Was so schmalzig klingt, ist tatsächlich eine wirklich fabelhafte Liaison. Die gemeine Rhabarberschorle dürfte ja mittlerweile jedem bekannt sein, da sie in jede halbwegs szenige Gastronomie eingezogen ist. Nicht falsch verstehen, ich mag Rhabarber-Schorle, ich mag nur immer den Hype nicht, der eine Saison lang um ein bestimmtes Getränk gemacht wird. Aber zurück zu unserer eigentlichen Liebesgeschichte.
Die handelt von zwei, die sich trafen, und einfach wunderbar zu einander passten. Sie: zuckersüß, aber auch ein bisschen herb, kräftig in der Farbe. Er: noble Blässe, astreine Herkunft, ein bisschen zu trocken. Ergibt: eine spritzige Verbindung aus trockenem Sekt und süßem, selbstgemachtem Rhabarbersirup. Köstlich.
Der Sekt war ein Geschenk, bzw. das Pfand aus einer Wette. Und der Verlierer hat sich offensichtlich nicht lumpen lassen. An dieser Stelle nochmal herzlichen Dank : ) Denn einen Brut D'Argent Blanc de Blancs Chardonnay 2008, Methode Traditionelle, kauft man sich ja nicht alle Tage. Allerdings muss ich zu meiner Schande gestehen, dass selbst mir das Schätzchen ein bisschen zu trocken war. Aber frau ist ja erfinderisch.
Den Rhabarbersirup (ganz rechts im Schraubglas) hatte ich vor ner Weile selber gekocht: einfach Rhabarberschalen mit Zucker und einem Spritzer Zitrone aufsetzen, zum Kochen bringen und ein bisschen reduzieren lassen. Dann abseihen, das Ergebnis wieder aufkochen und so lange reduzieren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Abfüllen, im Kühlschrank lagern, hält ewig. Und versüßt alles, was sonst zu herb oder zu sauer geworden ist. Also, warum nicht auch damit den Sekt ein bisschen aufrüschen? Sieht nämlich auch noch wirklich gut aus, mal abgesehen davon, dass es auch gleich um Längen besser geschmeckt hat. Probiert´s aus, es wird euch gefallen.

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