30.5.10

Sformatino - Schokoküchlein mit flüssigem Kern

Gestern habe ich euch ja schon vom Lachsfilet mit Meerrettichkruste und Limettensoße berichtet. Und auch das Dessert versprochen. Et voilá: mein Sformatino. Mein kleiner, süßer, süchtig machender Schokoladen-Liebling. Hier begleitet von Mango- und Himbeerpüree, und einer besonders schönen Himbeere.


Das beste am Sformatino: er hat einen flüssigen Kern. Warme, zart schmelzende Schokolade, umgeben von super-saftigem, unglaublich leckerem Schokokuchen. Hier geht einem das Herz auf, die Augen schliessen sich, und über die Lippen kommt nur noch ein genüßliches "Mmmmmmmh...". Herz, was willst du mehr?

Ich habe eine 50%ige Zartbitterschokolade verwendt, um genau zu sein eine Lindt Excellence. Denn an der Schokolade sollte man bei dieser kleinen Sünde auf gar keinen Fall sparen. Ihr könnt natürlich auch Schokolade mit noch höherem Kakao-Anteil nehmen - ich finde aber die 50% perfekt. Nicht zu dunkel, nicht zu bitter, süß genug, aber nicht zu süß. Auch einen Chili- oder Ingweranteil kann ich mir hervorragend vorstellen - werde ich beim nächsten Mal auf jeden Fall ausprobieren.

Das Beste: das Sformatino-Schätzchen lässt sich Tage vorher (!) vorbereiten, und muss dann zum Anlass nur noch gebacken werden. Denn der fertige Teig wird in Portionsförmchen eingefroren, und dann direkt aus dem Froster in den Ofen gegeben. Fertig ist das kleine Geschmackswunder, wenn in der Mitte noch ein ca. 1cm breites "Auge" zu sehen ist. Das dauert so ca. 14 Minuten bei 200° Umluft. Auf jeden Fall zum Schluss dabeibleiben, das Auge schrumpft zusehends. Und dann nur noch stürzen, und mit etwas Fruchtigem oder auch etwas Eisigem servieren. Oder auch mit aromatisierter Schlagsahne, je nach Lust, Laune und Saison.

Sensationall lecker. Ehrlich. Besonders empfehlenswert, wenn ihr jemand beeindrucken wollt - gelingt mit dieser kleinen Schweinerei auf jeden Fall.



Rezept für Sformatino


Zutaten

100g Schokolade
100g Butter
50g Zucker
20g Mehl
2 Eier

1 Mango
1 Schälchen Himbeeren
Puderzucker


Zubereitung
  1. Schokolade, Butter und Zucker im Wasserbad schmelzen.
  2. Mehl zugeben und unterrühren.
  3. Eier verschlagen und unterrühren.
  4. In Portionsförmchen füllen und in den Froster geben.
  5. Ofen auf 200° Umluft vorheizen.
  6. Küchlein ca. 14 Minuten backen, bis in der Mitte nur noch ein kleines Auge zu sehen ist.
  7. Sofort stürzen und servieren.
  8. Für einen Himbeer-Mango-Spiegel: Himbeeren und Mango separat mit Puderzucker pürieren. 
  9. Himbeerpüree durch ein Sieb streichen.
  10. Dekorativ auf dem Teller verteilen. In meinem Fall: Spiegel aus Mango aufbringen, Himbeerpüree aufklecksen, mit einem Stäbchen durchziehen.


Guten Appetit! Enjoy your meal! Bon Appétit!

29.5.10

Lachsfilet unter der Meerrettichkruste mit Karamelltomaten und Limettensoße

Eigentlich wollten wir ja heute abend mal wieder ausgehen. Aber - wie das Leben so spielt - hat meine bessere Hälfte morgen Frühdienst, muss ergo schon um 6h wieder aus den Federn. Dass man da keine Lust hat, großartig auszugehen, kann ich mehr als verstehen. Also aus der Not eine Tugend gemacht, heute vormittag schön eingekauft und heute abend mal wieder schön gekocht. Hauptspeise und Dessert - wenn schon, denn schon. Den Hauptgang zeige ich euch sofort, das Dessert gibt´s morgen. Das war sensationell, ihr dürft gespannt sein!

Jetzt aber erstmal zum Hauptgang: Lachsfilet hatte sich meine bessere Hälfte gewünscht. Mir war nach was Frischem dazu, also eine Limettensoße gezaubert. Ein bisschen scharf darf es auch immer gerne sein, also eine Meerrettichkruste. Und damit die Geschmacksknospen nicht völlig durchdrehen, noch eine süße Komponente: kleine Tomätchen in Karamellsirup. Voilá, ich präsentiere: das Gesamtkunstwerk.


Ich hatte euch ja schon angedroht, dass ich noch nach neuen Verwendungsmöglichkeiten für meinen geliebten Karamellsirup suchen würde - und diese hier ist wirklich sehr lecker. Mal schaun, was mir sonst noch so einfällt.

Der Lachs mit der Meerrettichkruste harmonierte sehr gut, die Limettensoße dazu war schön frisch. Und die bunten Nudeln fand ich einfach schön sommerlich. Auch wenn der Sommer leider immer noch auf sich warten lässt. Aber hey, Hoffnung stirbt zuletzt. So lässt sich das Warten auf jeden Fall ganz gut überbrücken.



Rezept für Lachs mit Meerrettichkruste, Karamelltomaten und Limettensoße


Zutaten

2 Lachsfilets
Salz, Zitronensaft
50g Semmelbrösel
40g Butter
1 Zwiebel
1 EL Meerrettich

1 Limette (Saft davon)
3 EL Portwein, weiss
75g Creme Fraiche
Salz und Pfeffer
1 Zwiebel

handvoll Roma-Rispentomaten
Karamellsirup


Zubereitung
  1. Den Ofen auf 180°C Oberhitze vorheizen.
  2. Topf mit Nudelwasser aufsetzen.
  3. Lachsfilet säubern, säuern, salzen. Scharf anbraten, aus der Pfanne nehmen.
  4. In der Lachspfanne die Butter für die Kruste schmelzen, Zwiebel würfeln und darin glasig dünsten. 
  5. Semmelbrösel und Meerrettich zugeben, gut vermischen.
  6. Mit dem Löffel auf die Lachsfilets streichen.
  7. Im Ofen maximal (!) 10 Minuten überbacken.
  8. Wenn das Nudelwasser kocht, Salz und Nudeln zugeben und nach Anweisung kochen.
  9. Für die Limettensosse in einer separaten Pfanne Zwiebel anschwitzen. 
  10. Mit Portwein und Limettensaft ablöschen. 
  11. Creme Fraiche zugeben, aufkochen, einreduzieren. 
  12. Mit dem Mixstab durchpürieren.
  13. In einem kleinen Topf halbierte Romatomaten anbraten, mit Karamellsirup überziehen, salzen.
  14. Nudeln abgießen.
  15. Zum Anrichten: Nudelbett richten, Lachs darauflegen. Karamelltomaten strategisch als Farbtupfer auf dem Teller verteilen, einen Ring aus Karamellsirup auf den Teller träufeln, einen zweiten Ring aus Limettensoße.



Guten Appetit! Enjoy your meal! Bon Appétit!

27.5.10

Pimp my Apfelkuchen

Der Apfelkuchen für Anfänger hat in meiner näheren Umgebung so guten Anklang gefunden, dass er schon kurz nach der Fertigstellung "verschwunden" war. Sowas freut die Bäckerin ja immer sehr, besseres Lob gibt es wohl kaum. Logisch, dass prompt nach Wiederholung verlangt wurde (von der näheren Umgebung). Da sagt man ja nicht nein, will man doch noch Versuchskaninchen für zukünftige Back- und Kochexperimente haben. Da mir aber Wiederholungen per se grundsätzlich zuwider sind (wer mich kennt, weiss, was ich meine), habe ich mich gerne drangemacht - aber natürlich mit der ein oder anderen Veränderung.


Das Ergebnis konnte sich auch diesmal sehen lassen. Und mir hat es auch besser geschmeckt (aber über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten). Was habe ich anders gemacht? Zum einen habe ich die Butter durch Halbfettmargarine ersetzt. Nicht aus Diätgründen, sondern weil einfach nicht mehr genug Butter im Haus war. Ich bin ja flexibel. Dann habe ich die Äpfel nicht geviertelt, sondern in Spalten geschnitten und dekorativ auf dem Teig verteilt.


Macht optisch schon ein bisschen mehr her. Und man braucht nur zwei Äpfel statt drei. Vorteile über Vorteile. Zu guter Letzt habe ich dann den fertigen Kuchen mit Karamellsirup bestrichen - und das ist echt der Hammer! Die Äpfel schmecken viel intensiver, und die Karamellnote finde ich einfach unwiderstehlich. Schade, dass ihr nicht abbeißen könnt.


Karamell ist ja sowieso einer meiner absoluten Favoriten. Nur nicht als Eis, da ist mir der Geschmack zu langweilig. Aber Karamellsoße... da muss ich mir was mit einfallen lassen. Ihr dürft gespannt sein.

25.5.10

Schoko-Biskuitrolle mit Batida de Coco und Himbeeren

Schokolade mit Früchten ist seit jeher eine meiner Lieblingskombinationen. Wenn dann auch noch ein Schuss Alkohol ins Spiel kommt, umso besser. Dieses Prinzip habe ich an einer Biskuitrolle ausprobiert, die ich - leicht verspätet - anlässlich meines Geburtstages an die lieben Kollegen verfüttert habe. Resonanz: eindeutig positiv. Jedenfalls leben alle noch.


Biskuitrollen sind ja immer so eine Sache: den Biskuit eine Sekunde zu lange im Ofen gelassen, schon bricht er beim Rollen. Also lieber kürzer als länger backen. Mein Biskuit war 10 Minuten im Ofen, und das war schon eine Minute zu lange. Da hilft nur eins: immer wieder ausprobieren, und den eigenen Ofen genau abschätzen lernen. Bei meiner alten Möhre ein Ding der Unmöglichkeit, aber ich liebe ja bekanntermaßen das Risiko.

Für Angsthasen gilt also: lieber erstmal beim Rührteig bleiben, da kann man nichts verkehrt machen. Alle anderen: ran an die Rührbesen und ausprobiert. Denn wenn´s gelingt, schmeckt es nicht nur gut, sondern sieht auch noch sensationell aus. Wem das ganze noch nicht kalorienhaltig genug ist, der füllt seine Biskuitrolle noch mit geschlagener Sahne (die auch gerne aromatisiert sein darf). Den Möglichkeiten setzt hier nur die eigene Kreativität grenzen. Also, ran an den Speck. Äh, die Schokolade.



Rezept für Schoko-Biskuitrolle 
mit Batida de Coco und Himbeeren


Zutaten

4 Eier
4 EL warmes Wasser
150g Zucker
75g Mehl
75g Speisestärke
1 gestr. Teelöffel Backpulver
30g Kakao (ungesüßt)
1 EL Öl
Batida de Coco
Himbeermarmelade


Zubereitung
  1. Backofen auf 200° Ober- und Unterhitze vorheizen.
  2. Backblech mit Backpapier auslegen.
  3. Eier und warmes Wasser schaumig schlagen.
  4. Auf höchster Stufe den Zucker einrieseln lassen und solange schlagen, bis die Masse dickschaumig wird. Das kann schon mal 5 Minuten dauern, also nur Geduld.
  5. Mehl, Speisestärke, Backpulver und Kakao mischen.
  6. Auf die Eiermasse sieben und auf niedrigster Stufe kurz unterheben.
  7. Zum Schluss den Löffel Öl dazu und unterrühren.
  8. Auf das vorbereitete Backblech gießen und glattstreichen.
  9. Ca. 10 Minuten backen.
  10. Sofort auf ein mit Zucker bestreutes Handtuch stürzen und das Backpapier abziehen.
  11. Mit Batida de Coco tränken und mit Himbeermarmelade bestreichen.
  12. Mithilfe des Handtuchs SOFORT von der schmalen Seite her aufrollen.
  13. Dann auskühlen lassen.
  14. Vor dem Verzehr mit Puderzucker bestäuben und die Enden schräg abschneiden - sieht einfach besser aus. Und die bessere Hälfte freut sich über "was zum Probieren".


Guten Appetit! Enjoy your meal! Bon Appétit!

24.5.10

Apfelkuchen für Anfänger

Bei strahlendem Sonnenschein bin ich ein absoluter Freund von Mittagessen ausfallen lassen, dafür ein ordentliches Stück Kuchen genießen, und abends dann was Schönes essen. Und da es ja momentan tatsächlich so aussieht, als würde es doch noch mal Sommer werden dieses Jahr, habe ich mich gleich mal an die Kuchenproduktion gemacht. Selbstverständlich mit der neuen KitchenAid, meinem kleinen Schmuckstück.


Dieser sonnige Apfelkuchen ist der absolute Klassiker. Den kennt sogar schon das Kochbuch "Elektrisch kochen" von 1970, das mir meine Mutter vererbt hat. Da gibt es sogar ein Extra-Kapitel für die Nutzung des neumodischen Mikrowellengerätes... aber das ist ein anderes Thema. Zurück zum Apfelkuchen.


Der ist tatsächlich auch für Anfänger bestens geeignet. Denn schiefgehen kann da an und für sich nichts - solange man sich an die Mengenangaben hält, was man beim Backen aber ja grundsätzlich tun sollte. Also, wer schon länger mit dem Gedanken spielt, sich mal mit dem Backrohr zu beschäftigen - das ist DIE Gelegenheit. Es winkt Ruhm und Ehre - denn so einfach dieser Kuchen auch zu backen ist, so lecker schmeckt er. Schön saftig, nicht trocken, nicht zu süß. Einzig bei der Apfelwahl sollte man ein bisschen aufpassen: am besten eignet sich die Sorte Boskoop, der wird richtig schön weich und saftig beim Backen. Aber ein Elstar oder Jonagold tuts auch. Vorsicht mit Braeburn und anderen sehr festfleischigen Sorten, die bleiben erfahrungsgemäß recht bißfest, und das macht schmälert den Genuß dann doch. Also, Schürze um und ab in die Küche!




Rezept für Einfachen Apfelkuchen


Zutaten

100g Butter, weich
75g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
2 Eier
75ml Milch
250g Mehl
1/2 Päckchen Backpulver
3 bis 4 Äpfel, am besten Boskoop, aber Elstar oder Jonagold tuns auch
ZimtZucker zum Bestreuen
Fett und Semmelbrösel für die Form


Zubereitung

  1. Backofen auf 165° Umluft vorheizen.
  2. Backform (26cm Durchmesser) fetten und mit Semmelbröseln ausstreuen.
  3. Butter schaumig rühren.
  4. Zucker und Vanillezucker mischen und so lange unterrühren, bis sich der Zucker gelöst hat (also bis es nicht mehr knirscht).
  5. Eier und Milch zugeben und gut verrühren.
  6. Mehl und Backpulver mischen und löffelweise zugeben. Der Teig wird eher fest, keine Angst, das passt schon. Den Teil dann in der gefetteten Form verteilen.
  7. Äpfel schälen, vierteln und das Kerngehäuse entfernen. Dann die obere Seite einschneiden (nicht durchschneiden!), damit die Äpfel besser durchgaren und hübsch aussehen.
  8. Gleichmäßig auf dem Teig verteilen und leicht eindrücken.
  9. Ab damit in den Ofen und ca. 35 Minuten backen.
  10. Abkühlen lassen, mit Puderzucker bestreuen und servieren.
  11. Für Süßmäuler: mit geschlagener Sahne oder Vanilleeis.


Guten Appetit! Enjoy your meal! Bon Appétit!

23.5.10

3-Gang-Überraschungsmenü im Elendts, Düsseldorf

Gestern hatten wir das Vergnügen, ein neues Restaurant in Düsseldorf auszuprobieren. Aufmerksam geworden war ich über einen Post bei Facebook von meiner Freundin Karo. Lieben Dank nochmal für den Tipp. Also, Tisch reserviert und ab dafür. Das Elendts liegt etwas versteckt in einer Seitenstraße, von aussen relativ unscheinbar, aber dafür von innen umso netter. Wir haben uns sofort wohlgefühlt. Maßgefertigte weisse Lederbänke an den Wänden, dazu die passenden schwarzen Lederstühle. Gute Aufteilung - klein, aber fein. Insgesamt gibt es ca. 30 Plätze.


Die Dame des Hauses kam gleich vorbei, und brachte Speise- und Weinkarte. Wir gönnten uns erstmal einen Cidre als Aperitif. Lecker. Und mit 2,80€ pro Glas auch quasi ein Schnäppchen. Hier sei zur Erläuterung erklärt: das Elendts ist das Baby von Julia Kley und Joschik Elendt. Joschik hat unter anderem im Steigenberger Parkhotel gelernt, und kocht. Julia ist gelernte Hotelfachfrau, und schmeisst den Service. Und das sehr professionell. Immer freundlich und aufmerksam. Nebenan saß eine Dame mit Laktose-Intoleranz, da wurde vom Amuse bis zu den Beilagen alles entsprechend "umgestrickt". Super.

Wir entschieden uns für das 3-Gang-Überraschungsmenü. Ich liebe Überraschungen. So kommt man auch in den Genuß von Dingen, die man sonst vielleicht nicht unbedingt bestellen würde. Vorab kam frisches Brot, extra gewärmt, mit Butter und Fleur de Sel. Dazu ein tolles Amuse bouche: eine Praline mit einem Glas Portwein. Da auch die Gastgeber nicht verraten, was drin ist, bis man probiert hat, will ich auch nichts verraten - aber soviel sei gesagt: es ist nicht das, wonach es aussieht, aber mindestens genauso lecker.


Die Vorspeise: ein Spargel-Erdbeer-Salat mit Chili-Garnelen. Die Garnelen im Ganzen, leicht scharf, aber nicht zu sehr. Süßlich-pikant. Der Spargel-Erdbeersalat bestand aus weissem und grünem Spargel, schön knackig, dazu aromatische Erdbeeren. Und endlich mal ein Teller ohne Balsamico-Geschmiere! Dazu ein Pouilly-Fume, sehr rund im Geschmack und sehr fruchtig.


Der Hauptgang: fruchtiges Hähnchen-Curry mit violetten Kartoffeln und weisser Schokolade. Kokosschaum mit einem unglaublichen Stand obenauf. Sensationell lecker, und die Portionsgröße hätte auch für zwei gereicht. Besonders interessant: der Reis war mit Orangenschale aromatisiert. Alleine ziemlich intensiv, aber mit dem Curry zusammen sehr lecker. Dass das Gemüse tourniert war, muss ich an dieser Stelle wohl nicht mehr extra dazu sagen.


Das Dessert: der Knaller. Wir bekamen eine Variation von der gesamten Karte. Von links nach rechts: Schokoladen-Oliven-Mousse, Fondant mit flüssigem Kern und Rhabarberkompott, Ingwereis mit Kürbiskernkrokant. Ich hätte mich reinlegen können. Das Mousse schmeckt unglaublich intensiv nach Zartbitterschokolade. Der warme Schokokuchen: ein Gedicht, Kruste top, schön flaumig im Inneren. Das Ingwereis nicht zu scharf, nur leicht im Abgang, der Kürbiskernkrokant die ideale Ergänzung.


Herz, was willst du mehr? Klar, Kaffee bzw. Espresso, bevor wir platzen. Auch hier wird aufs Detail geachtet: der Kaffee ist italienisch und man kann den Löffel drin stehen lassen. Dazu Mandel-Pistazien-Zimt-Plätzchen, die schon wieder eine Sünde wert waren. Die Milch in der Kuh optisch witzig, leider aber zum Ausgießen etwas schwierig zu handeln. Naja, was solls.


Und zur Rechnung gibt es dann NOCHMAL eine Aufmerksamkeit des Hauses, nämlich selbstgemachte Pralinen - diesmal aber so, wie man sie kennt, nämlich mit süßer Frucht-Krokant-Füllung.


Insgesamt ein wirklich gelungener Abend. Und das für insgesamt unter 100 Euro für 2 Personen. Das finde ich nicht nur beachtlich, sondern wirklich empfehlenswert. Also, wer in den nächsten Tagen einen wirklich schönen Abend verbringen will, ihr wisst, wohin es geht.



Restaurant Elendts
Taubenstraße 14
40479 Düsseldorf
Fon: 0211-26 10 44 01

Di-Fr 12h bis 14.30h
Di-So 18h bis 22h






19.5.10

Cocktails, Cocktails, Cocktails

So ihr Lieben, dann wolln wir mal. Erster Post in deutsch. Und gleich ein durch und durch von Anglizismen geprägtes Thema. Na super.

Aber kommen wir auf den Punkt. Meine liebe Kollegin D. hatte uns für den heutigen Abend ein tolles Schmankerl organisiert: einen exklusiven Vorab-Probelauf der aktuellen "Get Mr.Big"-Promotion von Skyy Vodka. Die läuft aktuell - passend zum neuen Sex and the City-Streifen in den Kinos - im Internet. Zu gewinnen gibt es auch was: eine Reise nach NYC oder, und meiner Meinung nach VIEL interessanter, ein lebenslanges (!) Schuhabo bei Görtz. Also, Mädels, nichts wie ran an die Tasten und mitgemacht.


Jetzt aber endlich zu den kulinarischen Einblicken - nicht, dass noch jemand auf die Idee kommt, ich würde hier für irgendwelche Marken-Alkoholika Reklame machen. Mr.Big kam also (sah aber noch nicht mal entfernt aus wie Mr.Big), baute sein Flaschensortiment auf, und der Spaß konnte losgehen. Das Konzept sieht so aus: du bestellst Mr.Big zu dir nach Haus, er mixt dir einen (oder mehrere) der vier speziell dafür kreierten Cocktails, und dann geht er wieder. Und du auf die Rolle. Oder so.

Die Karte sieht wie folgt aus:


Mr.Big´s Drink war leider aus. Sehr zu meinem Leidwesen. Also an den Fabulous Flirt gewagt. Lecker. Fruchtig, mit Ananassaft und leichter Schärfe im Abgang durch den Ingwer. Perfekter Sommerdrink (bloss dass leider noch kein Sommer in Sicht ist). Busy Beauty fiel bei uns durch, zu viel Grapefruit, und das Basilikum diente nur zur Deko. Uninteressant. Pretty Princess gefiel: ein Mix aus Vodka und Sprite mit Portwein. Süffig, aber lecker. Und mit Glamorous Girl wurden alle schnell warm: Vodka, Likör 43, Creme de Cassis... muss ich noch mehr sagen?
Besonders toll: der pinke Zuckerrand am Glas. Und der geht ganz einfach:

Glas in Creme de Cassis tauchen. Dann in Zucker drücken und drehen. Et voilá.

Kaum zu glauben, oder? Auf jeden Fall fürs nächste Home-Event merken.
Alles in allem: sehr nette Aktion. Könnte man auf jeden Fall wiederholen. Also, wer Lust hat, surft mal bei Skyy Vodka vorbei - oder mischt die Cocktails einfach selber zusammen. Viel Spaß dabei.

18.5.10

Change. Wechsel.

Dear readers,
Liebe Leser,

I´ve made a bold, but - in my opinion - necessary decision: in the future, I will carry on my blog in German. Not because I am tiring of the english version, but because I want to redirect my blog to a more local connotation. I hope those of you reading in english up until now will understand, and I hope I will be able to entertain everyone else just as well in German. 

ich habe eine folgenschwere, aber - meiner Meinung nach - dringend notwendige Entscheidung getroffen: zukünftig werde ich mein Blog auf deutsch weiterführen. Nicht weil ich keine Lust mehr aufs Englische hätte, sondern weil ich zukünftig mehr über regionale Themen berichten will. Ich hoffe, dass mir meine internationalen Leser dies nachsehen, und genauso, dass ich euch auch auf deutsch in Zukunft gut unterhalten werde.

Yours sincerely,  
Eure,

Cookinette

15.5.10

Oven Meatballs with Mixed Mash

This is truely a trip down memory lane. Only that is was not a good one for a long, long time. As a baby, I would eat carrots without any sign of dislike. At least that´s what my mum keeps telling me. But by the time I went to school, I had developed a loathing towards carrots, no matter if cooked or raw, I just wouldn´t eat them. So whenever it was time for Frikadellen mit Möhren-Untereinander, as my family still calls this dish, I would cry and sob and refuse to eat. Bummer.


Fortunately,  I am working on my dislikes now that I´ve grown up. I try to eat things over and over the check whether I still don´t like them, or whether some miraculous change has happened. I had that experience with fishes, wines, spirits, fruits - but there are a couple of remains that I will only allow in certain combinations.

1. I will only eat raw tomatoes as part of a sandwich or Insalata Caprese. Basta.
2. I will NOT eat raw carrots unless it is too much work to sort them out of an already arranged salad when I eat out, or I would just seem so unpolite as to never be invited again.
3. I will only eat cooked carrots when the sum of carrot-y parts is less than the sum of the other ingredients.

Do I look like a picky eater now? Hope not. Anyways, this combo does work by today. And this special kind of meatballs, made in the oven, using sour cream for the meat dough, is seriously "meatballs 3.0".
It´s much less work than frying your meat balls in the nearest pan. And cleaner, too. Try it out!



Recipe for Oven Meatballs with Mixed Mash


Ingredients

500g ground beef
1 egg
salt and pepper
1/2 onion
3 tablespoons breadcrumbs
150g sour cream

potatoes
carrots
milk
butter
salt and pepper
nutmeg


Preparation
  1. Preheat oven to 200°C. No convection.
  2. In a large bowl, combine ground beef, diced onion, egg, sour cream and breadcrumbs. Knead well. Season to taste with salt and pepper. 
  3. Line baking sheet with baking paper. 
  4. Take a handful of the beef dough, and form patties.
  5. Place on the baking sheet.
  6. Bake for appr. 25 minutes, depending on the size of your patties.
  7. Meanwhile, prep your mashed potatoes as usual.
  8. Cook some carrots until tender. Drain.
  9. Add carrots to your mashed potatoes, and stir well.
  10. Remove meatballs from oven, place on kitchen towel to soak up excess fat.
  11. Serve immediately.


Guten Appetit! Enjoy your meal! Bon Appétit!

14.5.10

Banana Bread American Style

As some of you may already know, I spent a year living in Logan, Utah, in the U.S. while I was still in High School. Gosh, time really IS flying by. Alas, what I want to share with you today is one of the few things my host brother Austin taught me (just kidding, Aut). I guess I am the only person on earth that keeps calling him Aut (besides his mum), but I just can´t help it. Besides, he is getting married on July 17th. Wish I could be there. Aut, you know you´re always in my heart. Please come visit soon. And bring your fiancé/wife.

But back to the banana bread business. Whenever we would have black bananas (which was actually quite often), Aut would set out to bake banana bread. His second best baking job has always been Chocolate Chip Cookies (out of the two baking jobs he does). His trick for the banana bread: use oil instead of butter.


Why? Because by doing that, you are getting a very soft, yet dense result. And: use two kinds of sugar, the ordinary refined white one, and the brown one. For some extra intense flavor. You may add walnuts, too.

This time, I´ve skipped the nuts section. My significant other, A., is currently on his "I might be allergic to something"-trip, so no nuts. Anyhow. Take a look inside:


Yum, yum. The crust is crunchy, the inside is soft and flaky. I do admit I am missing the walnuts, so if you have some on hand, throw them in there. You might add some cinnamon, too - or nutmeg.



Recipe for Banana Bread


Ingredients for a Loaf Pan

100ml oil (neutral)
100g sugar, white
100g sugar, brown
2 eggs
2-3 bananas, the riper the better
2 teaspoons baking powder
250g flour
100g walnuts, chopped (optional)


Preparation
  1. Preheat oven to 160°C (no convection).
  2. Beat oil, sugar and eggs in your kitchen machine for about 1 minute.
  3. Add baking powder and half of the flour. Beat another minute.
  4. Chop bananas, and add together with the remaining flour. Beat another 3 minutes.
  5. Add chopped walnuts, if desired.
  6. Pour dough into baking pan.
  7. Bake for 55-60 minutes.


Guten Appetit! Enjoy your meal! Bon Appétit!

13.5.10

Holiday Brunch @ Les Halles Dusseldorf

Today is Father´s Day. Or, officially, Ascension Day. Great opportunity to sleep in and go out for brunch. The Les Halles in Duesseldorf is actually an old freight terminal that their new owners, one of them Michael Kuchenbecker, have turned into a cozy, wonderful place to get together, drink and eat.


The place is wonderfully designed, really nostalgic, warm and welcoming. With a lot of love for detail: crystal chandeliers hanging from the ceiling, structured wall paper all around, an open kitchen in the back, and lots of chalk boards with the daily specials. The staff is as cool as the place: no uniform, everyone a bit unconventional, but fast and friendly. Love that.

Another great thing: they have a huge aquarium with all kinds of fish in the centre of the building. And if you are lucky (or ask for it when you book your table) you will get a seat with "sea view". I swear one of the pufferfish was looking enviously at my food, but could be my imagination.


But to the main event: the brunch. Brunch is held on holidays and sundays, from 10 a.m. to 4 p.m. Better book your table in advance, most of the times the place is full. All kinds of people meet here: young families with children next to seniors next to couples next to students next to business people.

The brunch buffet is set in the right corner of the building. And if I describe it as "huge", I am not exaggerating. All kinds of breads and buns, including Pretzel-style rolls, plain and whole wheat kinds, croissants, and sweet bread. Cold cuts, marmelades, honey, cream cheese. Smoked and cooked fish, mediterranean antipasti. An egg station for omeletts and scrambled eggs "your style". A waffle station for waffles "your style", with hot cherries or whipped cream. Then the hot foods: roast beef, tortellini with spinach, gnocchi with pine nuts, tomato pasta with seafood, au gratin potatoes, fish with nut crust. A separate dessert section: red fruit jelly with vanilla sauce, red and green jelly, white chocolate caramel mousse (to die for!), and a chocolate fountain with fresh fruits to dip in.

Seriously, is there anything you could wish for? I don´t think so. It is not cheap, but not over-priced either (considered the offered amount and variations of food). They charge 19,90 Euro per Person, drinks extra. Nothing for every weekend, but definitely the best brunch buffet we´ve been to in quite a while. For special occasions: anytime.



Les Halles
Schirmerstraße 54
40211 Düsseldorf
phone: +49-211-4402674
fax: +49-211-4402675

10.5.10

Banana Almond Muffins

New kitchen toys: I came across some greatly reduced silicone baking pans the other day. Just couldn´t resist, especially since I´ve never tried the silicones before, but people keep telling me they are so much easier to use than your usual molds. So I figured it was well worth a try, and bought a loaf pan, a muffin pan, and a hemisphere mold. 

First to be put to the test was the muffin mold. A spare banana and some left-over ground almonds completed the challenge. Here´s the result:

Banana Almond Muffins

The silicone mold turned out to be really handy. Except for shoving it into the oven. Reminder to myself: place on the rack BEFORE you want to put it into the oven. But apart from that: no paper sleeves necessary, no sticking to the pan. Great. Definitely a keeper, especially because you can just scrunch it up and shove it into some spare corner in your kitchen counter. Gotta love that.

The muffins turned out well, too. Mushy and moist thanks to Mr.Banana, and nice and nutty thanks to the almonds. Would work well in the loaf pan, too - A. already set out to spread his muffins with strawberry jam.



Recipe for Banana Almond Muffins


Ingredients for a 12-whole muffin pan

150g butter
125g sugar
3 eggs
150g milk
100g flour
80g ground almonds
45g starch
3 flattened teaspoon baking powder
1 banana


Preparation
  1. Preheat oven to 170°C (10° less if you are using convection).
  2. Beat butter and sugar until sugar has dissolved. 
  3. Add eggs and milk.
  4. Beat well.
  5. In a separate bowl, combine flour, almonds, starch and baking powder.
  6. Add to the butter mix, and beat well.
  7. Cut banana into bite-sized pieces, and stir in.
  8. Fill into muffins molds.
  9. Bake for about 20-25 minutes until golden.
  10. Let sit in the silicone mold for 5 minutes.
  11. Remove from the mold, and let cool on a rack.
  12. Serve pure or with jam.


Guten Appetit! Enjoy your meal! Bon Appétit!

9.5.10

Belated ANNIVERSARY!!!

I am so bad. I forgot my very own BLOG ANNIVERSARY.
Shame on me. I am sorry. It will never happen again. Promise.


HAPPY BIRTHDAY, COOKINETTE!

 
Thanks to everyone who reads my blog. To everyone who is kind enough to leave a comment.

I started this blog on April 26th, 2009, and never thought I would last this long. Thanks for your patience with me. And please don´t hesitate to leave me a comment or a note via info@cookinette.net
Appreciate it. 


xoxo    Jasmin

German Classics: Asparagus with Melted Butter and Peel Potatoes

May is traditionally time for asparagus. My dad used to drive to Walbeck with us, only to buy the best asparagus you can get your hands on around here. Time to renew the tradition.


Asparagus is classified: Class I is straight-grown, with a width of 18-28mm in diameter. Yes, we Germans like regulations, as you can tell from this example. So I went for the good stuff. Two bundels of 500g each. Perfect size for one person. 

There are special spots for cooking asparagus - special because of their shape: they are either oval and very long, or they are round and very tall so you can cook your asparagus standing straight. I don´t own either one, and I think an ordinary pot does just as well. I bound the asparagus to a bundle, and that worked perfectly for me. Traditionally, asparagus is served with melted butter and a variety of hams, cooked and uncooked. Alternatively, you can serve it with Sauce Hollandaise like I did last time.

I chose new potatoes, because I just love peel potatoes with nothing but melted butter. Give it a shot. Put your cholesterol fears aside, because I guarantee you it is totally worth it.



Basic Recipe for Asparagus


Ingredients

500g white asparagus per person
salt, sugar 
knob of butter
lemon juice


Preparation
  1. Peel asparagus and cut 1cm off the end.
  2. Bundle with thread or rubber band.
  3. Bring enough water to a boil to cover the asparagus in your pot.
  4. When boiling, add 1 tablespoon salt per 500g asparagus, 1 teapoon sugar, 1 dash of lemon juice and a knob of butter.
  5. Add asparagus to the pot, boil shortly, reduce heat and cook for 15 minutes until tender.
  6. Drain, and serve with peel potatoes, melted butter or Sauce Hollandaise, and cold cuts (if desired).


Guten Appetit! Enjoy your meal! Bon Appétit!

2.5.10

Cheese Cake Auntie Style - no shrink, no break, just perfect.

This is the first "work" done by my brand new KitchenAid. Is it too obvious that I am deeply in love with my little kitchen Ferrari?


But I have reasons for it: I wanted to test my new kitchen machine´s abilities, and decided to go for a cake with two different kinds of dough - two tests at the same time. Smart, eh? *grin*

So I started out with the short crust dough. Just stuck everything into the stainless steel bowl, turned it on, et voilá - perfectly kneaded short crust dough. Placed it in the fridge for a couple of minutes, covered a baking pan with it, and went for the cheescake dough - whole different story, right?

But the Kitchen Ferrari did it just as well - blending and stirring and mixing. Awesome. Now I am much more relaxed about the Wedding Cake I incautiously promised my brother and his wife-to-be for their wedding in the end of July...


But back to Auntie´s Cheesecake. As you can see in the proof picture above: NO BREAKS. NO SHRINKAGE. That´s what makes this recipe special. Besides the great taste, of course. The crust is crunchy and yummy like cookies, and the cheesecake is dense and vanilly. Gotta love that. To kick it up another notch, you can serve it with fruit sauce - but that is optional.



Recipe for Cheese Cake Auntie Style


Ingredients for a 26cm baking pan

200g flour
120g butter, cold
50g sugar
1 egg

1 kg curd cheese
3 eggs
150g sugar
about 300ml milk
2 packages vanilla custard powder


Preparation
  1. Mix flour, cold butter, sugar and the egg in a bowl. Knead into a homogeneous dough.
  2. Wrap in Saran wrap, and let rest in the fridge for a couple of minutes.
  3. Preheat oven to 200°, no convection.
  4. Spread crust dough in your baking pan, covering the bottom and the sides.
  5. Mix ingredients for filling until well blended. The dough should be fluid, don´t worry, it will harden while baking.
  6. Pour onto your crust.
  7. Bake for approximately 60 minutes, checking from the 40th minute on whether the top is getting too much of a tan. If so, cover with aluminium foil for the remaining baking time.
  8. When done, let sit in the turned-off oven for another 10 minutes. Then, remove from the oven and let cool thoroughly.


Guten Appetit! Enjoy your meal! Bon Appétit!

1.5.10

Newest Addition to the Family: KitchenAid Artisan in RED

Part the curtain for the newest addition to the Family: my brand new, Ferrari red KitchenAid Artisan!

 

What a beauty. Yes, you may be jealous. I would be, for sure. Thanks to A. for giving me this wonderful, early-bird birthday present (birthday is still three weeks to go, but obviously, the opportunity was a bargain).
I´ve just put this great red sucker to the test, and I am having a blast. I´ll share the outcome with you tomorrow, promise.