salat?
Ich jedenfalls nicht. Aber das war euch bestimmt schon klar. Frische Früchte, Soßenspiegel aus Mango und Erdbeerpüree, Schokomousse. Selbiges mit Olivenöl gemacht, dadurch sehr kompakt und schokoladig. Erdbeerminzsalat mariniert mit Grappa und Erdbeerlikör, für den gewissen *hicks*.
Zum krönenden Abschluss kam dann auch noch Joschik aus der Küche, und sagte Hallo. Sehr nett. Bisschen schüchtern, man merkt, dass er sich am Herd deutlich wohler fühlt als im Gastraum. Was ich sehr charmant finde. Für den Service gibt es ja schliesslich die bezaubernde Julia.
Zur Rechnung noch ein süßes Schmankerl: selbstgemachte Pralinen und selbstgekaufte Gummibärchen. Schön, wenn man so viel Spaß an seinem Job hat und dabei auch den Humor nicht vergisst.
Fazit: ein wirklich schöner Abend. Mit leckerem Essen und gutem Wein. Unbedingt einen Besuch wert.
Für das Wein-Menü am 09.07. sind noch einige Plätze frei - also nichts wie ran und reserviert! Ich werde auch da sein und freu mich schon drauf.
18.6.10
Pizza und Pasta im Ponte Vecchio, Düsseldorf
Wenn du nichts Nettes über jemand sagen kannst, sag lieber gar nichts. So habe ich das von Kindesbeinen an gelernt. Gut, ich halte mich jetzt nicht zwingend immer daran *hüstel*, aber grundsätzlich stimme ich da schon zu. Allerdings nicht, wenn es um die Wiedergabe kulinarischer Erfahrungen geht. Da nehme ich keine Rücksicht auf eventuelle Befindlichkeiten der Inhaber. Sorry, guys.
Warum erwähnt sie das jetzt?, mag sich der ein oder die andere von euch fragen. Ganz einfach. Weil mich mein Besuch im Ponte Vecchio in der Düsseldorfer Altstadt alles andere als fröhlich gestimmt hat. Und geteiltes Leid ist bekanntlich halbes Leid, und bewahrt euch eventuell vor diesem, falls ihr mit dem Gedanken gespielt habt, da essen zu gehen. Jetzt aber zu den schmutzigen Details...
Auf den ersten Blick ist der Laden nett. Vor allem aber offeriert er Pizza, was für dieses Mal das Entscheidungskriterium war - Andreas' sehnlichster Herzenswunsch in dem Moment einer Hungerattacke, und wer wollte ihm den dann abschlagen? Ich jedenfalls nicht. Wir also rein. Die beiden Kellner ignorierten uns schonmal gefliessentlich. Wie ich das liebe. Einer erbarmte sich dann, ließ uns Platz nehmen und brachte die Karten. Da hätte ich schon skeptisch werden sollen. Orange, bestehend aus vier Seiten inklusive Getränke, die Weine werden noch nichtmal namentlich erwähnt - an allen drei (!) prangt die Bezeichnung "Vino della casa". Man kann noch die Farbe des Übels wählen, aber damit endet dann auch die Entscheidungsfreiheit.
Die Speisekarte, wenn man dieses orange Ding denn so nennen will, liest sich erstmal gar nicht so schlecht. Alle Klassiker vorhanden. Da mich schon ein dummes Gefühl beschlich, orderte ich die Pasta mista alla casa. Bei drei verschiedenen Nudeln, so meine Überlegung, müsste ja wenigstens eine dabei sein, die man essen kann. Andreas bestellte seine sehnlich herbeigewünschte Pizza. Wobei hier schon anzumerken ist, dass der Service wirklich eine Zumutung war. Selten jemand so schlecht gelauntes gesehen, der dann auch noch die ganze Zeit die Zähne zusammenbeisst und sich nicht mal zum Ansatz eines Lächeln bequemen kann/will. Das macht mich im Nachhinein noch wütend. Aber weiter im Text, ich bin noch lange nicht fertig.
Nach Bestellung kamen: vier längliche, völlig versalzene und trockene Pizzabrötchen. Interessanterweise bekamen alle nachfolgenden Gäste mit Olivenöl geröstetes Landbrot - hat man bei uns also die Reste aufgebraucht? Ich lasse das jetzt einfach mal so im Raum stehen. Aber die Taktlosigkeit finde ich schon bemerkenswert. Gäste unterschiedlich zu behandeln, mag ich genauso gerne wie unfreundlichen Service. Nämlich gar nicht.
Dann kam das Essen. Festhalten, Freunde.
Andreas' Pizza war wagenradgroß, satt belegt und knusprig. Aber leider völlig gewürzlos. Schade eigentlich, denn sonst wäre sie wirklich nicht schlecht gewesen. Meine Pasta Mista übertraf hingegen selbst meine schlimmsten Erwartungen. Ich fand auf dem Teller: Engelshaar mit Spargel, Tortellini mit Spinatsauce und Penne á la Bolognese. Glaube ich zumindestens. Die Spargelfraktion war gar nicht so schlecht, allerdings viel zu pfefferig. Bäh. Die Tortellini waren mit allergrösster Wahrscheinlichkeit NICHT selbstgemacht, und ich könnte wetten, dass die Sauce mit Blubb-Rahmspinat gemacht war. Das Schlimmste waren aber die Penne mit Bolognese: Dosenerbsen und ein furchtbarer Maggi-Geschmack. Den kenne ich sonst nur von Bolo aus dem Glas, und die finde ich schon widerlich.
Fazit: geht gar nicht. Service schlecht, Essen schlecht. Da hilft auch der relativ günstige Preis nicht. Daumen runter. Mich kriegt da so schnell keiner mehr hin.
Ponte Vecchio
Wallstraße 9
40213 Düsseldorf
Warum erwähnt sie das jetzt?, mag sich der ein oder die andere von euch fragen. Ganz einfach. Weil mich mein Besuch im Ponte Vecchio in der Düsseldorfer Altstadt alles andere als fröhlich gestimmt hat. Und geteiltes Leid ist bekanntlich halbes Leid, und bewahrt euch eventuell vor diesem, falls ihr mit dem Gedanken gespielt habt, da essen zu gehen. Jetzt aber zu den schmutzigen Details...
Auf den ersten Blick ist der Laden nett. Vor allem aber offeriert er Pizza, was für dieses Mal das Entscheidungskriterium war - Andreas' sehnlichster Herzenswunsch in dem Moment einer Hungerattacke, und wer wollte ihm den dann abschlagen? Ich jedenfalls nicht. Wir also rein. Die beiden Kellner ignorierten uns schonmal gefliessentlich. Wie ich das liebe. Einer erbarmte sich dann, ließ uns Platz nehmen und brachte die Karten. Da hätte ich schon skeptisch werden sollen. Orange, bestehend aus vier Seiten inklusive Getränke, die Weine werden noch nichtmal namentlich erwähnt - an allen drei (!) prangt die Bezeichnung "Vino della casa". Man kann noch die Farbe des Übels wählen, aber damit endet dann auch die Entscheidungsfreiheit.
Die Speisekarte, wenn man dieses orange Ding denn so nennen will, liest sich erstmal gar nicht so schlecht. Alle Klassiker vorhanden. Da mich schon ein dummes Gefühl beschlich, orderte ich die Pasta mista alla casa. Bei drei verschiedenen Nudeln, so meine Überlegung, müsste ja wenigstens eine dabei sein, die man essen kann. Andreas bestellte seine sehnlich herbeigewünschte Pizza. Wobei hier schon anzumerken ist, dass der Service wirklich eine Zumutung war. Selten jemand so schlecht gelauntes gesehen, der dann auch noch die ganze Zeit die Zähne zusammenbeisst und sich nicht mal zum Ansatz eines Lächeln bequemen kann/will. Das macht mich im Nachhinein noch wütend. Aber weiter im Text, ich bin noch lange nicht fertig.
Nach Bestellung kamen: vier längliche, völlig versalzene und trockene Pizzabrötchen. Interessanterweise bekamen alle nachfolgenden Gäste mit Olivenöl geröstetes Landbrot - hat man bei uns also die Reste aufgebraucht? Ich lasse das jetzt einfach mal so im Raum stehen. Aber die Taktlosigkeit finde ich schon bemerkenswert. Gäste unterschiedlich zu behandeln, mag ich genauso gerne wie unfreundlichen Service. Nämlich gar nicht.
Dann kam das Essen. Festhalten, Freunde.
Andreas' Pizza war wagenradgroß, satt belegt und knusprig. Aber leider völlig gewürzlos. Schade eigentlich, denn sonst wäre sie wirklich nicht schlecht gewesen. Meine Pasta Mista übertraf hingegen selbst meine schlimmsten Erwartungen. Ich fand auf dem Teller: Engelshaar mit Spargel, Tortellini mit Spinatsauce und Penne á la Bolognese. Glaube ich zumindestens. Die Spargelfraktion war gar nicht so schlecht, allerdings viel zu pfefferig. Bäh. Die Tortellini waren mit allergrösster Wahrscheinlichkeit NICHT selbstgemacht, und ich könnte wetten, dass die Sauce mit Blubb-Rahmspinat gemacht war. Das Schlimmste waren aber die Penne mit Bolognese: Dosenerbsen und ein furchtbarer Maggi-Geschmack. Den kenne ich sonst nur von Bolo aus dem Glas, und die finde ich schon widerlich.
Fazit: geht gar nicht. Service schlecht, Essen schlecht. Da hilft auch der relativ günstige Preis nicht. Daumen runter. Mich kriegt da so schnell keiner mehr hin.
Ponte Vecchio
Wallstraße 9
40213 Düsseldorf
16.6.10
Business-Lunch im Casa Luigi, Düsseldorf
Ich habe ja schonmal vom Privileg, im Herzen Düsseldorfs zu arbeiten, geschrieben. Die Qual der Wahl hat aber auch Nachteile: nicht alles ist Gold, was glänzt, und man kann bei der Wahl der Mittagessen-Location auch ganz schön daneben greifen. Leider.
Dieses Mal waren Kollege A, Kollegin D und ich von einer Filmproduktion zum Essen eingeladen. Die Lokalität gibt natürlich der Einladende vor. Vorschlag: das Casa Luigi am Carlsplatz. Ich halte mich bei Läden, die ich nicht kenne, grundsätzlich raus, man will den Einladenden ja auch nicht verprellen. Und man könnte ja etwas entdecken, was wirklich gut ist. Wir also mittags dahinmarschiert.
Erster Eindruck von außen: naja. In einer Seitenstraße ab vom Carlsplatz gelegen, dürfte es hier keine Laufkundschaft geben. Denn wenn man nicht nach dem Laden sucht, findet man ihn auch nicht. Die Fenster sind mit Ahornblättern beklebt, die wohl als Sichtschutz gedacht sind. Kann man mögen, muss man aber nicht.
Das Interieur überzeugt mich auch nicht: rot geäderter Marmor und jede Menge Säulen. Gemütlich geht anders. Viel schlimmer aber: die Musik ist viel zu laut, und gespielt wurde ein wilder Mix aus arabischen (!) und spanischen (!) Songs. Bei einem Italiener. Schimpft mich altmodisch, aber ich fand das äußerst unpassend.
Aber zum wichtigsten Punkt: dem Essen. Zwischen den Klotüren (!) hängt die Urkunde mit der Auszeichung "Einer der besten Italiener Deutschlands 1999", verliehen vom Feinschmecker. Das lässt mich kurz hoffen. Beim Anblick des Rindercarpaccios von Kollege D bestätigt sich die Hoffnung kurz. Sieht gut aus. Aber dann kommen die Hauptgänge.
Dazu eins vorweg. Und gut aufgepasst, es wird haarsträubend: ich wollte die Tagliatelle mit Lotte und Spargel. Die Bedienung meinte, Lotte sei aus, ich könnte aber Lachs stattdessen haben. Da ich ja flexibel bin, stimmte ich zu. Dann kam der Teller. Tagliatelle? Korrekt. Lachs? Fehlanzeige. Spargel? Nope, nicht vorhanden. Dafür hatte ich gummiartige Lotte auf dem Teller, und sage und schreibe 5 zerkochte Kirschtomaten. Ich bin ja wirklich nicht kleinlich, aber was hat das mit dem bestellten Gericht zu tun? Genau: gar nichts.
Um des lieben Friedens willen ließ ich es so wie es war. Man ist ja eingeladen. Ein Seitenblick auf die Teller der anderen: essbar, aber auch kein Anlass zu Begeisterungsstürmen. Die Ente mit Pflaumensoße zu durch. Das Thunfischsteak mit Salat zu 16.90 Euro kommt tatsächlich nur mit Salat. Sonst nichts. Die Canneloni sind nicht überbacken, dafür aber überdimensioniert und labschig. Und um dem ganzen die Krone aufzusetzen, ist auch noch der Espresso zum Abschluss total verbrannt. Ärgerlich. SEHR ärgerlich.
Fazit: das einzige, was ich in diesem Restaurant nochmal bestellen würde, ist der Lugana, den wir getrunken haben. Der war lecker.
Casa Luigi
Hohe Straße 33/35
40213 Düsseldorf
Fon: 0211-327301
Dieses Mal waren Kollege A, Kollegin D und ich von einer Filmproduktion zum Essen eingeladen. Die Lokalität gibt natürlich der Einladende vor. Vorschlag: das Casa Luigi am Carlsplatz. Ich halte mich bei Läden, die ich nicht kenne, grundsätzlich raus, man will den Einladenden ja auch nicht verprellen. Und man könnte ja etwas entdecken, was wirklich gut ist. Wir also mittags dahinmarschiert.
Erster Eindruck von außen: naja. In einer Seitenstraße ab vom Carlsplatz gelegen, dürfte es hier keine Laufkundschaft geben. Denn wenn man nicht nach dem Laden sucht, findet man ihn auch nicht. Die Fenster sind mit Ahornblättern beklebt, die wohl als Sichtschutz gedacht sind. Kann man mögen, muss man aber nicht.
Das Interieur überzeugt mich auch nicht: rot geäderter Marmor und jede Menge Säulen. Gemütlich geht anders. Viel schlimmer aber: die Musik ist viel zu laut, und gespielt wurde ein wilder Mix aus arabischen (!) und spanischen (!) Songs. Bei einem Italiener. Schimpft mich altmodisch, aber ich fand das äußerst unpassend.
Aber zum wichtigsten Punkt: dem Essen. Zwischen den Klotüren (!) hängt die Urkunde mit der Auszeichung "Einer der besten Italiener Deutschlands 1999", verliehen vom Feinschmecker. Das lässt mich kurz hoffen. Beim Anblick des Rindercarpaccios von Kollege D bestätigt sich die Hoffnung kurz. Sieht gut aus. Aber dann kommen die Hauptgänge.
Dazu eins vorweg. Und gut aufgepasst, es wird haarsträubend: ich wollte die Tagliatelle mit Lotte und Spargel. Die Bedienung meinte, Lotte sei aus, ich könnte aber Lachs stattdessen haben. Da ich ja flexibel bin, stimmte ich zu. Dann kam der Teller. Tagliatelle? Korrekt. Lachs? Fehlanzeige. Spargel? Nope, nicht vorhanden. Dafür hatte ich gummiartige Lotte auf dem Teller, und sage und schreibe 5 zerkochte Kirschtomaten. Ich bin ja wirklich nicht kleinlich, aber was hat das mit dem bestellten Gericht zu tun? Genau: gar nichts.
Um des lieben Friedens willen ließ ich es so wie es war. Man ist ja eingeladen. Ein Seitenblick auf die Teller der anderen: essbar, aber auch kein Anlass zu Begeisterungsstürmen. Die Ente mit Pflaumensoße zu durch. Das Thunfischsteak mit Salat zu 16.90 Euro kommt tatsächlich nur mit Salat. Sonst nichts. Die Canneloni sind nicht überbacken, dafür aber überdimensioniert und labschig. Und um dem ganzen die Krone aufzusetzen, ist auch noch der Espresso zum Abschluss total verbrannt. Ärgerlich. SEHR ärgerlich.
Fazit: das einzige, was ich in diesem Restaurant nochmal bestellen würde, ist der Lugana, den wir getrunken haben. Der war lecker.
Casa Luigi
Hohe Straße 33/35
40213 Düsseldorf
Fon: 0211-327301
15.6.10
Leichte Sommer-Pasta
Sommer, Sonne, Pasta, Vino. Perfekt, oder? Finde ich auch. Nach genau so einem schnellen Gute-Laune-Essen war mir heute. Das schöne daran: es braucht nur sage und schreibe 5 (in Worten: fünf) Zutaten. Finito. Und es dauert maximal (!) 20 Minuten. Soll mir nochmal einer erzählen, er hätte keine Zeit zu kochen. Schneller geht es beim Take-Away auch nicht, vom Lieferservice ganz zu schweigen. Schmeckt aber um Längen besser!
Was braucht der geneigte Hobbykoch also? Aufgepasst und mitgeschrieben: Tomaten, Basilikum, Knoblauch, Pasta und Olivenöl. Basta. Kaum zu glauben. Aber wahr. Und die Zubereitung ist genauso einfach: Nudeln nach Packungsanweisung kochen. Tomaten entkernen und würfeln, in Olivenöl andünsten. Knoblauch würfeln und zugeben. Basilikum in Streifen schneiden, unterheben. Nudeln abgiessen, in die Pfanne werfen, schwenken. Mit geriebenem Parmesan bestreuen. Fertig. Das schafft wirklich jeder. Jede Wette.
Dazu noch ein Glas Dornfelder Spätburgunder aus 2009, und der Tagesausklang ist tutto bene. Andiamo, raggaze - nachkochen.
Was braucht der geneigte Hobbykoch also? Aufgepasst und mitgeschrieben: Tomaten, Basilikum, Knoblauch, Pasta und Olivenöl. Basta. Kaum zu glauben. Aber wahr. Und die Zubereitung ist genauso einfach: Nudeln nach Packungsanweisung kochen. Tomaten entkernen und würfeln, in Olivenöl andünsten. Knoblauch würfeln und zugeben. Basilikum in Streifen schneiden, unterheben. Nudeln abgiessen, in die Pfanne werfen, schwenken. Mit geriebenem Parmesan bestreuen. Fertig. Das schafft wirklich jeder. Jede Wette.
Dazu noch ein Glas Dornfelder Spätburgunder aus 2009, und der Tagesausklang ist tutto bene. Andiamo, raggaze - nachkochen.
14.6.10
Weinblütenfest 2010 in Kaiserswerth
Weinblütenfest in Kaiserswerth, einem der nobleren Vororte von Düsseldorf im Norden. Das gibt es jetzt schon seit einigen Jahren, und es hat sich zu einer festen Größe im Terminkalender gemausert. Anfangs noch belächelt, heute ein wirklich schönes Event. Aber langsam mit den jungen Pferden, worum geht es da überhaupt? Kurz zusammengefasst: erstklassige Köche und Winzer präsentieren tolles Essen und tolle Weine zu zivilen Preisen. Das alles "draussen auf der Straße", an Bierbänken und Stehtischen, was dem ganzen einen einzigartig lockeren Touch verleiht. Hier sitzt oder steht man, eh mans sich versieht, neben Lokalprominenz und fachsimpelt über Speisen und Getränke. Im poshen Düsseldorf ja eine eher seltene Gelegenheit, dafür aber umso wert- und reizvoller.
Dieses Mal spielte - im Gegensatz zu letztem Jahr - erfreulicherweise auch das Wetter mit. Was zu allseitigem Andrang führte, der Freude aber erstmal keinen Abbruch tat. Gleich am ersten Stand angehalten, und einen Lugana probiert. Fruchtig, vollmundig, hätte ein winziges bisschen süßer sein dürfen. Aber gut.
Danach eine erste Runde über den Kaiserswerther Marktplatz gedreht. Alles mit Rang und Namen - ausser uns Johann Lafer, weilt wohl in Südafrika - vor Ort. Alle Altersklassen, alle Küchen: von Nelson Müller, Neuentdeckung bei Markus Lanz im TV, über Jean-Claude Bourgeouil, Institut und Inhaber des Düsseldorfer Schiffchens, zu Erika Bergheim aus dem Essener NERO, einzige weibliche Sterneköchin Deutschlands, bis hin zu Peter Nöthel, dem hochdekorierten Chefkoch aus dem Hummerstübchen. Also wirklich für jeden Geschmack was dabei. Und vor allem: für kleines Geld. Siehe mein erstes Beutestück, vom La Residence:
Eine Trilogie von Schokolade mit Mangosorbet auf Erdbeersugo. Für sieben Euro. Wo ist denn das Mangosorbet?, mag sich der geneigte Leser fragen. Ja, wo wohl? Natürlich in der Schokoladenhülle, rechts im Bild. Super. Das muss ich mir unbedingt merken, den Aha-Effekt fand ich persönlich super. Das Mandelkrokant auf den Erdbeeren hätte ich nicht unbedingt gebraucht, aber dafür war der Schoko-Dreiklang toll. Konsistenz cremig, aber fest genug, dass sich die einzelnen Schichten nicht vermischen.
Dann nebenan einen Blick auf die Auslage geworfen: frische Austern und Meeresfrüchte. Erinnert mich immer an Urlaub, wenn ich solche Stände sehe. Einfach schön.
Jetzt musste aber erstmal Grundlage für die hungrigen Mäuler geschaffen werden. Quasi auf nüchternen Magen ist auch ein einzelnes Glas Wein eine relative Herausforderung. Mittlerweile hatten wir nämlich auch liebe Freunde getroffen, und es versprach ein geselliger und alkoholiger Nachmittag zu werden. In Gesellschaft trinkt es sich eben immer besser. Praktischerweise fiel unser Blick auf einen Currywurststand Deluxe, aufgestellt von einem Edel-Caterer. Na wenn das kein Wink mit dem Zaunpfahl war. Andreas und Anna orderten die Kalbsbratwurst mit Deli-Sauce.
Und offensichtlich war die ein Hit, denn Anna konnte nicht umhin, die Ration zum Mitnehmen für zuhause zu ordern. Auf viele äußerst leckere Currywürste! Ich brauche wohl nicht zu erwähnen, dass kein Fitzelchen übrig blieb. Es gab auch eine Variante mit Blattgold, aber die lief wohl nicht so gut - das poshe Düsseldorf hat sich daran wohl seit Einführung dieser Spielart im Curry auf der Moltkestraße schon sattgesehen.
Da ich ja mit Currywurst auf Kriegsfuß stehe, ließ ich den Blick noch ein bisschen weiter schweifen - und er fiel, siehe da, auf ein weiteres Dessert, dass ich mir auf gar keinen Fall entgehen lassen konnte. Na, wer will einen Tipp abgeben? Klar, die Qual der Wahl: Bachsaibling, geschmortes Ochsenbäckchen, Hummersuppe, gebratene Gänsestopfleber mit Aprikosenchutney, oder doch lieber süß?
RICHTIG! Das Dessert. Natürlich. Merkt man, dass ich eine Naschkatze bin? Wohl kaum. Aber mal ehrlich: wer kann denn bei pochiertem Schokoladenkuchen mit Tonkabohnenrahmeis allen Ernstes "Nein" sagen?! Ich jedenfalls nicht. Schon gar nicht, wenn diese Geschmacksbombe nur acht Euro kostet. Und so verführerisch daherkommt.
Könnte ich glatt schon wieder essen. Der Schokoladenkuchen unglaublich saftig und schokoladig, fast schon wie Fondant. Auf einmal hatte ich lauter Currywurst-Picker bewaffnete Finger in Tellernähe, die auf die Gelegenheit warteten, sich was abknapsen zu können. Aber ich teile ja gerne. Nur eben nicht mit Currywurst-Picker. Aber keine Sorge, die anderen durften auch probieren. Und verfielen prompt in Mmmmmh, Oooooohs und Aaaaaaahs allererster Güteklasse. Auch das Tonkabohnenrahmeis bekam Bestnoten: nicht zu stark aromatisiert, Konsistenz perfekt, zarter Schmelz. Seufz. Das Alibi-Obst hätte ich jetzt nicht gebraucht, aber hey, es beruhigt bei manchem wahrscheinlich das Gewissen. Das ich zu dem Zeitpunkt längst ausgeschaltet hatte. Denn: Life is short. Eat dessert first.
Es gab aber natürlich auch herzhafte Leckereien: von Straußensteak in Cashew-Nuss-Kruste für 15 Euro über Jakobsmuschelspiel mit grünem Thai-Curry für 10 Euro bis hin zum berühmten Bourgeouil´schen Sauerbraten mit Rotkraut und Klößen zu 16 Euro. Alles vor den Augen der Gäste direkt draussen am Stand zubereitet. Sensationell. Hier Nougat von der Gänseleberpastete mit Brioche und Portweinreduktion.
Alleine das Brioche finde ich schon toll: da macht sich jemand die Mühe und fabriziert ein Mini-Brioche in der traditionellen Form mit Öhrchen links und rechts, der Teig unglaublich saftig, einfach eine perfekte Variante des Originals. Und kombiniert so passend mit so feinen Schweinereien. Bon Appétit. Die Franzosen sind schon Lebenskünstler.
Beim abschliessenden Bummel über den Kaiserswerther Markt konnte ich dann noch am Marmeladen-Stand diese kleinen, süßen Früchtchen für je einen Euro ergattern:
Selbstgemachte Konfiture bzw. Marmelade in den Geschmacksrichtungen Espresso-Kirsche mit Zartbitterschokolade, Apfel mit Caramel und Brombeeren mit Rosmarin. Gott, was freu ich mich schon aufs nächste Frühstück...
Dieses Mal spielte - im Gegensatz zu letztem Jahr - erfreulicherweise auch das Wetter mit. Was zu allseitigem Andrang führte, der Freude aber erstmal keinen Abbruch tat. Gleich am ersten Stand angehalten, und einen Lugana probiert. Fruchtig, vollmundig, hätte ein winziges bisschen süßer sein dürfen. Aber gut.
Danach eine erste Runde über den Kaiserswerther Marktplatz gedreht. Alles mit Rang und Namen - ausser uns Johann Lafer, weilt wohl in Südafrika - vor Ort. Alle Altersklassen, alle Küchen: von Nelson Müller, Neuentdeckung bei Markus Lanz im TV, über Jean-Claude Bourgeouil, Institut und Inhaber des Düsseldorfer Schiffchens, zu Erika Bergheim aus dem Essener NERO, einzige weibliche Sterneköchin Deutschlands, bis hin zu Peter Nöthel, dem hochdekorierten Chefkoch aus dem Hummerstübchen. Also wirklich für jeden Geschmack was dabei. Und vor allem: für kleines Geld. Siehe mein erstes Beutestück, vom La Residence:
Eine Trilogie von Schokolade mit Mangosorbet auf Erdbeersugo. Für sieben Euro. Wo ist denn das Mangosorbet?, mag sich der geneigte Leser fragen. Ja, wo wohl? Natürlich in der Schokoladenhülle, rechts im Bild. Super. Das muss ich mir unbedingt merken, den Aha-Effekt fand ich persönlich super. Das Mandelkrokant auf den Erdbeeren hätte ich nicht unbedingt gebraucht, aber dafür war der Schoko-Dreiklang toll. Konsistenz cremig, aber fest genug, dass sich die einzelnen Schichten nicht vermischen.
Dann nebenan einen Blick auf die Auslage geworfen: frische Austern und Meeresfrüchte. Erinnert mich immer an Urlaub, wenn ich solche Stände sehe. Einfach schön.
Jetzt musste aber erstmal Grundlage für die hungrigen Mäuler geschaffen werden. Quasi auf nüchternen Magen ist auch ein einzelnes Glas Wein eine relative Herausforderung. Mittlerweile hatten wir nämlich auch liebe Freunde getroffen, und es versprach ein geselliger und alkoholiger Nachmittag zu werden. In Gesellschaft trinkt es sich eben immer besser. Praktischerweise fiel unser Blick auf einen Currywurststand Deluxe, aufgestellt von einem Edel-Caterer. Na wenn das kein Wink mit dem Zaunpfahl war. Andreas und Anna orderten die Kalbsbratwurst mit Deli-Sauce.
Und offensichtlich war die ein Hit, denn Anna konnte nicht umhin, die Ration zum Mitnehmen für zuhause zu ordern. Auf viele äußerst leckere Currywürste! Ich brauche wohl nicht zu erwähnen, dass kein Fitzelchen übrig blieb. Es gab auch eine Variante mit Blattgold, aber die lief wohl nicht so gut - das poshe Düsseldorf hat sich daran wohl seit Einführung dieser Spielart im Curry auf der Moltkestraße schon sattgesehen.
Da ich ja mit Currywurst auf Kriegsfuß stehe, ließ ich den Blick noch ein bisschen weiter schweifen - und er fiel, siehe da, auf ein weiteres Dessert, dass ich mir auf gar keinen Fall entgehen lassen konnte. Na, wer will einen Tipp abgeben? Klar, die Qual der Wahl: Bachsaibling, geschmortes Ochsenbäckchen, Hummersuppe, gebratene Gänsestopfleber mit Aprikosenchutney, oder doch lieber süß?
RICHTIG! Das Dessert. Natürlich. Merkt man, dass ich eine Naschkatze bin? Wohl kaum. Aber mal ehrlich: wer kann denn bei pochiertem Schokoladenkuchen mit Tonkabohnenrahmeis allen Ernstes "Nein" sagen?! Ich jedenfalls nicht. Schon gar nicht, wenn diese Geschmacksbombe nur acht Euro kostet. Und so verführerisch daherkommt.
Könnte ich glatt schon wieder essen. Der Schokoladenkuchen unglaublich saftig und schokoladig, fast schon wie Fondant. Auf einmal hatte ich lauter Currywurst-Picker bewaffnete Finger in Tellernähe, die auf die Gelegenheit warteten, sich was abknapsen zu können. Aber ich teile ja gerne. Nur eben nicht mit Currywurst-Picker. Aber keine Sorge, die anderen durften auch probieren. Und verfielen prompt in Mmmmmh, Oooooohs und Aaaaaaahs allererster Güteklasse. Auch das Tonkabohnenrahmeis bekam Bestnoten: nicht zu stark aromatisiert, Konsistenz perfekt, zarter Schmelz. Seufz. Das Alibi-Obst hätte ich jetzt nicht gebraucht, aber hey, es beruhigt bei manchem wahrscheinlich das Gewissen. Das ich zu dem Zeitpunkt längst ausgeschaltet hatte. Denn: Life is short. Eat dessert first.
Es gab aber natürlich auch herzhafte Leckereien: von Straußensteak in Cashew-Nuss-Kruste für 15 Euro über Jakobsmuschelspiel mit grünem Thai-Curry für 10 Euro bis hin zum berühmten Bourgeouil´schen Sauerbraten mit Rotkraut und Klößen zu 16 Euro. Alles vor den Augen der Gäste direkt draussen am Stand zubereitet. Sensationell. Hier Nougat von der Gänseleberpastete mit Brioche und Portweinreduktion.
Alleine das Brioche finde ich schon toll: da macht sich jemand die Mühe und fabriziert ein Mini-Brioche in der traditionellen Form mit Öhrchen links und rechts, der Teig unglaublich saftig, einfach eine perfekte Variante des Originals. Und kombiniert so passend mit so feinen Schweinereien. Bon Appétit. Die Franzosen sind schon Lebenskünstler.
Beim abschliessenden Bummel über den Kaiserswerther Markt konnte ich dann noch am Marmeladen-Stand diese kleinen, süßen Früchtchen für je einen Euro ergattern:
Selbstgemachte Konfiture bzw. Marmelade in den Geschmacksrichtungen Espresso-Kirsche mit Zartbitterschokolade, Apfel mit Caramel und Brombeeren mit Rosmarin. Gott, was freu ich mich schon aufs nächste Frühstück...
13.6.10
Rhabarber und Sekt. Eine Liebesgeschichte.
Was so schmalzig klingt, ist tatsächlich eine wirklich fabelhafte Liaison. Die gemeine Rhabarberschorle dürfte ja mittlerweile jedem bekannt sein, da sie in jede halbwegs szenige Gastronomie eingezogen ist. Nicht falsch verstehen, ich mag Rhabarber-Schorle, ich mag nur immer den Hype nicht, der eine Saison lang um ein bestimmtes Getränk gemacht wird. Aber zurück zu unserer eigentlichen Liebesgeschichte.
Die handelt von zwei, die sich trafen, und einfach wunderbar zu einander passten. Sie: zuckersüß, aber auch ein bisschen herb, kräftig in der Farbe. Er: noble Blässe, astreine Herkunft, ein bisschen zu trocken. Ergibt: eine spritzige Verbindung aus trockenem Sekt und süßem, selbstgemachtem Rhabarbersirup. Köstlich.
Der Sekt war ein Geschenk, bzw. das Pfand aus einer Wette. Und der Verlierer hat sich offensichtlich nicht lumpen lassen. An dieser Stelle nochmal herzlichen Dank : ) Denn einen Brut D'Argent Blanc de Blancs Chardonnay 2008, Methode Traditionelle, kauft man sich ja nicht alle Tage. Allerdings muss ich zu meiner Schande gestehen, dass selbst mir das Schätzchen ein bisschen zu trocken war. Aber frau ist ja erfinderisch.
Den Rhabarbersirup (ganz rechts im Schraubglas) hatte ich vor ner Weile selber gekocht: einfach Rhabarberschalen mit Zucker und einem Spritzer Zitrone aufsetzen, zum Kochen bringen und ein bisschen reduzieren lassen. Dann abseihen, das Ergebnis wieder aufkochen und so lange reduzieren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Abfüllen, im Kühlschrank lagern, hält ewig. Und versüßt alles, was sonst zu herb oder zu sauer geworden ist. Also, warum nicht auch damit den Sekt ein bisschen aufrüschen? Sieht nämlich auch noch wirklich gut aus, mal abgesehen davon, dass es auch gleich um Längen besser geschmeckt hat. Probiert´s aus, es wird euch gefallen.
Die handelt von zwei, die sich trafen, und einfach wunderbar zu einander passten. Sie: zuckersüß, aber auch ein bisschen herb, kräftig in der Farbe. Er: noble Blässe, astreine Herkunft, ein bisschen zu trocken. Ergibt: eine spritzige Verbindung aus trockenem Sekt und süßem, selbstgemachtem Rhabarbersirup. Köstlich.
Der Sekt war ein Geschenk, bzw. das Pfand aus einer Wette. Und der Verlierer hat sich offensichtlich nicht lumpen lassen. An dieser Stelle nochmal herzlichen Dank : ) Denn einen Brut D'Argent Blanc de Blancs Chardonnay 2008, Methode Traditionelle, kauft man sich ja nicht alle Tage. Allerdings muss ich zu meiner Schande gestehen, dass selbst mir das Schätzchen ein bisschen zu trocken war. Aber frau ist ja erfinderisch.
Den Rhabarbersirup (ganz rechts im Schraubglas) hatte ich vor ner Weile selber gekocht: einfach Rhabarberschalen mit Zucker und einem Spritzer Zitrone aufsetzen, zum Kochen bringen und ein bisschen reduzieren lassen. Dann abseihen, das Ergebnis wieder aufkochen und so lange reduzieren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Abfüllen, im Kühlschrank lagern, hält ewig. Und versüßt alles, was sonst zu herb oder zu sauer geworden ist. Also, warum nicht auch damit den Sekt ein bisschen aufrüschen? Sieht nämlich auch noch wirklich gut aus, mal abgesehen davon, dass es auch gleich um Längen besser geschmeckt hat. Probiert´s aus, es wird euch gefallen.
12.6.10
Vormerken: Wein-Menü im Elendts am 9. Juli
Freunde des guten Geschmacks aufgepasst. Am 9.Juli gibt es ein Special im Elendts, einem kleinen, feinen Restaurant in Pempelfort (Nähe Nordstraße). Julia und Joschik haben sich mit dem Weingut Klosterhof aus der Pfalz zusammengetan, und ein tolles Menü zusammengestellt.
Der Clou: zu den Gerichten wird nicht nur der jeweils passende Wein vom Klosterhof serviert, nein, der entsprechende Wein hat auch bei der Zubereitung seine Bestimmung gefunden. Und der Weingut-Besitzer, Stephan Schwedhelm, wird am Abend ebenfalls anwesend sein und alle Fragen zu den Weinen beantworten.
Also, rot im Kalender anstreichen und am besten gleich ein Plätzchen reservieren - denn die selbigen stehen nur begrenzt zur Verfügung.
Der Clou: zu den Gerichten wird nicht nur der jeweils passende Wein vom Klosterhof serviert, nein, der entsprechende Wein hat auch bei der Zubereitung seine Bestimmung gefunden. Und der Weingut-Besitzer, Stephan Schwedhelm, wird am Abend ebenfalls anwesend sein und alle Fragen zu den Weinen beantworten.
Also, rot im Kalender anstreichen und am besten gleich ein Plätzchen reservieren - denn die selbigen stehen nur begrenzt zur Verfügung.
11.6.10
Zimmer No. 01, Runde 2: Rotwein und Geburtstag
Vom Zimmer No. 01 hatte ich euch ja bereits berichtet. Und auch vom Vorsatz, da bald mal wieder hinzugehen. Gesagt, getan. Mirakulöserweise fanden eine lange nicht mehr gesehene Freundin und ich auf Anhieb (!) einen gemeinsamen Termin - wir sind so busy, wir machen auch privat Termine - und zack, war die Sache geritzt. Ich liebe so spontane Verabredungen, da beschleicht einen nicht die "eigentlich habe ich ausgerechnet heute überhaupt gar keine Lust"-Stimmung.
Wir uns also um 19h im Zimmer No. 01 getroffen. Da rückte gerade schon eine Geburtstagsgesellschaft an. Die Geburtstagstafel toll dekoriert, mit Fächern in verschiedenen Farben als Tischkärtchen, jeder mit dem individuellen Namen der jeweiligen Gästin (die Geburtstagsparty bestand ausschliesslich aus Frauen über 40) beschriftet. Damit war der Innenraum quasi voll, aber wir wollten ja sowieso draussen sitzen.
Platz genommen, Karte studiert. Annett war für die Party-People zuständig, unser Zimmermädchen war deutlich jünger und weniger routiniert, aber trotzdem nett und sehr bemüht. Wir orderten Weißwein: einen Plume und einen W.E.I.S.S., beides wurde uns erstmal im Probiergläschen verabreicht. Sehr professionell, sehr angenehm.
Alsdann nahm das Zimmermädchen drei Anläufe, unsere Essensbestellung aufzunehmen, aber wir hatten uns schon festgequatscht und schafften es ergo nicht, einen Blick in die Karte zu werfen. Typisch Weiber, denkt jetzt der ein oder andere. Ja genau, kenn ich denken die Mädels. Hey, wir hatten schnell festgestellt, dass wir uns tatsächlich schon 4 (!) Jahre nicht mehr gesehen haben. Da gibt es eben eine Menge zu erzählen.
Wir haben es aber doch vor Feierabend noch geschafft, was zu essen zu ordern: Annabelle den Wintersalat mit gratiniertem Ziegenkäse und Honig-Senf-Dressing, ich ein warmes Panino mit Tomate, Mozza und Basilikumpesto. Beides lecker. Der Ziegenkäse bei Anna kam wider Erwarten nicht auf einer Scheibe Brot, sondern in einem kleinen gußeisernen Pfännchen, Scheibe Brot nebenan. Fein.
Mein Panino war warm, gut belegt, das Pesto allerdings ein bisschen sehr würzig. Da war wohl jemand verliebt. Dafür gabs aber noch einen Salat, und der Wein tat sein übriges. Also alles tutti.
Dann erinnerte ich mich Annetts Empfehlung von letztem Besuch, und orderte den vielgerühmten Evohé. Und siehe da, es kam ein wunderbares rotes Tröpfchen. Ideal zu trinken, aber beim Aufstehen setzt es dann was. Sehr vollmundig, sanft, lecker. Ein toller Tip.
Insgesamt trotz der Geburtstagsgesellschaft (die natürlich einen Großteil der Aufmerksamkeit in Anspruch nahm, schliesslich schmeissen zwei die Küche, zwei den Service und einer die Bar) ein sehr netter Abend. Und der Evohé ist wirklich einen Versuch wert.
P.S. Anna konnte der gemischten Tüte auch nicht widerstehen. Gott sei Dank, ich dachte schon, ich hätte einen Spleen.
Wir uns also um 19h im Zimmer No. 01 getroffen. Da rückte gerade schon eine Geburtstagsgesellschaft an. Die Geburtstagstafel toll dekoriert, mit Fächern in verschiedenen Farben als Tischkärtchen, jeder mit dem individuellen Namen der jeweiligen Gästin (die Geburtstagsparty bestand ausschliesslich aus Frauen über 40) beschriftet. Damit war der Innenraum quasi voll, aber wir wollten ja sowieso draussen sitzen.
Platz genommen, Karte studiert. Annett war für die Party-People zuständig, unser Zimmermädchen war deutlich jünger und weniger routiniert, aber trotzdem nett und sehr bemüht. Wir orderten Weißwein: einen Plume und einen W.E.I.S.S., beides wurde uns erstmal im Probiergläschen verabreicht. Sehr professionell, sehr angenehm.
Alsdann nahm das Zimmermädchen drei Anläufe, unsere Essensbestellung aufzunehmen, aber wir hatten uns schon festgequatscht und schafften es ergo nicht, einen Blick in die Karte zu werfen. Typisch Weiber, denkt jetzt der ein oder andere. Ja genau, kenn ich denken die Mädels. Hey, wir hatten schnell festgestellt, dass wir uns tatsächlich schon 4 (!) Jahre nicht mehr gesehen haben. Da gibt es eben eine Menge zu erzählen.
Wir haben es aber doch vor Feierabend noch geschafft, was zu essen zu ordern: Annabelle den Wintersalat mit gratiniertem Ziegenkäse und Honig-Senf-Dressing, ich ein warmes Panino mit Tomate, Mozza und Basilikumpesto. Beides lecker. Der Ziegenkäse bei Anna kam wider Erwarten nicht auf einer Scheibe Brot, sondern in einem kleinen gußeisernen Pfännchen, Scheibe Brot nebenan. Fein.
Mein Panino war warm, gut belegt, das Pesto allerdings ein bisschen sehr würzig. Da war wohl jemand verliebt. Dafür gabs aber noch einen Salat, und der Wein tat sein übriges. Also alles tutti.
Dann erinnerte ich mich Annetts Empfehlung von letztem Besuch, und orderte den vielgerühmten Evohé. Und siehe da, es kam ein wunderbares rotes Tröpfchen. Ideal zu trinken, aber beim Aufstehen setzt es dann was. Sehr vollmundig, sanft, lecker. Ein toller Tip.
Insgesamt trotz der Geburtstagsgesellschaft (die natürlich einen Großteil der Aufmerksamkeit in Anspruch nahm, schliesslich schmeissen zwei die Küche, zwei den Service und einer die Bar) ein sehr netter Abend. Und der Evohé ist wirklich einen Versuch wert.
P.S. Anna konnte der gemischten Tüte auch nicht widerstehen. Gott sei Dank, ich dachte schon, ich hätte einen Spleen.
9.6.10
Business-Lunch im Baan Thai, Düsseldorf
Ich bin privilegiert: ich arbeite am Rheinufer. Nur einen Steinwurf entfernt von der Düsseldorfer Altstadt. Umgeben von mehr oder weniger netten Möglichkeiten, die Mittagspause zu verbringen. In der Regel reicht es nur für ein belegtes Brötchen oder ähnliches, aber gelegentlich ergibt sich eben auch die Gelegenheit, mit Kunden oder Geschäftsführern einen Happen essen zu gehen. Dann ist immer die große Frage: wohin? Denn wer die Wahl hat, hat die Qual.
Für dieses Mal hatte ich mir das Baan Thai ausgeguckt. Einen Klassiker. Gibt es seit 1976, also schon eine halbe Ewigkeit. Von außen eher unscheinbar, innen aber größer und schöner, als es das Äußere vermuten ließe. Eingerichtet im klassisch-kitschigen Thai-Stil, den ich persönlich sehr mag. Leider ist das Innere sehr dunkel, was auch an den nicht vorhandenen Fenstern liegen könnte. Für einen romatischen Abend also eher geeignet als für einen Lunch.
Es gibt zwei Arten von Tischen: die normalen für die Langnasen (so die thailändische Bezeichnung für uns Europäer), und die traditionell thailändischen zum Hinknien. Aber auch hier hat man an die Langnasen gedacht - unter den Tischen sind Versenkungen, so dass man seine Beine doch reinstecken kann, falls es einem kniend zu unbequem wird.
Die Speisekarte offeriert alles, und das in jeder erdenklichen Kombination. Das führt leider Gottes dazu, dass man sich eigentlich erstmal 3 Stunden mit dem Studium der Karte befassen müsste. Also nichts für Unentschlossene. Ich entschied mich für Pad Thai, dass ich im letzten Thailand-Urlaub lieben gelernt habe. Weiße Nudeln mit Schweinehack und Shrimps, fein gewürzt mit Fischsauce, frittiertem Knoblauch und einer ellenlangen weiteren Liste von Ingredenzien. Leider in Europa (aufgrund der ellenlangen Liste von Ingredenzien) nur sehr schwer zu bekommen. Meistens kriegt man irgendeine europäische Version, die meilenweit hinter dem Original hinterherhinkt. Das war hier erfreulicherweise nicht der Fall, im Gegenteil. Meine Begleitung nahm das Grüne Curry mit Rind. Beides kam zügig, und in klassischem Thai-Geschirr: grünem Ton. Wirklich authentisch und sehr lecker. So wie ich es aus dem Urlaub in Erinnerung hatte.
Was man von der Bedienung leider nicht behaupten konnte. Lieblos trifft es wohl am besten. Hier besteht auf jeden Fall Optimierungsbedarf. Paradox, gilt Thailand doch als "Land des Lächelns" und ist insbesondere für seine Gastfreundschaft bekannt. Schade, denn wie gesagt - das Essen war authentisch und damit wirklich gut.
Baan Thai
Berger Straße 28
40213 Düsseldorf
Fon: 0211-32 63 63
Für dieses Mal hatte ich mir das Baan Thai ausgeguckt. Einen Klassiker. Gibt es seit 1976, also schon eine halbe Ewigkeit. Von außen eher unscheinbar, innen aber größer und schöner, als es das Äußere vermuten ließe. Eingerichtet im klassisch-kitschigen Thai-Stil, den ich persönlich sehr mag. Leider ist das Innere sehr dunkel, was auch an den nicht vorhandenen Fenstern liegen könnte. Für einen romatischen Abend also eher geeignet als für einen Lunch.
Es gibt zwei Arten von Tischen: die normalen für die Langnasen (so die thailändische Bezeichnung für uns Europäer), und die traditionell thailändischen zum Hinknien. Aber auch hier hat man an die Langnasen gedacht - unter den Tischen sind Versenkungen, so dass man seine Beine doch reinstecken kann, falls es einem kniend zu unbequem wird.
Die Speisekarte offeriert alles, und das in jeder erdenklichen Kombination. Das führt leider Gottes dazu, dass man sich eigentlich erstmal 3 Stunden mit dem Studium der Karte befassen müsste. Also nichts für Unentschlossene. Ich entschied mich für Pad Thai, dass ich im letzten Thailand-Urlaub lieben gelernt habe. Weiße Nudeln mit Schweinehack und Shrimps, fein gewürzt mit Fischsauce, frittiertem Knoblauch und einer ellenlangen weiteren Liste von Ingredenzien. Leider in Europa (aufgrund der ellenlangen Liste von Ingredenzien) nur sehr schwer zu bekommen. Meistens kriegt man irgendeine europäische Version, die meilenweit hinter dem Original hinterherhinkt. Das war hier erfreulicherweise nicht der Fall, im Gegenteil. Meine Begleitung nahm das Grüne Curry mit Rind. Beides kam zügig, und in klassischem Thai-Geschirr: grünem Ton. Wirklich authentisch und sehr lecker. So wie ich es aus dem Urlaub in Erinnerung hatte.
Was man von der Bedienung leider nicht behaupten konnte. Lieblos trifft es wohl am besten. Hier besteht auf jeden Fall Optimierungsbedarf. Paradox, gilt Thailand doch als "Land des Lächelns" und ist insbesondere für seine Gastfreundschaft bekannt. Schade, denn wie gesagt - das Essen war authentisch und damit wirklich gut.
Baan Thai
Berger Straße 28
40213 Düsseldorf
Fon: 0211-32 63 63
8.6.10
Lektionen in Demut, Teil 1 - Quiche mit grünem Spargel, Ziegenkäse und Himbeeren
Jedesmal, wenn ich gerade einen akuten Anflug von Größenwahn erleide und denke: "Yes. Ich kanns. Ich bin die Königin der Küche. Ich schaff das alles mit Links, aus dem Eff-Eff!" gibt es SOFORT einen ordentlichen Dämpfer. Gott sei Dank, denkt der Lebensgefährte. Sonst dreht sie ja noch völlig durch. Und er hat Recht.
Hier der Stein des Anstoßes: mein letztes Late-Night-Experiment. Eine Quiche mit grünem Spargel, Ziegenkäse und Himbeeren.
Was will sie denn? höre ich den ein oder anderen fragen. Sieht doch super aus?! Tatsache. Und schmecken tut sie auch. Sensationell sogar. Wenn man sie denn aus der Form bekommt. Denn ich habe gleich mehrere folgenschwere Formfehler gemacht.
Nummer 1: nicht ans Rezept gehalten. Pah, wer braucht denn schon Rezepte? Die sind doch was für Anfänger. Dachte ich. Pustekuchen. Wenn das Rezept sagt 250g Mehl auf 100g Butter, dann sollte man das auch machen. Ich hab nur 200g Mehl genommen. Passt schon. Das war aber ehrlich gesagt das kleinere Problem, denn interessanterweise begann hier meine Rezepthörigkeit, und ich gab meine Erfahrung an der Garderobe ab.
Nummer 2: ans Rezept gehalten. Muss man den Teig beim Vorbacken nicht eigentlich einstechen? Ich hätte es wissen müssen. Aber im Rezept stand nichts von Einstechen. Ich hab mich noch gewundert, aber gutmütig die Form einfach so in den Ofen geschoben. Und siehe da - der Boden warf zwei wunderschöne, RIESIGE Blasen. Suboptimal, wenn man flüssige Füllung auf dem Boden verteilen will. Womit wir auch schon beim nächsten Fehler wären.
Nummer 3: keinen anständigen Rand geformt. Warum auch, passt schon. Woraufhin sich die flüssige Füllung natürlich nicht nur AUF dem Boden, sondern auch überall sonst verteilte. Was ich aber schon resignierend befürchtet hatte und widerspruchslos zur Kenntnis nahm. Also ab damit in den Ofen und gehofft, das sich irgendwie alles zum Guten wendet.
Was es dann ja auch tatsächlich - wider Erwarten - tat. Denn wenn man erstmal ein Stück aus der Form gehievt hat, dann schmeckt es warm wie kalt hervorragend. Die Frische vom grünen Spargel, das Würzige vom Ziegenkäse, die Süße der Himbeeren, gepaart mit der leichten Basilikumnote - das ist schon was Feines.
Und die Moral von der Geschicht? Vor dem Kochen oder Backen: Hirn einschalten. Soll helfen.
Rezept für Quiche mit grünem Spargel, Ziegenkäse und Himbeeren
Zutaten
250g Mehl
100g Butter
1 Ei
Prise Salz
2 handvoll Basilikum-Blätter, frisch
400g grüner Spargel
handvoll Himbeeren
50g Ziegenkäse
120ml Milch
3 Eier
60g Saure Sahne
Salz und Pfeffer
Zubereitung
Guten Appetit! Enjoy your meal! Bon Appétit!
Hier der Stein des Anstoßes: mein letztes Late-Night-Experiment. Eine Quiche mit grünem Spargel, Ziegenkäse und Himbeeren.
Was will sie denn? höre ich den ein oder anderen fragen. Sieht doch super aus?! Tatsache. Und schmecken tut sie auch. Sensationell sogar. Wenn man sie denn aus der Form bekommt. Denn ich habe gleich mehrere folgenschwere Formfehler gemacht.
Nummer 1: nicht ans Rezept gehalten. Pah, wer braucht denn schon Rezepte? Die sind doch was für Anfänger. Dachte ich. Pustekuchen. Wenn das Rezept sagt 250g Mehl auf 100g Butter, dann sollte man das auch machen. Ich hab nur 200g Mehl genommen. Passt schon. Das war aber ehrlich gesagt das kleinere Problem, denn interessanterweise begann hier meine Rezepthörigkeit, und ich gab meine Erfahrung an der Garderobe ab.
Nummer 2: ans Rezept gehalten. Muss man den Teig beim Vorbacken nicht eigentlich einstechen? Ich hätte es wissen müssen. Aber im Rezept stand nichts von Einstechen. Ich hab mich noch gewundert, aber gutmütig die Form einfach so in den Ofen geschoben. Und siehe da - der Boden warf zwei wunderschöne, RIESIGE Blasen. Suboptimal, wenn man flüssige Füllung auf dem Boden verteilen will. Womit wir auch schon beim nächsten Fehler wären.
Nummer 3: keinen anständigen Rand geformt. Warum auch, passt schon. Woraufhin sich die flüssige Füllung natürlich nicht nur AUF dem Boden, sondern auch überall sonst verteilte. Was ich aber schon resignierend befürchtet hatte und widerspruchslos zur Kenntnis nahm. Also ab damit in den Ofen und gehofft, das sich irgendwie alles zum Guten wendet.
Was es dann ja auch tatsächlich - wider Erwarten - tat. Denn wenn man erstmal ein Stück aus der Form gehievt hat, dann schmeckt es warm wie kalt hervorragend. Die Frische vom grünen Spargel, das Würzige vom Ziegenkäse, die Süße der Himbeeren, gepaart mit der leichten Basilikumnote - das ist schon was Feines.
Und die Moral von der Geschicht? Vor dem Kochen oder Backen: Hirn einschalten. Soll helfen.
Rezept für Quiche mit grünem Spargel, Ziegenkäse und Himbeeren
Zutaten
250g Mehl
100g Butter
1 Ei
Prise Salz
2 handvoll Basilikum-Blätter, frisch
400g grüner Spargel
handvoll Himbeeren
50g Ziegenkäse
120ml Milch
3 Eier
60g Saure Sahne
Salz und Pfeffer
Zubereitung
- Aus den ersten vier Zutaten einen Mürbteig herstellen. Mindestens 30 Minuten kühlen.
- Ofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen.
- Teig aus dem Kühlschrank nehmen, ausrollen, und eine Quiche- oder Tarteform damit auslegen. RAND FORMEN UND BODEN MIT EINER GABEL MEHRFACH EINSTECHEN!
- Den Boden ca. 20 Minuten vorbacken. Aus dem Ofen nehmen.
- Hitze auf 180°C reduzieren.
- Basilikum in Streifen schneiden.
- Spargel in passend lange Stücke schneiden.
- Himbeeren halbieren.
- Ziegenkäse in möglichst kleine Würfel schneiden.
- Für den Guß saure Sahne, Milch und Eier verquirlen.
- Basilikumstreifen zugeben. Salzen und Pfeffern.
- Spargelstücke auf dem Boden verteilen. Mit Guß übergießen.
- Käsewürfel drüberstreuen, dekorativ die Himbeerhälften auf dem Ganzen verteilen.
- Ca. 35 Minuten backen.
Guten Appetit! Enjoy your meal! Bon Appétit!
5.6.10
Grandiose Neuentdeckung: Zimmer No.1 in Düsseldorf
Ich liebe es, neue Läden auszuprobieren. Man weiss nicht was einen erwartet, klar, aber ich liebe den Nervenkitzel. Und hin und wieder - wie beim Elendts - wird das auch belohnt. So auch dieses Mal im Zimmer No.01 in Düsseldorf. Entdeckt habe ich dieses süße Kleinod letztens bei einem Yoga-Workshop, denn das Yoga-Atelier sitzt im Hinterhof. Und das ganze sah so nett aus, dass ich nicht zweimal überlegen musste, wo ich das nächste Mal essen gehen wollte.
Das Schöne: man kann nicht nur drinnen sitzen. Hinten raus geht die Terasse auf den Innenhof, und da scheint herrlich die Sonne. Für die Lichtempfindlichen gibt es aber auch ein paar Schirme, unter denen man dann chillen kann.
Wir wurden herzlich und quirlig begrüßt von Annett, unserem "Zimmermädchen". Das Konzept wird konsequent durchgezogen: an den Wänden steht immer die jeweilige Bezeichnung. Wohnzimmer, Küchenzimmer, Esszimmer, Kinderzimmer,... Sehr originell. Aber da der Laden von all4design gestylt worden ist, eigentlich auch nicht anders zu erwarten. Auch die Speisekarte macht was her:
Und wem die Auswahl da noch nicht reicht, dem stellt Annett die Tageskarte vor die Nase:
Wir entschieden uns für die Penne Salsiccia von der Tageskarte und den Blattspinatsalat mit Ziegenkäsepäckchen und Himbeeren von der regulären Karte. Die Wartezeit war angemessen, und Annett hielt uns ja sowieso bei Laune. Dann kam das Essen:
Gut, die Penne sind keine Penne, sondern Tagliarini, aber wir wollen mal nicht päpstlicher als der Papst sein. Die Fenchelbratwurst war jedenfalls sehr lecker, und das Gericht als Ganzes auch. Auch der Blattspinatsalat konnte überzeugen: ordentlich gewaschen, kein Sand mehr auf dem Teller, das Himbeerdressing lecker, mit Cranberries und gehackten Walnüssen ergänzt. Und die Ziegenkäsepäckchen schön kross, mit ein bisschen Thymian innendrin. Lecker.
Die Weinkarte ist ebenfalls umfangreich, und die Zimmermädchen und -jungen kennen sich gut aus. Der Wein, den ich mir ausgeguckt hatte, war aus, also brachte Annett kurzerhand drei (!) verschiedene kleine Probiergläschen, um eine passende Alternative zu finden. Man hätte mich im Vorbeigehen für eine Schnapsdrossel halten können...
Und tatsächlich war das Passende dabei: ein Chardonnay von Dreissigacker. Frisch, spritzig, gut zu trinken. Dickes Plus für den Service! Auch die Dessertkarte offeriert Leckeres. Der Choc-Cheesecake war leider aus, die Käse-Sahne noch nicht fest genug zum Verkaufen. Also entschieden wir uns für ein lauwarmes Schokotörtchen.
Sehr hübsch angerichtet. Das Törtchen noch leicht warm, die Früchte frisch und lecker. Hätte vielleicht eine halbe Minute kürzer in den Ofen gekonnt, aber ich habe halt einen Hang zum Perfektionismus. Jedenfalls war es lecker. Und dann entdeckte ich noch was Sensationelles auf der Speisekarte: die gemischte Tüte. Wer kennt die noch? Hand hoch? Genau, die gemischte Tüte vom Kiosk. Das war noch zu D-Mark-Zeiten. Gemischte Tüte für ne Mark, und Salmiakkugeln zu 20 Pfennig. Wow. Und auch die gibt es im Zimmer No.1. In 12 großen Bonbongläsern sind Stückartikel an Süßwaren, die man sich dann zu seiner gemischten Tüte zusammensuchen kann. Da konnte ich natürlich nicht wiederstehen.
Das Schöne: man kann nicht nur drinnen sitzen. Hinten raus geht die Terasse auf den Innenhof, und da scheint herrlich die Sonne. Für die Lichtempfindlichen gibt es aber auch ein paar Schirme, unter denen man dann chillen kann.
Wir wurden herzlich und quirlig begrüßt von Annett, unserem "Zimmermädchen". Das Konzept wird konsequent durchgezogen: an den Wänden steht immer die jeweilige Bezeichnung. Wohnzimmer, Küchenzimmer, Esszimmer, Kinderzimmer,... Sehr originell. Aber da der Laden von all4design gestylt worden ist, eigentlich auch nicht anders zu erwarten. Auch die Speisekarte macht was her:
Und wem die Auswahl da noch nicht reicht, dem stellt Annett die Tageskarte vor die Nase:
Wir entschieden uns für die Penne Salsiccia von der Tageskarte und den Blattspinatsalat mit Ziegenkäsepäckchen und Himbeeren von der regulären Karte. Die Wartezeit war angemessen, und Annett hielt uns ja sowieso bei Laune. Dann kam das Essen:
Gut, die Penne sind keine Penne, sondern Tagliarini, aber wir wollen mal nicht päpstlicher als der Papst sein. Die Fenchelbratwurst war jedenfalls sehr lecker, und das Gericht als Ganzes auch. Auch der Blattspinatsalat konnte überzeugen: ordentlich gewaschen, kein Sand mehr auf dem Teller, das Himbeerdressing lecker, mit Cranberries und gehackten Walnüssen ergänzt. Und die Ziegenkäsepäckchen schön kross, mit ein bisschen Thymian innendrin. Lecker.
Die Weinkarte ist ebenfalls umfangreich, und die Zimmermädchen und -jungen kennen sich gut aus. Der Wein, den ich mir ausgeguckt hatte, war aus, also brachte Annett kurzerhand drei (!) verschiedene kleine Probiergläschen, um eine passende Alternative zu finden. Man hätte mich im Vorbeigehen für eine Schnapsdrossel halten können...
Und tatsächlich war das Passende dabei: ein Chardonnay von Dreissigacker. Frisch, spritzig, gut zu trinken. Dickes Plus für den Service! Auch die Dessertkarte offeriert Leckeres. Der Choc-Cheesecake war leider aus, die Käse-Sahne noch nicht fest genug zum Verkaufen. Also entschieden wir uns für ein lauwarmes Schokotörtchen.
Sehr hübsch angerichtet. Das Törtchen noch leicht warm, die Früchte frisch und lecker. Hätte vielleicht eine halbe Minute kürzer in den Ofen gekonnt, aber ich habe halt einen Hang zum Perfektionismus. Jedenfalls war es lecker. Und dann entdeckte ich noch was Sensationelles auf der Speisekarte: die gemischte Tüte. Wer kennt die noch? Hand hoch? Genau, die gemischte Tüte vom Kiosk. Das war noch zu D-Mark-Zeiten. Gemischte Tüte für ne Mark, und Salmiakkugeln zu 20 Pfennig. Wow. Und auch die gibt es im Zimmer No.1. In 12 großen Bonbongläsern sind Stückartikel an Süßwaren, die man sich dann zu seiner gemischten Tüte zusammensuchen kann. Da konnte ich natürlich nicht wiederstehen.
Auch super: die Tüten sind aus Zeitungspapier. Leipziger Nachrichten von 1930. Macht einfach unglaublich Spaß, die leere Tüte dann zu lesen. Insgesamt ein sehr schöner, dank Annett sehr kurzweiliger Abend.
Definitiv eine Wiederholung wert.
Schirmerstraße 61
40211 Düsseldorf
Fon: 0211-550 499 62
4.6.10
Eis-Extravaganza: Prosecco- und Altbier-Eis
Was wäre der Sommer ohne Eis? Richtig, nur halb so schön. Und ja, ihr habt richtig gelesen: es gibt seit neuestem Prosecco- und Altbiereis. Und zwar beim Eisdealer auf dem Carlsplatz in Düsseldorf. Heute beim Schlendern durch Zufall entdeckt. Man muss ja auch mal Glück haben im Leben. Für die Ortskundigen: der Stand ist neben dem Stand von törtchentörtchen, an der Ecke gegenüber dem Parkhaus.
Hier wird das Eis noch ganz traditionell hergestellt, ohne Zusätze oder Aromen. Die Bällchen sind klein, aber äußerst fein, und preislich völlig im Düsseldorfer Rahmen. Leider hatte ich keine Kamera dabei, deshalb müsst ihr mit einer Beschreibung vorlieb nehmen.
Das Altbier-Eis: optisch erinnert es an Karamell. Leicht bräunliche Färbung, Konsistenz cremig. Aber schon olfaktorisch eine Sensation: man hat das Gefühl, man würde am Altbierglas schnuppern. Und genauso schmeckt es auch: wie ein Schluck aus dem frisch gezapften Glas.
Das Prosecco-Eis: erinnert optisch an die Schwester aus Zitrone. Auch die Konsistenz passt. Und geschmacklich erinnert es tatsächlich an Zitrone, im Abgang aber durchaus an Prosecco. Sehr erfrischend.
Das ist aber noch lange nicht alles, was der Eisdealer zu bieten hat. Es gibt natürlich auch die Klassiker wie Schoko, Vanille und Erdbeer. Aber auch laktosefreie Varianten und Diät-Eis. Hier kommen also wirklich alle auf ihre Kosten. Fazit: ausprobieren!
Hier wird das Eis noch ganz traditionell hergestellt, ohne Zusätze oder Aromen. Die Bällchen sind klein, aber äußerst fein, und preislich völlig im Düsseldorfer Rahmen. Leider hatte ich keine Kamera dabei, deshalb müsst ihr mit einer Beschreibung vorlieb nehmen.
Das Altbier-Eis: optisch erinnert es an Karamell. Leicht bräunliche Färbung, Konsistenz cremig. Aber schon olfaktorisch eine Sensation: man hat das Gefühl, man würde am Altbierglas schnuppern. Und genauso schmeckt es auch: wie ein Schluck aus dem frisch gezapften Glas.
Das Prosecco-Eis: erinnert optisch an die Schwester aus Zitrone. Auch die Konsistenz passt. Und geschmacklich erinnert es tatsächlich an Zitrone, im Abgang aber durchaus an Prosecco. Sehr erfrischend.
Das ist aber noch lange nicht alles, was der Eisdealer zu bieten hat. Es gibt natürlich auch die Klassiker wie Schoko, Vanille und Erdbeer. Aber auch laktosefreie Varianten und Diät-Eis. Hier kommen also wirklich alle auf ihre Kosten. Fazit: ausprobieren!
2.6.10
Kirsch-Muffins mit Streuseln
Der Sommer kommt. So hoffen wir. Vielleicht helfen diese kleinen Racker ja, ihn hinter dem Ofen vorzulocken. Auf dem Markt haben mich vorhin Kirschen angelacht. Da konnte ich natürlich nicht "Nein" sagen. Ihr kennt mich ja. Also eingepackt. Und da sich meine bessere Hälfte sowieso "was Kuchiges" für den morgigen Feiertag gewünscht hatte, ab ans Werk. Muffins mit Streuseln. Die kennt man meistens in der Kaffeekettenvariante mit Blaubeeren. Aber die hier sind um Längen besser.
Zwar nicht so riesig (da ja nicht industriell gefertigt), dafür aber auch garantiert ohne Zusatzstoffe. Der Teig selber ist schnell zusammengerührt und braucht noch nicht mal eine Küchenmaschine. Eine große Schüssel und ein hölzerner Kochlöffel sind die einzigen benötigten Utensilien. Also, keine Ausreden, ran ans Werk.
Die Kirschen kann man natürlich beliebig durch anderes Obst ersetzen - Blaubeeren, Himbeeren, Johannisbeeren, Äpfel, Pfirsiche, Aprikosen,... die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Und auch die Streusel können durch Zugabe von Zimt, Chili oder Kardamom variiert werden. Eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Und noch zwei Tipps für gutes Gelingen: den Teig wirklich nur kurz zusammenrühren, so dass alle Zutaten soeben vermischt sind. Darf ruhig noch klumpig sein. Sonst gehen die Muffins hinterher beim Backen nicht so schön auf. Und zum Einfüllen des Teiges in die Muffinformen verwende ich immer einen Eisportionierer - kein blödes Geklecker, und in jeder Form landet die gleiche Teigmenge. Den Trick hab ich von einem professionellen Patissier, und er ist Gold wert.
Wer die Streusel noch knackiger haben will, kann auch einen Teil des Mehls durch Wal- oder Haselnüsse ersetzen. Jetzt aber genug gut gemeinte Ratschläge verteilt. Ich bin gespannt, was eure Lieblingskombination ist.
Rezept für Kirsch-Muffins mit Streuseln
Zutaten
300g Mehl
1 TL Backpulver
150g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
175g Butter
2 Eier
125ml Milch
ca. 200g Kirschen
Zubereitung
Guten Appetit! Enjoy your meal! Bon Appétit!
Zwar nicht so riesig (da ja nicht industriell gefertigt), dafür aber auch garantiert ohne Zusatzstoffe. Der Teig selber ist schnell zusammengerührt und braucht noch nicht mal eine Küchenmaschine. Eine große Schüssel und ein hölzerner Kochlöffel sind die einzigen benötigten Utensilien. Also, keine Ausreden, ran ans Werk.
Die Kirschen kann man natürlich beliebig durch anderes Obst ersetzen - Blaubeeren, Himbeeren, Johannisbeeren, Äpfel, Pfirsiche, Aprikosen,... die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Und auch die Streusel können durch Zugabe von Zimt, Chili oder Kardamom variiert werden. Eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Und noch zwei Tipps für gutes Gelingen: den Teig wirklich nur kurz zusammenrühren, so dass alle Zutaten soeben vermischt sind. Darf ruhig noch klumpig sein. Sonst gehen die Muffins hinterher beim Backen nicht so schön auf. Und zum Einfüllen des Teiges in die Muffinformen verwende ich immer einen Eisportionierer - kein blödes Geklecker, und in jeder Form landet die gleiche Teigmenge. Den Trick hab ich von einem professionellen Patissier, und er ist Gold wert.
Wer die Streusel noch knackiger haben will, kann auch einen Teil des Mehls durch Wal- oder Haselnüsse ersetzen. Jetzt aber genug gut gemeinte Ratschläge verteilt. Ich bin gespannt, was eure Lieblingskombination ist.
Rezept für Kirsch-Muffins mit Streuseln
Zutaten
300g Mehl
1 TL Backpulver
150g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
175g Butter
2 Eier
125ml Milch
ca. 200g Kirschen
Zubereitung
- Ofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen.
- Muffinblech fetten oder mit Papiermanschetten auslegen (entfällt bei Silikonformen).
- 100g Butter bei kleiner Hitze schmelzen. Etwas abkühlen lassen.
- 200g Mehl in eine Schüssel sieben.
- 100g Zucker und das Backpulver zugeben und mischen.
- Butter mit Eiern und Milch verquirlen und zur Mehlmischung geben.
- Mit einem Holzlöffel grob zu einem Teig verrühren.
- Kirschen waschen, entstielen und entsteinen und kurz unterrühren.
- Teig mit Hilfe eines Eisportionierers (oder zweier Löffel) in die Muffinformen verteilen.
- Aus dem restlichen Mehl, dem Zucker und der Butter einen Streuselteig bereiten und auf den Muffins verteilen.
- Die Muffins dann ca. 25 Minuten backen, bis die Streusel goldbraun sind.
Guten Appetit! Enjoy your meal! Bon Appétit!
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