2.9.10

Espresso-Brownies

Was gibt es besseres als Schokolade? Richtig, Kaffee UND Schokolade. Am besten noch in super-saftiger Brownieform. Euch läuft das Wasser im Mund zusammen, allein bei der Vorstellung? Mir auch. Also ran an den Rührbesen und ab dafür. Hier ist das super-saftige und ratz-fatz verputzte Ergebnis.

Espresso-Brownie

Gebacken in einer 22x22cm Kastenform, die ich extra mal zum Brownie-Backen käuflich erworben habe. Und diese Anschaffung lohnt sich, ich sags euch. Denn auch die Brownievarianten sind endlos, und unglaublich lecker. Aber die Kaffee-Variante hat mir wirklich ausgesprochen gut gefallen.

Das herbe Kaffeearoma, gepaart mit der süßen Zartbitter-Schokolade, macht tatsächlich süchtig. Ehrlich. Das Kaffee-Aroma kommt durch lösliches Espressopulver - bitte kein billiges kaufen, das ist definitiv Sparen am falschen Ende! Puristen können auch echten Espresso verwenden, wenn ihnen die Verwendung von Pulver das Herz brechen sollte. Aber das Pulver tut es de facto auch. Chocaholics können die Brownies auch noch mit Schokoguss überziehen - den dann auf jeden Fall mit einem weiteren Esslöffel Espressopulver aromatisieren. Das ist dann wirklich die volle Dröhnung. Puderzucker tut es aber - wie in meinem Fall - auch.



Rezept für Espresso-Brownies


Zutaten

150g Kuvertüre, zartbitter
4 Eier
1 Prise Salz
125g Butter
125g Zucker
100g Mandeln, gemahlen
50g Mehl
2 TL Espressopulver (instant)


Zubereitung
  1. Backblech (22x22cm) mit Backpapier auslegen.
  2. Backofen auf 170° Ober-/Unterhitze vorheizen.
  3. Kuvertüre hacken und im Wasserbad schmelzen.
  4. Eier trennen, Eiweiss mit der Prise Salz zu Schnee schlagen.
  5. Butter, Zucker und Eigelb schaumig schlagen.
  6. Geschmolzene Schokolade unterrühren.
  7. Eischnee, Mandeln, Mehl und Espressopulver unterheben.
  8. Gleichmäßig auf dem Blech verteilen.
  9. Auf der mittleren Schiene ca. 20 Minuten backen.
  10. Auskühlen lassen, vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben.



Guten Appetit! Enjoy your meal! Bon Appétit!

30.8.10

Abendessen im Au Quai, Hamburg

Für den Hamburg-Besuch hatte ich mir im Vorfeld schon das Au Quai ausgeguckt, um schön essen zu gehen. Direkt am Hamburger Hafen, über dem Wasser gelegen, ist das mit Sicherheit einer der schönsten Plätze, um den Sonnenuntergang zu geniessen - und dabei noch wirklich gut zu essen. Aber seht selbst.

Die Reservierung hatte ich online vorgenommen, alles problemlos. Tisch direkt am Wasser bekommen, super. Also auf ins Vergnügen. Es gibt die normale Karte, und ein Menü, dass man sich selber zusammenstellen kann. Man wählt einfach die Vorspeise, Hauptgang und Dessert aus einer Reihe von Möglichkeiten. Kostenpunkt: 36 Euro. Fein. Und jeder bekommt das, was er möchte.

Der Service war prompt und sehr freundlich. Zuerst kam der Gruss aus der Küche, eine Gurken-Joghurt-Kaltschale. Schön erfrischend, mit Dill abgeschmeckt. Dazu zwei Sorten Brot mit einer Oliven-Tapenade.

Gurken-Joghurt-Kaltschale

Als Vorspeise hatte ich gewählt: Entenleber, Kirsche, Cognac, Pfeffer. Denn die Gerichte werden immer nur mit den Schlagworten umschrieben. Spannend. Ich mag Überraschungen beim Essen.

Entenstopfleber mit Pfefferkirschen und Cognac-Gelee

Serviert auf dem Schieferbrett. Stimmig. Die Entenstopfleber einen Tick zu fettig für meinen Geschmack, aber das empfindet ja jeder anders. Andreas hatte sich für Thunfisch, Wachtel, Balsamico, Bohne entschieden, und bekam ein sehr stimmiges Thunfisch-Carpaccio mit pochiertem Wachtelei.

Thunfisch-Carpaccio mit Wachtelei

Meine Wahl zum Hauptgang: Seeteufel, Vanille, Nektarine, Tomate.Ich bekam: Seeteufelmedaillon, Vanille-Nektarinen, Tomaten-Pinienkern-Concasse, Thaispargel und Sauerrahmschaum. Ja, es hat so gut geschmeckt wie es aussieht.

Seeteufel, Vanille-Nektarinen, Tomaten, Sauerrahmschaum

Andreas hatte gewählt: Kalb, Mais, buntes Gemüse. Er bekam ein unglaublich zartes Kalbsbäckchen, ein Stück aus dem Bug, dazu cremige Polenta mit violetten Kartoffelchips und tourniertes Gemüse.

Kalb mit Polenta und Gemüse

Das Dessert war dann der krönende Abschluss des Abends, so wie es sein soll. Andreas hatte sich entschieden für: Holunder, Prosecco, Honig. Und bekam ein Holunderblütentörtchen, dazu ein Prosecco-Eis.

Holunderblütentörtchen mit Prosecco-Eis

Ich wählte die zweite Möglichkeit - man will ja möglichst viele unterschiedliche Dinge probieren. Meine Kombination: Früchte, Sauerampfer, Melasse. Ergo: Fruchttartelette mit Creme Patissiere und Melasse, dazu ein Sauerampfereis. Grandios. Nur leider mit Gabel und Löffel ein bisschen schwierig zu essen.

 Früchte-Tartelette mit Sauerampfereis

Fazit: ein sehr stimmiger Abend mit sehr gutem Preis-Leistungsverhältnis. Da hat alles gestimmt, von der Auswahl bis zum Service, vom Ambiente ganz zu schweigen. Jederzeit gerne wieder.


Grosse Elbstraße 145 B-D
22767 Hamburg
Fon: 040-380 377 30
hier online Tisch reservieren

29.8.10

Mitbringsel aus Hamburg

Wer eine Reise tut, hat bekanntlich was zu erzählen - und ich gucke natürlich immer, dass ich was Essbares mit zurückbringe. Möglichst ausgefallen, versteht sich. Beim Wochenendtrip nach Hamburg neulich wurde ich auch gleich fündig. Einmal in einer Einkaufspassage an einem kleinen, niedlichen, süßen Süßwarenstand. Denn dort gab es Chokladbollar. Schoko-Karamell-Bonbons, auch noch herzallerliebst verpackt in einer roten Fackeltüte. Die mussten natürlich mit.


Und dann ins Alsterhaus, 4te Etage, Delikatessen. Hier gibt es eine Depandance von Oschätzchen. Wer auch nur einen Hauch von Liebe zum Essen entwickelt hat, wähnt sich hier im Paradies. Egal ob süß, sauer oder salzig, hier gibt es alles, was das Herz begehrt. In meinem Falle: I [heart] Hamburg-Tee, Schwarztee mit Vanille. Riecht schon sensationell.


Und auch die Schokolade mit Sauerkirsch-Koriander-Füllung konnte ich beim besten Willen nicht ihrem Schicksal im Regal überlassen. Auch die musste mit. Kostenpunkt: 5.90 Euro.


Dicht gefolgt von der Entdeckung des Tages: Pralinencreme in der Zahnpastatube. Alu, gebürstet, unglaublich edel. Und das Tasting ergab: unglaublich lecker, wie flüssige Praline eben. Da ignorierte ich dann auch das Preisschild von 9.90 Euro - man muss sich ja auch mal was gönnen, gell?


Ein wirklich schönes Wochenende in Hamburg, und auch noch tolle Leckereien erwischt. Ziemlich perfekt, wenn ihr mich fragt. Essen waren wir dann im Au Quai - sensationell. Bilder und Bericht morgen an dieser Stelle. Dranbleiben lohnt sich also :)

27.8.10

Orangen-Risotto mit Scampi

Andreas verlangte nach Scampi. Hört, hört. Solche Gelegenheiten lasse ich mir natürlich nicht entgehen - Feste soll man ja bekanntlich auch feiern, wie sie fallen. Ich mag zu Fischigem gerne etwas fruchtig-frisches. Also Vorräte gecheckt, Rest Risotto-Reis gefunden, und die Route war klar: Orangen-Risotto mit Scampi sollte es werden. Eine gelbe Paprika flehte mich auch noch um Verwendung an, also ab dafür.


Orangen-Risotto geht einfacher, als es klingt - nämlich wie jedes andere Risotto auch. Zwiebel anschwitzen, Reis dazugeben bis er glasig ist, mit Weißwein ablöschen. Gewürfelte Paprika zugeben. Dann einfach immer abwechselnd Wein und frisch gepressten Orangensaft zugeben und solange köcheln, bis das Risotto bissfest ist. Frisch geriebenen Parmesan dazu et voilá - fertig ist das flotte Abendessen. Dauert nämlich insgesamt auch nur 30 Minuten. Perfekt.



Rezept für Orangen-Risotto mit Scampi


Zutaten

Scampi nach Belieben
Zitrone
200g Risotto-Reis
1 Zwiebel
400ml Weißwein
400ml Orangensaft
1 gelbe Paprika
40g Parmesan
Olivenöl
Salz und Pfeffer


Zubereitung
  1. Zwiebel würfeln. In Olivenöl anschwitzen.
  2. Reis zugeben und solange mitschwitzen, bis der Reis glasig ist.
  3. Mit Weißwein ablöschen.
  4. Paprika würfeln und zugeben.
  5. Abwechselnd Weißwein und Orangensaft angießen.
  6. Auf kleiner Flamme köcheln, bis der Reis gar ist. 
  7. Salzen und pfeffern.
  8. Pfanne erhitzen.
  9. Scampi säubern, säuern, salzen.
  10. Auf jeder Seite 1 Minute braten.
  11. Parmesan unters Risotto ziehen.
  12. Mittig auf dem Teller anrichten, Scampi auflegen.



Guten Appetit! Enjoy your meal! Bon Appétit!

24.8.10

Mittagessen im Schlösser Quartier Boheme

Nachdem wir ja vom Brunch im Schlösser Quartier Boheme einigermaßen begeistert waren, mussten wir das ganze doch auch mal gleich für ein Mittagessen testen. Als wir um 13h eintrafen, war ganz schön was los, aber es war nicht übervoll. Angenehm. Dezente Musik, nicht zu aufdringlich, angenehmer Klangteppich. Der Service war aufmerksam und freundlich - die gleiche nette Kellnerin wie beim Brunch im Sonntag. Konstantes Personal ist immer ein gutes Zeichen.

Es gibt eine Mittagskarte, die jeden Tag zwei Gerichte offeriert. Mittwoch ist zusätzlich Schnitzeltag - Schnitzel mit Pommes und wahlweise Jäger- oder Champignonrahmsoße für 8,50 Euro. Da konnte Andreas natürlich nicht nein sagen. Große Portion, lecker-saftiges Schnitzel, gute Soße. Passt.

Schnitzel mit Champignonrahmsoße und Pommes

Ich entschied mich für die Bavette von der Tageskarte. Offeriert mit Pute und Oliven in Kräuterrahm. Die Oliven habe ich abbestellt (sind einfach nicht mein Ding). War überhaupt kein Problem. Und ist gleichzeitig das beste Indiz dafür, dass die Gerichte wirklich frisch gemacht sind - denn Oliven rauspulen geht nicht, ohne Olivengeschmack zu hinterlassen. Dafür also Daumen hoch. Und mit rund 9 Euro war auch dieses Gericht preislich echt in Ordnung. Geschmacklich ebenfalls - Nudeln al dente, Pute schön saftig, Soße angenehm cremig ohne zu schwer zu sein.

Bavette mit Pute und Kräuterrahm

Fazit: Insgesamt ein wirklich stimmiger Mittagstisch. Preislich nicht konkurrenzlos günstig, dafür aber super Qualität. Wir werden bestimmt wieder hingehen. Und das solltet ihr auch mal tun.


Schlösser Quartier Boheme
Ratinger Straße 25
40213 Düsseldorf
Fon: 0211-15976150