28.1.12

Abendessen im NooSou, Düsseldorf

Wenns schnell gehen will/kann/soll/muss, landen wir immer wieder im NooSou. Das befindet sich GottseidanknacheinjährigemUmbaujetztwieder im UG des Sevens auf der Königsallee. Das Jahr ohne das NooSou war hart, denn hier bekommt man mittags und auch abends immer schnell eine günstige, frisch zubereitete, asiatisch-leichte leckere Mahlzeit. Und die Jungs und Mädels sind dabei auch noch wirklich nett. Ja, klar, es ist ein Self-Service-Restaurant, aber jeden Abend Sterneküche wäre ja auch langweilig, oder?

Die Curries sind allesamt sehr lecker, aber die Speisekarte hält noch mehr bereit. Zum Beispiel Salat. Oder diese vietnamesische Pho-Suppe mit Rindfleisch, -bällchen und Reisnudeln. Koriander und Limette geben Frische. Die Brühe hätte für meinen Geschmack noch ein bisschen würziger sein dürfen - ich gleiche mit Sambal Oelek aus.

Pho Vietnam, 8.50€

Wem Curries und Suppen zu flüssig sind, für den gibt es eine ganze Reihe an gebratenen Nudelvariationen, unter anderem die malaysischen mit Tomatensoße und Pute. Die Nudeln sind hier mit Ei gemacht, es gibt aber auch Bratnudel-Variationen mit Reis- oder Udonnudeln. Auch hier sollte sich also für jeden Geschmack was finden.

Bratnudeln Malaysia, 7.90€

Fazit: das NooSou ist bei uns eine feste Institution, wenn es um schnelles, leckeres, frisch zubereitetes schnelles Essen geht. Mit FastFood hat das nichts zu tun, ein Glück. Also, nix wie hin und schnell was leckeres bestellt! Aber ACHTUNG, das NooSou schließt abends schon um 20h, und hat sonntags ganz geschlossen.



22.1.12

Abendessen im Rosies, Düsseldorf

Pulsuhren können ja bekanntlich eine Menge lustige Dinge. Puls anzeigen, zum Beispiel. Aber auch - wenn man das Einstellungsmenü nach wildem Herumdrückens an den vermaledeiten Knöpfen überwunden hat - den Kalorienverbrauch anzeigen. Sehr zu meinem Leidwesen, denn im direkten Vergleich mit den Jungs sehe ich leider immer alt aus. Warum hat die Natur den Männern eigentlich 30% mehr Muskelmasse mitgegeben? Herrje, ich ahne schon die Antworten, also nichts wie zurück zum eigentlichen Thema. Denn: wer viele Kalorien verbraucht, muss sie ja auch wieder zuführen. Und da ja auch das Spaß machen kann - oh Wunder - haben wir uns einfach mit 4 anderen mehr-oder-weniger-Sportlern im Rosies getroffen. Das befindet sich nach wie vor auf der Adersstraße zwischen Kö und Berliner Allee. Allerdings hat in der Küche ein Wechsel stattgefunden, der SEHR zu begrüßen ist. Dazu aber gleich mehr.

Das Ambiente im Rosies ist chillig-loungig. Die Beleuchtung sehr rothaltig und dimmig. Man könnte auch sagen puffig. Aber irgendwie fühlt man sich gleich wohl. Ich hoffe, das lässt jetzt keine Rückschlüsse auf meinen Charakter zu... Die Speisekarte jedenfalls überzeugt. Zuallererst mal dadurch, dass es keine feste gibt. Sondern eine täglich wechselnde Abendkarte. Klar, die Klassiker wie der Salat Pute süß-scharf sind immer drauf, aber alles andere wird fröhlich variiert - und täglich auf Facebook veröffentlicht. Da hat endlich mal jemand den Sinn und Zweck sozialer Netzwerke erkannt. Danke dafür! Die Jungs - die ja weit mehr Kalorien wieder zuführen müssen - ordern mehrheitlich Rosies Riesen-Cheeseburger mit Bratkartoffeln und (Alibi-) Salat. Als dann aber diese Teller den Tisch erreichen, stehen die Münder offen, denn riesig trifft es nicht ganz. MEGA oder GIGA wäre wohl die richtigere Bezeichnung gewesen.

Riesen-Cheeseburger mit Bratkartoffeln, 12.90€

Der Riesen-Cheeseburger hat gefühlt 2kg Gewicht und führt gleich zu einem Dilemma: eigentlich muss man Burger ja mit der Hand essen. Der Versuch scheitert aber kläglich am Phänomen Maulsperre. Der Burger ist selbst mit drücken und quetschen zu breit und zu hoch. Also kleinlaut mit Messer und Gabel in Angriff genommen. Fleisch gut gegart, Burger gut gewürzt, ordentlich Käse drauf. Braties knusprig und lecker. Salat gut (aber wen interessiert schon der Salat bei einem Burger?!). Zumindest mechanisch leichter hat es da der Esser der folgenden Pasta:

Spaghetti mit Lachs, Gambas, Spinat, 
Oliven und getrockneten Tomaten, 10.90€

Zugegebenermaßen ungewöhnliche Komposition. Ordentlicher Fischanteil, Spinat frisch. Oliven hätte ich jetzt nicht gebraucht, aber ich mag eben grundsätzlich keine. Der Besteller jedenfalls macht den Teller mit zufriedenem Gesichtsausdruck leer. Und lässt die Oliven liegen. Hihi.

Fazit: das Preis-/Leistungsverhältnis, das beim letzten Besuch noch mangelhaft war, hat dank neuer Küchenmannschaft einen Quantensprung gemacht. Hätte es noch einen Quadratzentimeter Platz im Magen gegeben, hätten wir noch einen Kaiserschmarrn probiert, aber es ging beim besten Willen nichts mehr rein. Der Service war sehr nett und flott, nur auf das Essen mussten wir dann doch einigermaßen lange warten. War aber auch brechend voll. Von daher: absolut empfehlenswert!

6.1.12

Abendessen im Haifischbecken

Der erste Besuch im Haifischbecken war bekanntlich ein Volltreffer, siehe hier. Einmal ist ja aber bekanntlich keinmal - also gleich nochmal das HFB angesteuert, diesmal aber abends. Abwechslung muss sein. Es gibt eine Auswahl an Tapas, und eine kleine "normale" Speisekarte. Die bietet von der Tagessuppe zu ca. 5€ (an dem Abend Möhre-Ingwer und Kartoffel) über verschiedene Salate und einige Pastagerichten bis hin zu einer handvoll Hauptgerichten (Lachs mit Gemüse und Reis z.B.) für jeden Geschmack etwas. Wir bestellen Salat mit Bratkartoffeln und Spiegelei und Schnitzen "Wiener Art". Die freundliche Bedienung weist sofort darauf hin, dass die Bratkartoffeln eher Chips als Bratkartoffeln wären, woraufhin ich die Salatorder noch einmal in Pute süß-scharf ändere. Sehr löblich. Kommen tut dann folgendes:

Schnitzel "Wiener Art" mit 
Bratkartoffeln und Salat, 11.50€

Die Bratkartoffeln sind tatsächlich frittiert, nicht gebraten, sehr kross und gut gewürzt. Das Schnitzel ist zart, die Panade kross und sie fällt auch nicht ab. Ein echtes Qualitäts-Plus. Auch der Salat überzeugt:

Salat mit Pute Süß-Scharf, 9.90€

Die Pute ist super-heiss, also super-frisch, mit Zucchini und Pilzen und einer tollen süß-sauren Soße. Vor allen Dingen bemerkenswert: es gibt genausoviel Pute wie Salat. Eigentlich sogar mehr Pute. Das kenne ich durchaus anders aus diversen Lokalitäten in Düsseldorf. Also ein echter Pluspunkt fürs HFB.

Zu guter Letzt dann noch den Hauscocktail. Passenderweise namens "Haifisch". Mit einem blauen Eiswürfel in Haifischform. Oder wars ein Delphin? Am Ende auch egal, aber die Idee finde ich super. Der Cocktail selber ähnelt einem GinTonic, lecker spritzig und fruchtig. Eigenkreation des Barkeepers.

Cocktail "Haifisch"

Erweitertes Fazit: Das Haifischbecken hat das Potential, ein zweites Wohnzimmer zu werden. Die Speisen- und Getränkeauswahl ist gut, das Essen lecker und frisch. Viel wichtiger aber: alles - und damit meine ich wirklich alles - wird mit Liebe und Aufmerksamkeit gemacht. Und man hat als Gast immer das Gefühl, willkommen zu sein. Von daher: jederzeit gerne wieder.


Haifischbecken
Moltekstr. 108
40479 Düsseldorf
info@haifisch.tv

1.1.12

Silvester bei Freunden.

Ruhig und gemütlich, mit 3 Paaren, so hatten wir uns dieses Jahr Silvester gedacht. Recht spontan am Weihnachtsmorgen verabredet, denn für lange Silvesterplanungen sind wir noch nie zu haben gewesen. Die Gastgeber - vielen Dank nochmal für eure Mühe! - haben einen tollen Rahmen für einen schönen Abend geschaffen.


Jedes Pärchen war für etwas Essbares zuständig: das zweite Pärchen brachte Lachs-Pumpernickel-Taler mit, sehr lecker mit Wasabipulver geschärft. Dazu gabs einen Aperol Sprizz. Der Gastgeber kredenzte dann Salat mit Äpfeln, Trauben, Kiwi, Cashews und geraspelter Schokolade. Die Gastgeberin fuhr dann Spaghetti mit dreierlei Pesto auf: zweimal grün - Bärlauch und "normal" - und einmal rot, sprich aus getrockneten Tomaten, Mandeln, Olivenöl und Pecorino. Dazu noch Garnelen. Wir waren dann für das Dessert zuständig. Et voila:

Quartett von der Himbeere

Naja, so zumindest die Theorie, denn es gab leider keine frischen Himbeeren, deshalb mussten ein paar Johannisbeeren herhalten. Von links unten: Croustade mit Vanillecreme und Johannisbeeren, Himbeergelee, Himbeersorbet im Schokobecher und gut gekühlter Himbeergeist. Besonders das Himbeersorbet kam super an, und ist dabei soooo einfach: TK-Himbeeren pürieren, Tube Milchmädchen dazu, nochmal pürieren, mit Zitronensaft und Himbeergeist abschmecken und schnellstmöglich vernichten. Fertig.

Ein wirklich netter Abend mit Freunden, tolle Weine (ich sage nur Kloster Eberbach R-Edition!!), gute Gespräche. Was will man zum Jahreswechsel mehr?

Euch allen, euren Familien und Freunden einen tollen Start ins neue Jahr!

27.12.11

Merry X-mas. Oder: Hirsch in Vanillebutter und das perfekte Dessert.

Frohe Weihnachten. Euch, euren Familien und Freunden. Hoffentlich habt ihr ein paar schöne, entspannte Stunden im Kreise eurer Lieben verbracht. Und dabei lecker gegessen. So wie wir.

Hirschrücken in Vanillebutter gebraten, 
Semmelknödel, Cranberry-Sauce

Für den Hirschrücken einfach Butter aufschäumen (in der Pfanne), dann eine halb aufgeschnittene Vanilleschote dazugebene. Hirschrücken rundum anbraten und dann in den auf 165°C vorgeheizten Backofen verfrachten und dort zu Ende garen. Für die Cranberry-Sauce Rinderfond auf 1/3tel reduzieren, mit Honig und Cranberry-Sirup abschmecken und getrocknete Cranberries zugeben. Noch einmal aufkochen, dann mit Butter abbinden und fertig.

Und da man auf einem Bein bekanntermaßen schlecht stehen kann, gab es natürlich auch noch einen schönen Nachtisch, nämlich diesen:

Lauwarmes halbflüssiges Schoko-Törtchen,
Vanilleparfait und Amarena-Soße

Ganz ehrlich? Der perfekte Nachtisch, wenn man Zeit mit seinen Gästen verbringen will. Denn beides wird am Vortag zubereitet und wandert dann in den Froster. Ja, auch die Schoko-Törtchen. Ungebacken, versteht sich. Die kommen dann einfach tiefgefroren direkt aus dem Froster in den auf 200°C vorgeheizten Ofen. Und sind innerhalb von 15 Minuten genau so, wie sie sein sollen - außen kuchig und fluffig und innen noch flüssig. Sabber. Death by Chocolate.

In diesem Sinne: frohe Weihnachten. Und vorsorglich auch schon mal alles Gute für 2012, falls wir uns nicht mehr sehen/hören/lesen. Danke für die Zeit, die ihr euch nehmt, um meinen Blog zu lesen, und für eure Kommentare. I really appreciate it. See you 2012!